„Vergesst das Hinspiel!“

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Beim 3:2-Sieg des RSV Meinerzhagen in Erkenschwick sorgte Ewald Platt (links) für die frühe 1:0-Führung.

Meinerzhagen - An das Hinspiel beim DSC Wanne-Eickel im August 2018 denken Spieler und Verantwortliche des RSV Meinerzhagen gerne zurück. Erstmals seit 45 Jahren gastierten die Blau-Weißen wieder zu einem Meisterschaftsspiel im Ruhrgebiet, und mit dem 4:1-Erfolg bei einem als Aufstiegsanwärter gehandelten Gegner setzte Aufsteiger RSV sein erstes Ausrufezeichen in der Fußball-Westfalenliga.

Am Sonntag nun treffen die Meinerzhagener erneut auf die Kicker aus dem Herner Ortsteil, diesmal auf eigenem Kunstrasen im Stadion an der Oststraße. Und für das zweite Duell mit dem einstigen Zweitliga-Klub gibt das Meinerzhagener Trainerteam seinen Schützlingen eine klare Botschaft mit auf den Weg. Die da lautet: „Vergesst das Hinspiel – das Spiel am Sonntag wird komplett anders!“

Das hat im Wesentlichen zwei Gründe. So hat sich der DSC nach einer Hinrunde, in der er seine Ambitionen auf einen Spitzenplatz nicht zu untermauern wusste, wieder gefangen und als Ziel für die zweite Saisonhälfte ausgegeben, noch einmal oben anzugreifen – und „dafür müssen wir eine ultrastarke Rückrunde spielen“, weiß Holger Flossbach, der am Saisonende scheidende Trainer des derzeitigen Tabellenvierten.

Vor allem aber spielt natürlich das schon angesprochene Hinspiel eine Rolle. „Die Wanne-Eickeler werden am Sonntag schon allein deshalb hochmotiviert sein“, sagt RSV-Coach Marco Sadowski in dem Wissen, dass der Gegner bestrebt sein wird, nicht noch einmal einen solchen Nachmittag wie vor sechs Monaten zu erleben, als er mit dem letztlichen 1:4 sogar noch gut bedient war.

Gespannt sein darf man, welche Taktik die Wanne-Eickeler an der Oststraße wählen werden. „Ich hoffe natürlich, dass sie mitspielen werden“, formuliert Sadowski seine Wunschvorstellung. Doch vor einem halben Jahr ging das DSC-Ansinnen, dem RSV offensiv zu begegnen, mit Anlauf daneben. Deshalb wäre es nicht unbedingt überraschend, wenn die Gelb-Schwarzen diesmal eher auf das Stilmittel Abwehrbeton setzen würden – zumal der jüngste 3:0-Sieg gegen YEG Hassel auch nicht aus Hurra-Fußball resultierte.

Doch egal, ob der Gegner stürmt oder mauert – nach einer guten Trainingswoche regiert im Meinerzhagener Lager der Optimismus. „Die Jungs sind gut drauf und freuen sich auf Sonntag – und wir als Trainerteam genauso“, betont Marco Sadowski.

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