FK-Söhnchen-Arena

Fußballer des TuS Ennepe freuen sich auf neues Sportlerheim

Zwei Männer vor dem Sportlerheim
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Das Sportlerheim in Schwenke soll barrierefrei werden. Bisher ist die alte Holzbaracke aus den 1960er-Jahren nur über Treppenstufen zu erreichen. Gerd Eicker (2. Geschäftsführer/links) und Kassierer Dr. Bernd Eicker gehören zum Planungsteam, das die Sanierung vorantreibt.

Der TuS Ennepe hat in Lockdown-Zeiten eine Vorfreude - die Vorfreude aufs neue Sportlerheim, dass mit Hilfe des Programms „Moderne Sportstätten 2022“ entstehen soll.

Halver – Still liegt sie da an diesem herrlichen Spätherbsttag, die FK-Söhnchen-Arena in Schwenke. Ein Zustand, der in Zeiten der Corona-Krise alltäglich geworden ist an der Friedrichshöhe. Kein Fußball, kein Breitensport in der kleinen Sporthalle, keine Vorstandsbesprechungen, keine Chorproben. Allenfalls ein paar Wanderer schauen vorbei und nutzen die Rastmöglichkeiten am Dorfplatz. Mehr ist nicht erlaubt in Zeiten von „Lockdown light“ und Kontaktbeschränkungen.

Doch der Blick des in Schwenke ansässigen TuS Ennepe richtet sich längst auf die Zeit nach der Pandemie. Mit Hilfe des Programms „Moderne Sportstätten 2022“ will der rührige Verein die nächsten beiden Schritte in der Entwicklung der gesamten Anlage tun. Dieses Mal im Blickpunkt: das arg in die Jahre gekommene Sportlerheim.

Eigentlich sind Vereinskassierer Dr. Bernd Eicker und Gerd Eicker, seines Zeichens 2. Geschäftsführer, an diesem Tag vor Ort, um dem Dorfplatz ein wenig weihnachtliches Ambiente einzuhauchen. Gerne nehmen sich die „Ur-Enneper“ aber Zeit, um zu erläutern, was mit Hilfe von Landesmitteln und einer Menge Eigenleistung in den kommenden beiden Jahren entstehen soll.

TuS Ennepe freut sich auf neues Sportlerheim

Zwei Projekte sind es, die der TuS-Vorstand im Frühjahr dem federführenden Stadtsportverband vorgestellt hat und die anschließend zusammen mit der Flutlichterneuerung des Nachbarn TuS Grünenbaum als erste priorisiert worden sind. Dass seitdem der See still ruht, sprich noch keine Gelder geflossen sind, beunruhigt Dr. Bernd Eicker nicht sonderlich. Der langjährige Bürgermeister der Stadt Halver weiß, dass die bürokratischen Mühlen in Düsseldorf bisweilen ein wenig langsamer als erhofft mahlen. „Und wir sind ja nicht die einzigen, die Geld beantragt haben“, schmunzelt Eicker.

Wenn die Finanzierungszusagen vorliegen, kann es aber zeitnahe losgehen. In einem ersten Schritt soll der Raum saniert werden, der jetzt noch als Lagerraum für Getränkekisten genutzt und durch ein simples Garagentor abgetrennt wird. Hier entsteht ein Besprechungsraum, in dem beispielsweise die elektronischen Spielberichte der Fußballer ausgefüllt werden.

Das Garagentor wird durch eine Scheibe ersetzt, der Raum energetisch modernisiert – was dringend nötig ist. Rund 28 000 Euro soll diese Maßnahme kosten. Der Verein hat eine 90-prozentige Förderung beim Land beantragt. Zieht sich die Corona-Pandemie nicht zu weit hin, hofft der TuS-Vorstand, die Maßnahme im Laufe des Jahres 2021 beginnen und auch fertigstellen zu können.

„Barrierefreiheit“ ist eines der Zauberworte

Wesentlich umfangreicher ist die Erneuerung des Sportlerheimes an sich. Die alte Holzbaracke, die wohl in den 1960er-Jahren zunächst in Halver gestanden hatte und später in Schwenke wiederaufgebaut wurde, soll verschwinden. Sie hat, das wird bei einer Begehung deutlich, ihre besten Zeiten längst hinter sich. Energetisch ist der Gebäudeteil, der sich an die kleine Sporthalle anschließt schlichtweg ein Euro-Grab, die Verkabelung längst nicht mehr zeitgemäß und – vor allem – für Menschen mit Behinderung gar nicht oder nur schwer zu erreichen. „Barrierefreiheit“, lautet das Zauberwort, das sich der TuS-Vorstand auf die Fahnen geschrieben hat. Um die ebenfalls in die Jahre gekommene WC-Anlage zu erreichen, sind immer Stufen zu überwinden.

TuS Ennepe will selbst 50000 Euro schultern

„Das ist ein echtes Problem“, sagt Gerd Eicker und verweist auf die Sänger des MGV „Germania“ Hohenplanken, die ihre Proben in dem Gebäude abhalten oder all’ jene Menschen, die das Sportlerheim als Wahllokal nutzen. Neue Umkleidekabinen für Gäste-Mannschaften und Schiedsrichter komplettieren das durchaus aufwändige Projekt, das nach Kalkulation des TuS-Vorstandes mit 199 000 Euro zu Buche schlagen soll. 50 Prozent dieser Summe sollen – wenn alles glatt geht – vom Land kommen, 50 000 Euro zudem die Stadt Halver zuschießen.

Den Rest, also knapp 50 000 Euro, will der TuS Ennepe schultern – durch Eigenleistung und Spenden. „Wenn wir realistisch sind, werden wir diesen zweiten Schritt aber erst 2022 gehen können“, sagt Gerd Eicker zum angepeilten Zeitrahmen.

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