Fußball-Westfalenliga

Die "positiv verrückten Wochen" des RSV Meinerzhagen

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Ein kleines Fragezeichen steht beim RSV Meinerzhagen noch hinter dem Einsatz des angeschlagenen Tim Treude (rechts).

Meinerzhagen – Des einen Freud’, des anderen Leid: Während Fußball-Westfalenligist RSV Meinerzhagen vom Rückzug des TSV Marl-Hüls profitiert hat und seinen Rückstand auf Tabellenführer TuS 05 Sinsen nicht nur, aber eben auch wegen der TSV-Insolvenz verkürzen konnte, erlebte der sonntägliche RSV-Gegner Kirchhörder SC die Kehrseite der Medaille.

Zwei Kirchhörder Siege über Marl-Hüls standen zum Zeitpunkt des Rückzugs zu Buche – macht nun sechs Punkte weniger in der aktuellen Tabelle. Aus einem Team, das sich als Tabellen-14. im Abstiegskampf auf einem guten Weg wähnte, ist von jetzt auf gleich das Liga-Schlusslicht geworden. Rückstand zum ersten Nichtabstiegsplatz: fünf Zähler. Am Sonntag (15 Uhr, Stadion Oststraße) treffen RSV und KSC im direkten Duell aufeinander.

„Das waren schon verrückte Wochen: Aus unserer Sicht natürlich positiv verrückt“, blickt RSV-Trainer Marco Sadowski zurück auf jene Tage, die sein Team quasi mit einem Schlag zurück katapultiert haben in den Titelkampf. „Auf die Sache mit Marl haben wir ja nunmal keinen Einfluss, aber man muss auch sehen, dass wir sportlich einen großen Schritt nach vorne gemacht haben“, spricht Sadowski aktuell von einer „ausgezeichneten Stimmung“ im Team.

Hohe Leistungsdichte in der Liga

Der Sieg im Spitzenspiel beim TuS Sinsen – keine Frage, ein Ausrufezeichen. Aber auch das 4:1 der Vorwoche bei „Kellerkind“ SV Horst-Emscher ordnet Sadowski nicht nur als selbstverständlichen Pflichtsieg ein. „Die Liga ist vom Leistungsniveau her unheimlich eng. Ob Du gegen den Tabellendritten oder -elften spielst, ist letztlich egal. Da spielen nur Nuancen eine Rolle.“

Und so verwundert es nicht, dass das RSV-Trainerteam im Vorfeld der Partie gegen den Kirchhörder SC nicht müde wird, auf das psychologische „Unterschätzungspotenzial“ hinzuweisen, das ein flüchtiger Blick aufs Klassement beinhaltet. Zweiter gegen Letzter – eine klare Sache? Von wegen. „Das Hinspiel ist Warnung genug“, sagt Sadowski in der Rückschau auf den recht mühsamen 1:0-Erfolg vom September vergangenen Jahres auf dem Sportplatz Kobbendelle in Dortmund. Andreas Spais hatte seinerzeit relativ spät das „Tor des Tages“ erzielt. 

Tim Treude angeschlagen

Wie dem auch sei: Die RSV-Coaches erwarten einmal mehr einen mit Mann und Maus verteidigenden Gegner und entsprechend enge Räume. Gleichwohl ist das Vertrauen ins eigene Team groß. „Keiner unserer Jungs wird das Ding auf die leichte Schulter nehmen. Außerdem haben wir von den letzten vier Heimspielen drei verloren – diesen Trend müssen wir zügig korrigieren“, so Sadowski, der mit seinem Kollegen Mutlur Demir zusammen kaum personelle Probleme hat. Julian Jakobs ist noch gesperrt, Tim Treude leicht angeschlagen. Eren Bilgicli, der zuletzt erfolgreich in der Reserve ausgeholfen hatte, kehrt ins Aufgebot zurück.

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