Fußball-Westfalenpokal

TuS Langenholthausen schnuppert an der Sensation

TuS Langenholthausen - SV Lippstadt 08
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Langenholthausens Kapitän Dominik Beutler (links) im Zweikampf mit dem Lippstädter Luca David Kerkemeyer.

Gut 300 Zuschauern wollten am Mittwochabend am Düsterloh den SV Lippstadt 08 sehen. Und sie wollten sehen, wie sich der gastgebende Landesligist in der 2. Pokalrunde auf Westfalenebene gegen den Regionalligisten schlägt. Keine Frage, die Anhänger des TuS Langenholthausen wurden nicht enttäuscht und mussten trotz der am Ende deutlichen 2:6 (1:0)-Niederlage nicht traurig nach Hause gehen.

Langenholthausen - Bis auf die Schlussphase, in der die Konzentration nachließ, zeigte das Team von Trainer Uli Mayer eine Klasseleistung. „Ich bin stolz auf meine Mannschaft“, sagte der Coach nach dem Abpfiff. Er hatte wie alle in der Arena eine erste Halbzeit ohne eine einzige klare Lippstädter Torchance gesehen. Der TuS war engagiert, lauffreudig, verschob geschickt, scheute keinen Zweikampf und wagte sich immer, wenn es möglich war, nach vorne. Bastian Horch im Langenholthauser Kasten wurde kaum geprüft, das Lippstädter Pressing verpuffte, weil Schröder und Apolinarski mit Ruhe am Ball agierten und überlegt aufbauten. Und wenn der TuS das Tempo anzog, wackelte der Favorit. So in Minute 23, als Kapitän Beutler von rechts flankte und Tim Rademacher zum 1:0 einköpfte – eine verdiente Führung zur Pause.

Dieses Niveau zu halten, würde schwierig werden, das war jedem Langenholthauser klar. Lippstadt erhöhte nach Wiederbeginn den Druck, Horch vereitelte die erste dicke Chance für Steinfeldt, boxte die Kugel aus dem kurzen Eck (47.). Zwei Minuten später aber war es soweit: Der Ball wurde gut zu Steinfeldt durchgesteckt, Horch verschätzte sich beim Herauslaufen und wurde überlupft – 1:1. Jetzt dominierte der Gast, tat sich Langenholthausen schwer, an die zweiten Bälle zu kommen. Klasse, wie Ryoya Ito die Kugel erst abschirmte und dann flach einschob, das Spiel war gedreht (56.).

Uli Mayer brachte nun den angeschlagenen De Luca und „Gian-Ma“ erfüllte die Erwartungen. Geschickt ging er im Strafraum in den Zweikampf und dann zu Boden. Schiedsrichter Maibaum pfiff Elfmeter, den Robin Hoffmann zum 2:2 verwandelte (69.). Der TuS wollte mehr, doch als Haarmann wegrutschte, startete Lippstadt den Überzahlkonter und schloss durch Mika zum 2:3 ab (74.). Rademacher hätte beinahe noch das 3:3 geköpft (80.), dann ging’s dahin. Mika komplettierte seinen Hattrick (82./88.), Evers (90.) setzt den Schlusspunkt.

Die Statistik zum Spiel

TuS: Horch – Schröder, Apolinarski, Arf, Schmerbeck, Hoffmann, Beutler (58. De Luca), Haarmann, Kessler (81. Diehl), Clement (90.+1 Kaminski), Rademacher

SV 08: Ackermann – Schielke, Evers, Schlüsselburg, Kerkemeyer, Vogler, Costa Rebelo (73. Maiella), Heimann, Ito (68. Matter), Mika, Steinfeldt (77. Karimani)

Schiedsrichter: Fabian Maibaum (Hagen)

Tore: 1:0 (23.) Rademacher, 1:1 (49.) Steinfeldt, 1:2 (56.) Ito, 2:2 (69./Foulelfmeter) Hoffmann, 2:3 (74.) Mika, 2:4 (82.) Mika, 2:5 (88.) Mika, 2:6 (90.) Evers

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