Fußball

Auf Rot-Weiß wartet noch viel Arbeit

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Philip Fischer, dem sich hier Dennis Wiebe entgegenstellt, siegte mit RWL gegen den TuS Ennepe 3:2.

Sieg und Niederlage gab es in zwei Wochenend-Tests für Fußball-Landesligist RW Lüdenscheid. Und es wartet noch viel Arbeit auf die Bergstädter.

Lüdenscheid - Beim Westfalenligisten SV Hohenlimburg 1910 verloren die Rot-Weißen am Samstag mit 1:5. Eine gute Startphase, eine ordentliche Vorstellung in den letzten zehn Minuten, doch die 75 Minuten dazwischen sorgten bei RWL-Cheftrainer Bayram Celik nach dem Schlusspfiff am Samstag für große Nachdenklichkeit. „Das war wenig bis gar nichts“, musste er konstatieren, dass die 1:5-Niederlage beim klassenhöheren Westfalenligisten, der ersatzgeschwächt und nur mit einem 12er-Kader daherkam, auch in der Höhe vollkommen verdient war.

Der Auftakt verlief noch vielversprechend, visierte Benger nach Temelkov-Vorarbeit aber nur den Innenpfosten an (4.). Doch im direkten Gegenzug versetzte Eickelmann den viel zu passiven Besirlioglu, bediente Bernsdorf – 1:0 (5.).

Und fortan dominierte das Erzen-Team, ging früh drauf, stellte im Mittelfeld die Räume gut zu. Konsequenz: RWL hatte schon im Aufbau große Probleme, leistete sich Fehlpass auf Fehlpass. Und auch die langen Schläge auf die Außen Klevno und Benger kamen kaum einmal an, Stoßstürmer Boatey hing gar komplett in der Luft. Dazu kamen Abstimmungsprobleme in der Defensive, Zweikämpfe entschieden die gegnerischen Spieler in der Regel für sich. Dass bis zur Pause nur noch der agile Eickelmann einmal traf, war zwei guten Paraden von Keeper Paraskevopoulos und dem Pfosten zu verdanken, der nach Eickelmanns Schuss für den RWL-Youngster rettete (28.).

Der sah dafür direkt nach dem Wechsel alt aus, als er zu weit vor dem Tor stand und ihn Labarile vom Anstoß aus weg aus gut 50 Metern zum 3:0 überwand. Den Vorsprung bauten die Gastgeber in der Folge nahezu mühelos bis zum 5:0 aus, weil sich Lüdenscheids Gegenwehr weiter in Grenzen hielt.

Und so rückte Celik aus Unzufriedenheit bereits früh von seinem ursprünglichen Plan, die Anfangsformation zumindest 70 Minuten auf dem Feld zu lassen, ab, hatte sein Wechselkontingent schon nach gut einer Stunde ausgeschöpft. Derweil ließ der SVH erst in der Schlussphase – auch kräftemäßig – nach, was der eingewechselte Gutberlet mit einem strammen 18 m-Schuss zumindest noch zum Ehrentor nutzte.

Mühseliges 3:2 gegen TuS Ennepe

Auch tags darauf ließen die Rot-Weißen gegen den Kreisnachbarn und Bezirksligisten TuS Ennepe viele Wünsche offen. Gut aber zumindest für die Moral: Nach 0:2-Pausenrückstand drehten die Gastgeber das Match in der Schlussphase noch gänzlich und gewannen mit 3:2.

Zwar hatte RWL von Beginn an mehr Ballbesitz, ließ aber in den ersten 30 Minuten Ideen und Tempo vermissen. Dennoch sprangen drei gute Möglichkeiten heraus, die allesamt Sattler vergab (18., 25. und 32.). Dann aber zogen die Hausherren gegen lauf- und kampfstarke Schwenker das Tempo an, doch mitten hinein in diese Drangphase fiel das 0:1: Nicht zum ersten Mal gefiel der Gast durch schnelles Umschaltspiel, Klahr ließ Gegenpart Maatalla im 1:1-Duell alt aussehen (38.). J. Brandt hätte per Kopf gar nachlegen können (42.), was erneut Klahr nach einem weiteren Schnellangriff 60 Sekunden später nachholte – 0:2.

Nach dem Wechsel stellte RWL-Trainer Celik hinten auf eine Dreierkette um, und das sorgte zunächst für große Konfusion: Gleich zweimal tauchten Wolf (47.) und Lüttringhaus (53.) komplett frei vor dem Tor auf, zeigten aber Nerven und verzogen. Die Strafe folgte prompt: Keiner fühlte sich für Bonevski zuständig, und der traf aus Nahdistanz zum 1:2 (54.).

Rund 15 Minuten hielt der Gast danach noch ordentlich dagegen, ließ durch Wolf gar eine weitere 100-prozentige Chance aus (71.), ehe RWL dank größerer Kraftreserven immer deutlicher das Kommando übernahm. Scheiterte Temelkov noch an Miekus (73.), so machten es die „Joker“ Zaim und Klevno nach feiner Vorarbeit von Neuke bzw. Benger in der Schlussphase besser, ehe auf der Gegenseite Woitschig mit der finalen Möglichkeit an Paraskevopoulos scheiterte.

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