Gelingt Befreiungsschlag gegen den Tabellenführer?

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Christian Hommel (li.) wird gegen Berlin in der vierten Sturmformation der Roosters auflaufen. ▪

ISERLOHN ▪ Zehn Tage, vier Spiele, eine Vorentscheidung: Der Kampf um die Play-Offs nähert sich der Zielgeraden – und noch sind die Iserlohn Roosters im Geschäft. Daran hat auch diese DEL-Woche nichts verändert. Während die Konkurrenz teils gleich doppelt spielte und die Sauerländer nur zuschauen konnten, ist der Abstand aufholbar geblieben. Zwar trennen die Iserlohner weiterhin nur drei Punkte von Platz zehn und dem ERC Ingolstadt. Problem aber ist: Die Bayern haben noch immer drei Spiele weniger absolviert.

Gleichgezogen haben aus dem direkten Konkurrentenkreis nach absolvierten Partien nur die Hamburg Freezers und die Straubing Tigers, die mittlerweile auf Rang neun abgerutscht sind. Deshalb muss das Team vom Seilersee auf Patzer der Gegner hoffen, aus eigener Kraft ist die Sensation Pre-Play-Offs nicht zu schaffen.

Mit Rechenexempeln mögen sich Trainer und Mannschaft ohnehin nicht auseinander setzten, obwohl die Situation jedem Einzelnen bewusst ist. „Druck haben wir eigentlich nicht. Wir müssen punkten und wollen das auch Freitagabend irgendwie versuchen“, sagt Stürmer Tobias Wörle. Gegner ab 19.30 Uhr in der Eissporthalle am Seilersee ist aber kein Geringerer als der Tabellenführer aus Berlin.

Drei Spiele gab es gegen die Mannschaft aus der Hauptstadt bislang in dieser Saison, drei Spiele haben die Sauerländer verloren – zuletzt zu Jahresbeginn, als man den Eisbären nicht mal anständigen Kampfgeist entgegensetzen konnte. „Berlin ist für jeden eine Herausforderung – das war schon immer so und wird auch so bleiben“, betont Doug Mason, der aber weiß, dass die Iserlohner zumindest daheim immer ganz nah dran waren an einem Erfolg.

Mittlerweile aber muss man auch schon drei Jahre zurückblicken, sucht man nach dem letzten Sieg. Der datiert aus der Play-Off-Saison und gelang den Roosters mittendrin in einer der besten Saisonphasen aller Zeiten.

Personell bleibt die Situation angespannt. Den Roosters gehen die Mittelstürmer aus. Nach Michael Hackert, für den aufgrund seines Handbruchs die Saison beendet ist, fällt gegen Berlin mit großer Wahrscheinlichkeit auch noch Cam Paddock aus. Der Kanadier hat im Training einen Schlag in den Rücken bekommen. Dass die Iserlohner gegen die Eisbären dennoch mit vier Sturmreihen auflaufen können, verdankt die Mannschaft Stefan Langwieder. Weil Steven Rupprich die Geschicke der dritten Reihe lenken soll, muss der gelernte Verteidiger als Mittelstürmer der vierten Reihe ran. „Jetzt habe ich wirklich langsam alles durch“, so der Bayer.

Glücklicherweise haben die Roosters an diesem Wochenende nur eine Partie, damit kann der Kräfteverschleiß vor der englischen Woche kompensiert werden. Verteidiger Lasse Kopitz ist übrigens wieder dabei. Er konnte die Woche trainieren, fühlt sich fit. ▪ MiHei

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