Fußball-Westfalenpokal

Ein Regionalligist am Düsterloh

Tim Schulte-Schmale (rechts) und Jan Elias Clement
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Am 22. August legten Tim Schulte-Schmale (rechts) und Jan Elias Clement mit ihren Treffern den Grundstein zum Einzug in die 2. Runde auf Westfalenebene. Das 3:0 gegen den SV Wacker Obercastrop war eine große Überraschung.

Am nächsten Samstag ist der Tabellenführer der Regionalliga West, Rot-Weiß Essen, vor maximal 800 Zuschauern in der Liebelt-Arena beim SV Lippstadt 08 zu Gast. Heimspiele gegen den ewigen Aufstiegskandidaten sind für die Clubs der vierten Liga die Höhepunkte des Jahres. Auf dem Weg dorthin haben die Lippstädter am Mittwoch (19.30 Uhr, Düsterloh-Arena) noch eine Pflichtaufgabe zu bewältigen: Das Zweitrundenspiel im Westfalenpokal beim Landesligisten TuS Langenholthausen.

Clickt man sich durch den Internetauftritt der von Felix Bechtold trainierten Lippstädter, die in der 1. Pokalrunde ein Freilos hatten, findet man diverse Hinweise auf das Highlight gegen RWE, aber nichts zum Pokalausflug in den Märkischen Kreis. Auch im Spielplan stehen nur die Regionalligapartien, der Kick in Langenholthausen – Fehlanzeige.

Siebter ist der SV 08 zurzeit in der Regionalliga. Bis dato vier Siege, ein Remis und drei Niederlagen deuten auf eine sorgenfreie Saison hin. Zuletzt gab es aus zwei Spielen zwar nur einen Punkt (1:1 bei RW Ahlen), aber mit dem früheren Drittligisten SF Lotte und dem von Patrick Helmes trainierten TSV Alemannia Aachen wurden auch schon zwei renommierte Clubs bezwungen.

Während die Bedeutung des Pokalspiels aus Lippstädter Sicht eher überschaubar ist, freut man sich beim TuS Langenholthausen auf einen weiteren Höhepunkt in der Vereinsgeschichte.

Das war auch bereits das Erstrundenspiel gegen den Westfalenligisten SV Wacker Obercastrop, das die Elf von Trainer Ulrich Mayer am 22. August überraschend, aber völlig verdient mit 3:0 gewann. Oder 2019 das Pokalduell mit der damals ebenfalls noch in der Westfalenliga ansässigen SG Finnentrop/Bamenohl, das 0:2 verloren ging. Nicht zu vergessen das Punktspiel gegen RW Hünsborn in der Veltins-Arena auf Schalke. Auch das ist jetzt zwei Jahre her – fast auf den Tag genau. „Das ist natürlich nicht mehr zu toppen“, sagt Ulrich Mayer, bleibt dieses Ereignis mit dem ganzen Drumherum unbestritten das größte Erlebnis in seiner Zeit als Trainer beim TuS.

Mayer geht davon aus, dass die Lippstädter die Begegnung ernst nehmen werden – trotz RWE vor der Brust. „Die werden ihre Jungs schon auf Kurs kriegen wollen und versuchen, ihre technischen, läuferischen und taktischen Vorteile auf den Platz zu bringen. Und selbst wenn nicht die erste Elf aufläuft, sondern die zweite, dann will auch die sich beweisen. Ich erwarte also eine engagierte Lippstädter Mannschaft.“

Das Spiel genießen, die Erfahrung mitnehmen – das gönnt Mayer seiner Mannschaft, appelliert aber daran, nicht den Fehler zu machen, sich hinten reinzustellen.

Das Personal des TuS wird im Vergleich zum Sonntag und dem 4:1-Sieg gegen Rot-Weiß Lüdenscheid nicht ganz dasselbe sein. Brian Mika Lengelsen muss nach dem Foul von Philip Fischer, das Mayer als rotwürdig erachtete, verletzt passen, fraglich ist der Einsatz von Gian-Marco de Luca, der mit Leistenbeschwerden zur Pause in der Kabine blieb.

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