Fußball-Zusammenschluss

TSV und TSG Werdohl machen gemeinsame Sache

Logos TSV und TSG Werdohl
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Nach dem Zusammenschluss hat man sich in Werdohl auf das Logo des TSV (links) geeinigt.

Die Idee ist nicht neu, doch jetzt soll es endlich gelingen, die beiden türkischen Fußballvereine aus Werdohl zusammenzuführen. Was bislang immer an persönlichen Interessen gescheitert ist, soll nun möglichst schon zur Saison 21/22 greifen: Aus dem TSV (vormals Eyüpspor) und der TSG (vormals Karadenizgücü) wird der neue TSV Werdohl, der sich in der Tradition des gleichnamigen, ersten türkischen Fußballclubs aus der Stadt an Lenne und Verse sieht. 

Werdohl - Der erste TSV Werdohl schaffte es in den 90er Jahren bis in die A-Liga, verschwand dann aber wieder von der Bildfläche. Über zwei Jahrzehnte bestanden dann Eyüpspor und Karadeniz nebeneinander, spielten zeitweise beide in der A-Liga.

Mikail Kocak, bislang 2. Vorsitzender und Sportlicher Leiter beim TSV, und Tamer Cetin, bislang Vorsitzender der TSG, stellten das Projekt des Zusammenschlusses am Dienstag vor und steckten die Ziele des Vereins ab.„Wir wollen die gemeinschaftlichen Interessen fördern und ab sofort Hand in Hand gehen“, sagt Cetin, der ebenso wie Kocak bereits „viel positives Feedback von den Mitgliedern“ erhalten hat. Geeinigt habe man sich, den Namen TSV zu wählen, „allein schon wegen der Mannschaftsstärke“, sagt Cetin. Seine TSG spielte in der Abbruchsaison 19/20 mit einem Team in der D-Liga, während der TSV drei Seniorenteams in A-, C- und D-Liga unterhielt und überdies drei Jugendmannschaften (zweimal G- und einmal F-Jugend) stellte.

„Vier Seniorenmannschaften werden wir definitiv melden. Das Interesse ist groß“, sagt Kocak. Ausbauen wollen die Werdohler den Nachwuchsbereich. „Wir wollen alles möglich machen für die Kinder, denen durch Corona viel verloren gegangen ist“, sagt Cetin, der sich federführend als Jugendleiter um den Nachwuchs kümmern will. Kocak wird ihn dabei unterstützen.

Schon seit zwei Wochen befinden sich die Minikicker und die F-Jugend bereits wieder im Training, eine dritte G-Juniorenmannschaft ist dabei, sich zu formieren. Geplant ist, auch im E-, D- und C-Juniorenbereich einzusteigen, um auf längere Sicht für die Seniorenteams aus dem eigenen Nachwuchs schöpfen zu können. „Und wir sind angesprochen worden, ob wir nicht auch Mädchenfußball anbieten können, den es zurzeit in Werdohl ja nicht gibt“, sagt Kocak. Genügend Spielerinnen vorausgesetzt, will der TSV auch hier aktiv werden.

Im Fußball kochen alle nur mit Wasser und es wird oft auf fertige Spieler gesetzt. Die Anfänger treten dabei in den Hintergrund. Wir wollen aber auch diese Kinder mitnehmen, sind dabei multikulturell. Jeder ist herzlich willkommen.

Tamer Cetin, Jugendleiter des TSV Werdohl und bisher Vorsitzender der TSG

Die Frage nach den Übungsleitern beantwortet Tamer Cetin: „Trainer haben wir mehr als Mannschaften, es sind auch einige sehr erfahrene darunter.“ Ob in allen geplanten Altersklassen auch Mannschaften gemeldet werden können, muss sich in den kommenden Wochen entscheiden. „Wir warten den Juni noch ab“ sagt Mikail Kocak. Wer Interesse hat, kann seine Anmeldung im Rahmen der Coronaschutzbestimmungen in der TSV-Geschäftsstelle (Neustadtstraße 30b) vornehmen. Diese ist bis zum 30. Juni donnerstags, freitags und samstags von 17 bis 19 Uhr geöffnet. Interessenten können sich auch als Trainer und/oder Betreuer anbieten.

„Im Fußball kochen alle nur mit Wasser und es wird oft auf fertige Spieler gesetzt. Die Anfänger treten dabei in den Hintergrund. Wir wollen aber auch diese Kinder mitnehmen, sind dabei multikulturell. Jeder ist herzlich willkommen“, zeigt sich Cetin offen für alle Mädchen und Jungen.

Langfristig möchte der TSV Werdohl natürlich sportlich erfolgreich sein, gibt sich ambitioniert. Zunächst gelte es aber, „in fünf bis zehn Jahren eine gesunde Basis zu legen. Wir haben Geduld“, betonen die beiden Verantwortlichen. „Wir gehen lieber mit kleinen und sicheren Schritten“, so Cetin abschließend.

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