„Die Luft ist noch nicht raus“

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Am Sonntag wollen die Küntroper um Coach Giuseppe Ventimiglia im Heimspiel gegen die SG Herdringen/Müschede ihre Durststrecke beenden.

Küntrop - Fünf Niederlagen in Folge kassierte der SSV Küntrop im Arnsberger Fußball-Kreisoberhaus und befindet sich mit seinen 23 Punkten aus 19 Spielen als Zehnter im Niemandsland der Tabelle. Ist die Luft bei den Rot-Weißen schon raus? „Nein“, sagt Trainer Giuseppe Ventimiglia, „aus meiner Sicht ist die Luft noch nicht raus. Wir haben eine hohe Trainingsbeteiligung von 16 bis 20 Mann, da ist noch Spannung drin.“

Ihren letzten „Dreier“ fuhren die Küntroper am 10. November mit einem 2:1-Auswärtssieg bei KF 2. Korriku Sundern ein, danach folgte ein Remis gegen die „Zweite“ des TuS Sundern und eben jene fünf Niederlagen in Folge. „In den letzten zwei Spielen gegen Bachum/Bergheim und Holzen/Eisborn waren wir gut besetzt, da hat es trotzdem leider nicht gereicht“, sagt Giuseppe Ventimiglia.

Die beiden Niederlagen, die der SSV vor der Winterpause in Hin- und Rückspiel gegen den SV Hüsten 09 II kassierte, möchte „Venti“ derweil nicht überbewerten. Denn während seine Mannschaft zu diesem Zeitpunkt erhebliche personelle Probleme hatte, hatten die Hüstener ihr Team mit Landesliga-erprobten Akteuren aus dem Kader der „Ersten“ aufgerüstet. Hinzu kam das vogelwilde Derby gegen die SG Balve/Garbeck, als die Küntroper aus einem 1:4-Rückstand zunächst eine 5:4-Führung machten – und in den Schlussminuten doch noch mit 5:6 unterlagen. „Fast jeder Fehler, den wir zurzeit machen, wird vom Gegner ausgenutzt“, sagt „Venti“, der in den vergangenen zwei Partien zudem mit ansehen musste, wie seine Mannschaft zwar hochkarätige Torchancen kreierte, diese aber eben nicht nutzte. Die anhaltende Durststrecke der Rot-Weißen, sie ist erklärbar.

Der Zug nach ganz oben ist längst ohne den Vizemeister abgefahren, das Polster auf die Abstiegsränge ist mit elf Punkten noch komfortabel. „Wir spielen jetzt gegen Herdringen/Müschede und Westenfeld. Wenn man diese zwei Spiele verliert, dann hat man ein Problem“, betont der 38-jährige Übungsleiter, der eine klare Vorgabe für die kommenden zwei 90-Minüter hat und von seinen Schützlingen vier Punkte erwartet, damit nach unten tatsächlich nichts mehr anbrennen kann.

Obwohl es sportlich in diesen Tagen nicht rund läuft, fühlt sich Giuseppe Ventimiglia weiterhin pudelwohl beim SSV. „Ich verspüre volles Vertrauen vom Vorstand“, sagt der 38-Jährige. Wie groß die Rückendeckung und auch Wertschätzung für die Arbeit des Cheftrainer ist, wurde in der Winterpause deutlich. Da nämlich einigte sich der Vorstand mit Giuseppe Ventimiglia darauf, die Zusammenarbeit in der Saison 20/21 fortzusetzen. Die Chemie zwischen Vorstand, Trainer und Mannschaft, sie stimmt an der Dinneike.

In der Winterpause und auch in den Wochen danach wurde die Kaderplanung beim SSV für die kommende Saison weit vorangetrieben. Vier externe Spieler haben „Venti“ bereits fest zugesagt, Namen nennen möchte der Küntroper Trainer, der mit fünf, maximal sechs Neuzugängen plant, aber noch nicht. Abgänge wird es an der Dinneike auch geben, nach Stand der Dinge deren vier. Stürmer Kevin De Wall zieht es zum klassengleichen VfB Altena (wir berichteten), Liridon Baliu wechselt laut Ventimiglia zur neuen Saison zum Ligarivalen SG Balve/Garbeck. Noch schwerer aber dürfte der Verlust der Routiniers Dennis Rattelsberger und Matthias Voß wiegen, die beide ihre Laufbahn im Sommer beenden wollen.

Das Gros des aktuellen Kaders aber bleibt zusammen, liegen Ventimiglia reichlich Zusagen vor. Unklar ist noch der Verbleib von Thomas Boulis und von Florent Zejnullahu. Mit beiden Akteuren sollen weitere Gespräche über die sportliche Zukunft folgen.

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