Fußball-Westfalenliga

Mutlu Demir vor Hordel-Heimspiel: "Wir sind den Druck gewöhnt"

+
Der RSV Meinerzhagen trifft am Sonntag im Heimspiel auf Hordel.

Meinerzhagen – Eigentlich ist alles ganz einfach. Fußball-Westfalenligist RSV Meinerzhagen gewinnt die vier noch ausstehenden Meisterschaftsspiele gegen DJK TuS Hordel (Sonntag, 15.30 Uhr, Stadion Oststraße), Lüner SV (6./H), BSV Schüren (13./A) und BV Westfalia Wickede (11./H) und schon sind Meisterschaft und Aufstieg perfekt.

Die Verfolger TuS 05 Sinsen und SG Finnentrop/Bamenohl könnten quasi spielen wie sie wollen, an den Blau-Weißen kämen sie wegen der deutlich besseren Meinerzhagener Tordifferenz wohl nicht mehr vorbei. Klingt einfach. Ist es aber nicht. 

Oder doch? „Spiele werden im Kopf entschieden“ – diese gängige Formulierung aus der Sportpsychologie dürfte auf den Titeldreikampf in diesem Jahr mehr denn je zutreffen. Spätestens jetzt gilt für die beteiligten Teams: Jeder Ausrutscher, und sei es nur ein Unentschieden, kann gleichbedeutend mit dem Aus im Titelkampf sein. Mehr Druck geht kaum. „Natürlich ist der Druck groß“, sagt RSV-Trainer Mutlu Demir deshalb im Vorfeld der Partie gegen den Tabellenzwölften. 

Aber zum einen gelte das nicht nur für den RSV und zum anderen „können wir damit besser umgehen als die Konkurrenz, weil wir diesen Druck schon seit vier Jahren haben.“ Demir berichtet in diesem Zusammenhang von einer Trainingswoche beim RSV, die geprägt gewesen sei von Gelassenheit – trotz des 1:1-Remis beim FC Lennestadt am Ostermontag und gleichzeitigen Siegen der Konkurrenz aus Sinsen und Finnentrop. 

„Wenn Du zwei Minuten vor dem Ende nach der ersten Ecke des Spiels gegen uns den Ausgleich bekommst, dann hast Du eben kaum noch Zeit, um zu reagieren“, so Demir, der der Mannschaft „überhaupt keinen Vorwurf machen“ will. Obwohl: einen kleinen vielleicht. „Wenn wir unsere Torchancen angemessen verwerten, dann gibt es das Problem am Ende gar nicht. Aber auch das ist kein echter Vorwurf, denn wir haben uns die Chancen ja erspielt...“ 

In der Tat klingt das, was Mutlu Demir sagt, ziemlich entspannt und letztlich sind die äußeren Umstände auch dazu angetan, diese Gelassenheit zu unterstützen. Von den vier noch ausstehenden RSV-Begegnungen finden drei vor eigenem Publikum statt. Zudem ist der Kader gut gefüllt – am Sonntag gegen Hordel werden nur der mittlerweile aber schon wieder ins Training zurückgekehrte Johannes Focher und Urlauber Musa Sesay fehlen – und sind die noch ausstehenden Gegner keine ganz großen Kaliber mehr, deren Spielweise sich zudem ähneln dürfte. Tief stehen, auf Konter lauern, auf Meinerzhagener Ungeduld hoffen. 

„Hordels Offensive ist eine der besten der Liga“, nennt Demir mit Blick auf die morgige Partie eine Besonderheit. „Da wird es für uns ganz besonders wichtig, bei Ballverlusten eine Top-Rückzugsphase hinzulegen.“ Ansonsten, so der Coach, gelte das, was so häufig in den vergangenen Monaten gegolten habe. „Ein vergleichsweise frühes Tor wäre schön, aber wenn das nicht klappt, ist es auch kein Beinbruch. Wir haben 90 Minuten Zeit und die Meisterschaft in den eigenen Händen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare