Futsal

Neuer Gruß vom „Murmeltier“?

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Auch drei Treffer von Redouane El Alami (rechts) halfen den F 61-Futsalern gegen Schwerte nicht.

Lüdenscheid - Die Futsaler von FC 61 Lüdenscheid fühlen sich stark an den „Murmeltiermodus“ erinnert.

Nach bislang souveränem Saisonverlauf droht den Bergstädtern nach einer ebenso klaren wie überraschenden 5:14 (1:6)-Schlappe gegen den FC Schwerte zum dritten Mal das Schicksal, auf dem Weg zum Regionalliga-Aufstieg noch auf der Zielgeraden abgefangen zu werden. 

Am Samstag jedenfalls versagten den Bergstädtern im Duell mit dem einzig verbliebenen Verfolger aus Schwerte die Nerven. Statt erhofften Sechs-Punkte-Polsters liegen beide Teams nunmehr gleichauf mit dem Vorteil des besseren direkten Vergleichs beim FC Schwerte nach dem 9:6-Hinspielerfolg der 61er. 

Die Bergstädter müssen demnach nicht nur die verbleibenden drei Partien gewinnen, sondern auch noch auf Schützenhilfe der Konkurrenz hoffen. Die Gastgeber hatten sich viel vorgenommen, um die Vorentscheidung zu erzwingen, „und genau das könnte der Knackpunkt gewesen sein. 

Ein Kopfkino, das lähmend wirkte“, so die erste Analyse vom enttäuschten Trainer Alex Niedergesäss. Nur beim schnellen Ausgleich durch Franz zum 1:1 konnten die 61er noch auf einen positiven Ausgang hoffen, in der Folge war die Partie schnell gelaufen, erwies sich der Gast als nahezu in allen Belangen als überlegen und zeigte vor allem vor dem Wechsel, dass auch in der Halle konsequente und bissige Defensivarbeit gepaart mit Zweikampfstärke zu entscheidenden Trumpfkarten werden können. 

Ein übriges taten die Lüdenscheider selber: Sie leisteten sich leichtsinnige, zum Teil haarsträubende Abspielfehler – mitunter direkt vor dem eigenen Gehäuse – und öffneten den starken Schwertern damit Tor und Tür. 

Zudem rügte Niedergesäss, der auf der Bank von Younes Kssama unterstützt wurde, auch unfruchtbare Einzelaktionen: „Die Mannschaft habe ich gar nicht wiedererkannt. Die ganze Saison konnten wir locker durchmarschieren, doch nicht gegen diese, bis in die Haarspitzen motivierte Schwerter Mannschaft.“ 

Niedergesäss sah einigermaßen fassungslos, wie sich die Bergstädter selbst demontierten, weil der Biss fehlte, Selbstüberschätzung und Unterschätzung des Gegners und fehlende Disziplin dem Erfolg im Weg standen (drei Gelbe Karten, einmal die Gelb-Rote Karte gegen Vassos wegen Meckerns und Monierens von Schiedsrichter-Entscheidungen).

F 61 Lüdenscheid: Derdak – Netterdon, Klatt, Martyniok, Kssama, Vassos, Franz (1), R. El Alami (3), D. Schneider (1), G. Inchingoli

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