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Saison 2022/23: FLVW erlaubt fünf Wechsel

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Von: Lars Schäfer

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Bis zu fünfmal darf künftig auf westfälischen Fußballplätzen während eines Pflichtspiels gewechselt werden.
Bis zu fünfmal darf künftig auf westfälischen Fußballplätzen während eines Pflichtspiels gewechselt werden. © Meyrich, Axel

„Schiri, ich möchte bitte wechseln.“ Dieser oder ein so ähnlich formulierter Satz dürfte auf den westfälischen Fußballplätzen in der Saison 2022/23 von den Trainerbänken noch öfters zu hören sein als bisher.

Märkischer Kreis - Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) wird künftig das Wechselkontingent erhöhen und fünf anstatt der bisherigen vier möglichen Einwechslungen erlauben. Einstellen müssen sich Teamoffizielle zudem auf eine weitere Änderung. Wird ein Trainer oder ein anderer Teamoffizieller vom Schiedsrichter mit einer Roten Karte des Innenraums verwiesen, führt dieses Vergehen nun automatisch zu einer Sperre für das nächstfolgende Spiel.

Persönliche Strafen für Teamoffizielle nach Innenraumverweis

Zu den Fakten: In der Rechts- und Verfahrensordnung des Westdeutschen Fußballverbandes (WDFV) zum offiziellen Saisonstart am 1. Juli sind die „persönlichen Strafen gegen Teamoffizielle“ unter Paragraf 8a geändert worden. Wird ein Teamoffizieller, beispielsweise der Trainer oder die Trainerin, „vor, während oder nach dem Spiel“ mit einer Roten Karte des Innenraums verwiesen, führt dieses Vergehen „zu einer automatischen Sperre für das nächstfolgende Spiel.“ Weiter heißt es im Paragrafen 8a: „Die Spielleitende Stelle leitet unverzüglich ein Verfahren vor dem zuständigen Sportgericht ein. Geringfügigere Vergehen, die der Schiedsrichter mit einer Verwarnung (Gelbe Karte) ahndet, führen nicht zu weitergehenden Konsequenzen; allerdings ist mit der zweiten Verwarnung im selben Spiel (Gelb-Rote Karte) der Innenraumverweis für die restliche Spieldauer verbunden.“

Während die persönlichen Strafen gegen Teamoffizielle damit schon Fakt sind, ist die Regel, künftig fünf statt vier Spielerwechsel vornehmen zu können, noch nicht im Regelwerk verankert. Aber sie wird kommen, weil es sich nur noch um eine Formalität handelt. Die Ausnahmeregelung unter Paragraf 45 (Spielerwechsel) der Spielordnung des WDFV soll in den kommenden Tagen verlängert werden. In der Ausnahmeregelung, die wegen der Corona-Problematik eingeführt worden ist, heißt es noch: „Bei allen Pflichtspielen dürfen während der gesamten Spieldauer vier Spieler ausgewechselt werden. Dieser Austausch ist an keine Voraussetzung gebunden. Ein bereits ausgewechselter Spieler darf nicht mehr ins Spiel zurückkehren. Die eingewechselten Spieler sind nach dem Spiel ordnungsgemäß in das Spielberichtsformular einzutragen. Ein des Feldes verwiesener Spieler darf nicht ersetzt werden. Die Landesverbände können für den Bereich der Kreisligen und Frauen-Bezirksligen ein wiederholtes Ein- und Auswechseln von Spielern zulassen. Für die Spielzeit 2021/2022 gilt: Die Landesverbände können für ihren Zuständigkeitsbereich in Durchführungsbestimmungen beschließen, die Anzahl der Auswechselungen auf fünf Spieler festzulegen.“

Während der Fußballverband Niederrhein von dieser Möglichkeit Gebrauch machte, zur Saison 21/22 seine Durchführungsbestimmungen änderte und so wegen der Corona-Pandemie fünf Wechsel pro Team ermöglichte, verzichtete der FLVW auf diese Möglichkeit. Zur am 1. Juli begonnenen Saison 22/23 aber wird der FLVW nachziehen. Der Verbands-Fußball-Ausschuss (VFA) des FLVW wird in seinen nächsten Durchführungsbestimmungen mit aufnehmen, dass ab der Saison 2022/2023 fünf Auswechselungen statthaft sind. Das bestätigte die Stabsstelle Kommunikation des FLVW am Montag auf Nachfrage unserer Zeitung. Die Regeländerung, über die das Fußball-Portal match-day.de als erstes berichtet hatte, wird kommen.

Keine Wechselfenster wie in der Bundesliga

Im Gegensatz zur Bundesliga, in der fünf Auswechslungen in maximal drei Spielunterbrechungen erlaubt sind, soll es nach Informationen unserer Zeitung auf Amateurebene keine dieser Wechselfenster geben. Sprich: Gewechselt werden kann nicht nur in maximal drei Spielunterbrechungen, sondern es kann während der Partie fünfmal pro Team je ein Spielerwechsel vorgenommen werden.

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