Futsal: Viel Tempo und toller Start vom LTV 61

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Ein starkes 61-Team: Spielertrainer Alex Niedergesäß, Jonas Derdak, Roman Klukowski, Ewald Platt, Marcel Schönrath, J. R. Tetzner, Marcel Krischker (stehend von links) sowie Patrick Klatt, Andreas Schneider, Sebastian Granzow und Mendim Ahmeti.

Lüdenscheid - Immerhin – rund 70 Neugierige fanden sich am Samstagmittag in der Sporthalle am Eulenweg ein, um sich am ersten Heimspieltag der Futsaler des LTV 61 in der Westfalenliga ein Bild vom „Futsal in Reinkultur“ zu machen, wie er auf DFB-Wunsch von der kommenden Saison an einzig mögliche Fußball-Alternative unterm Hallendach sein soll.

Von Jörg Hellwig

Das Team Futsal 61 Lüdenscheid gestaltete seinen ersten Heimauftritt gegen Schlusslicht Pegasus Hagen gleich zur Eröffnung des Spieltags mit 12:10 erwartungsgemäß siegreich und unterstrich – in allerdings auch Klassebesetzung mit Fußball-Akteuren vom LTV 61, Rot-Weiß und TuRa Brügge – seine Ambitionen auf einen der Play-Off-Plätze im Kampf um die Westfalenmeisterschaft und den möglichen Regionalliga-Aufstieg.

Und das Publikum? Von der ersten Halbzeit waren die Zuschauer ob einer Klassevorstellung der Gastgeber, dem temporeichen Kombinationsfußball mit dem sprungreduzierten Ball schon begeistert, zumal auch trotz kleiner „Handballtore“ reichlich Treffer zu beklatschen waren. Der schönste nach einem doppelten Slalomtanz um zwei Gegenspieler mit abschließendem Beinschuss von Sebastian Granzow, der sogar „standing ovations“ hervorrief. In der zweiten Halbzeit nahm mit der Leistung der 61er auch dei Stimmung auf den Rängen ab: „Eins bisschen zu lang“, fand die Spielzeit von zweimal 20 Minuten nicht nur im früheren TSD-Trainer und sportlichen Leiter des LTV 61, Felix Langerbein, keinen Freund.

Mit Tempo im Vorwärtsgang: Patrick Klatt gelang gegen die Hagener ein Treffer.

Immerhin aber – unterm Strich konnte sich die Premiere in der Bergstadt durchaus sehen lassen, auch wenn Organisator und 61-Spielertrainer Alex Niedergesäß vom Ergebnis seiner Truppe gegen Hagen nicht gerade begeistert war. Nach souveräner 8:3-Führung hatten sich die dann etwas überheblich wirkenden Gastgeber in den Schlusssekunden vor der Pause noch das vierte Gegentor gefangen.

Nach Wiederbeginn schluderten die 61-Kicker, bei denen Roman Klukowski nach wiederholten Scharmützeln mit zwei Gegenspielern Glück hatte, dass Schiri Liedtke die rote Karte in der Tasche ließ, in der Rückwärtsbewegung. Nach vorne ging’s weiter mit Tempo, nach hinten aber wurden die Beine schwer. Folge: Es wurde noch einmal eng im Spielverlauf, letztlich aber war der verdiente Sieg nicht gefährdet. Und mit dem Erfolg war 61 Futsal Lüdenscheid auch der Gewinner des Tages schlechthin. Weil die Verfolger Lotte und Unna Federn ließen, bauten die 61er (24 Punkte) ihren Vorsprung in der Tabelle auf fünf Zähler vor Bestia Lotte und Futsal Mauritz aus.

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