Fußball-Oberliga

Schweres Los für den RSV - und eine unglaubliche Nachricht aus Ostwestfalen

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Westfalenpokal-Auslosung in Kaiserau: Unser Bild zeigt die Vertreter der vier Halbfinalisten (ganz links Serkan Kabasakal, Geschäftsführer des RSV Meinerzhagen) an der Seite von Pokalspielleiter Klaus Overwien (Vierter von links) und „Glücksfee“ Stefan Schmal (Dritter von links).

Meinerzhagen/Kaiserau - Die Spannung im Raum Wembley des SportCentrums Kaiserau war fast mit den Händen zu greifen, und ziemlich genau um 18.30 Uhr machte sich die „Glücksfee“ am Montagabend ans Werk. Bei der Auslosung zum Halbfinale des Westfalenpokals bescherte Stefan Schmal, Repräsentant des Wettbewerbssponsors Krombacher, dem RSV Meinerzhagen zwar ein Heimspiel, aber auch das schwerstmögliche Los.

Voraussichtlich am 25. März oder 1. April trifft der heimische Fußball auf den Regionalliga-Tabellenführer SV Rödinghausen. Im zweiten Vorschlussrundenspiel hat Oberligist SV Schermbeck Heimrecht gegen das Landesliga-Spitzenteam der SpVg. Hagen 11. Final terminiert sein werden die Halbfinals gegen Ende dieser Woche. Wo im Rahmen des „Finaltags der Amateure“ am 23. Mai das Westfalenpokal-Endspiel stattfinden wird, entscheidet sich, wenn die Halbfinalbegegnungen absolviert sind. Aufgrund des geplanten Tribünenbaus kommt das Meinerzhagener Stadion an der Oststraße eher nicht in Frage. Unser Bild zeigt die Vertreter der vier Halbfinalisten (ganz links Serkan Kabasakal, Geschäftsführer des RSV Meinerzhagen) an der Seite von Pokalspielleiter Klaus Overwien (Vierter von links) und „Glücksfee“ Stefan Schmal (Dritter von links).

Eine andere Nachricht aus Ostwestfalen lässt die Fußballherzen in Meinerzhagen höher schlagen: Der SC Wiedenbrück, Tabellenführer der Oberliga, will im Falle eines Falles auf den Aufstieg verzichten. Dies gab der Verein nun bekannt. Der RSV Meinerzhagen und Rot-Weiß Ahlen, die in Konkurrenz zu Wiedenbrück um die zwei Aufstiegsplätze kämpfen, haben damit nun beste Karten, den Sprung in die vierthöchste Spielklasse im Saisonendspurt zu schaffen. 

„Nach reiflicher Überlegung hat der Vorstand des SC Wiedenbrück entschieden, beim Westdeutschen Fußballverband keinen Antrag auf Zulassung zur Regionalliga für die Saison 2020/21 zu stellen“, heißt es in der offiziellen Verlautbarung des SC Wiedenbrück, „dem Vorstand ist bewusst, dass diese Entscheidung angesichts der aktuellen Tabellenführung unserer Mannschaft in der Oberliga Westfalen erklärungsbedürftig ist.“

Das Gefühl, Regionalliga-Fußball werde in Wiedenbrück nicht angenommen

Es heißt, dass für die einen erheblichen finanziellen Aufwand erfordernde Regionalliga eine mittelfristige Garantie für die Verantwortlichen des Vereins und den Sponsorenkreis nicht darstellbar sei. Es gebe warnende Beispiele aus der Regionalliga, die zeigen, wohin es führen kann, wenn man trotz fehlender Absicherung das Wagnis eingehe. „Das ist nicht die Art von solidem und seriösem Wirtschaften, wie es der Verein SC Wiedenbrück und die ihn tragenden Personen über Jahre hinweg im Sport und im Geschäftsleben nachhaltig praktiziert haben“, heißt es in der Erklärung weiter. 

Trotz zahlreicher Anstrengungen habe die intensive Suche nach wirtschaftlichen Unterstützern sowie potenziellen Nachfolgern für die Besetzung von Vorstandsposten nicht den gewünschten Erfolg gezeigt. Zum anderen stelle sich für den Vorstand des SC Wiedenbrück im Zusammenhang mit dem Regionalligaantrag die Sinnfrage. Nachlassende Zuschauerzahlen, bescheidene Stimmung im Stadion, ausbleibende Unterstützung aus Bürgerschaft und Wirtschaft – beim SCW habe man das Gefühl, dass das Angebot des Vereins, Regionalligafußball in Wiedenbrück anzubieten, nicht angenommen werde.

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