HSG Lüdenscheid vor der „roten Wand“

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Warsteins Matthias Reinscheid am Boden, HSG-Spielmacher Justus Jaschke obenauf: Doch trotz Sieges über die Hochsauerländer dürfen sich die Bergstädter noch nicht in Sicherheit wiegen.

LÜDENSCHEID - Der Sieg am Vorwochenende über VfS Warstein war wichtig, sehr wichtig sogar. Dennoch: Handball-Landesligist HSG Lüdenscheid darf sich bei sechs Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz auch sechs Spiele vor Saisonschluss noch nicht in Sicherheit wiegen.

Von Jörg Hellwig

Und deshalb sind die Bergstädter auch am Sonntagabend (18 Uhr, Sporthalle West, Holthausstraße) als Gast des Tabellennachbarn TG Rote Erde Schwelm vor der dreiwöchigen Osterpause noch einigermaßen unter Zugzwang. Doch in Schwelm erwartet die Bergstädter laut RE-Homepage ein ganz besonderes Event: Denn Rote Erde gewährt Klubkindern und ihren Eltern sowie Freunden freien Eintritt, rechnet mit einer tollen Kulisse: „Wir werden die Halle West in roten Farben fluten“, verspricht Abteilungsleiter Stephan Maubach eine Gänsehaut-Atmosphäre. „Mit der roten Wand im Rücken wird die Mannschaft zur Höchstform auflaufen“, ist sich TG-Trainer Kai Henning sicher.

Nun gut, am Mittwoch hat bei den „Fussis“ selbst die gefürchtete „gelbe Wand“ von Dortmund die Borussen nicht zum Sieg peitschen können. Bange machen gilt also nicht.

Im Hinspiel mussten die Bergstädter aber klare Vorteile der Schwelmer anerkennen, fanden keine Mittel gegen eine starke 6:0-Abwehr und unterlagen mit 21:27. Vor allem der Abwehr-Innenblock Rote Erdes mit den beiden Routiniers Christian Wojtek und Marc Rode sowie Yannick Schmitz und Christian Arndt machte der HSG schwer zu schaffen. Einzig Falk Baberg hatte über den RE-Block schießen können. Der ist inzwischen aber studienbedingt nach Schweden gezogen. In seine Rolle wird Phil Lausen schlüpfen müssen und können. Anders als im Hinspiel müssen aber die Bergstädter die RE-Deckung mit Tempo in Bewegung bringen, um sie zu knacken. Im Schwelmer Angriff gilt die Konzentration Torjäger Meuren, aber auch Rode. Und auch Abwehrchef Miossec darf sich gegen Wojtek und Co. auf ähnlich intensive Arbeit wie am Vorwochenende gegen Kißling einstellen. Die HSG wird wohl auf Knut Niegetiet (privat verhindert) verzichten müssen.

HSG: Bahr, Kapp – Broscheit, Bölling, Kahlstadt, Walter, Jaschke, Miossec, Kämper, Lausen Füller, Kroll, Niegetiet (?)

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