Fußball-Westfalenliga

Eine offene Rechnung aus dem Oktober

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Das Hinspiel im Gelsenkirchener Norden verlor Andreas Spais (rechts) mit dem RSV. Am Sonntag soll die Revanche gelingen.

Meinerzhagen – Sechs Spiele warten noch auf den RSV Meinerzhagen in der Fußball-Westfalenliga. Sechs Spiele und ein großes Ziel, denn wenn sich der RSV im Fernduell mit Sinsen und Finnentrop schadlos hält, könnte im Mai die nächste Aufstiegsfeier an der Oststraße warten. Der Traum von der Oberliga lebt nach den jüngsten Entwicklungen wieder im oberen Volmetal, er lebt sogar mehr denn je.

Nun ist nicht davon auszugehen, dass der Hauptrivale aus Sinsen dem RSV schon am Sonntag in Schüren den Gefallen tut, Federn zu lassen. Umso wichtiger ist es für das Sadowski/Demir-Team, selbst „die Hausaufgaben“ (O-Ton Marco Sadowski) zu machen. Drei Punkte gegen YEG Hassel (Anstoß Sonntag, 15.30 Uhr, Oststraße) sind mithin Pflicht, doch das sagt sich so leicht. Die Partie gegen den Tabellensiebten aus dem Gelsenkirchener Norden ist kein Selbstläufer, auch wenn die Schützlinge von Trainer Hakan Karabal zuletzt zwei für sie eher unerwartete Niederlagen (1:5 gegen Iserlohn, 1:2 in Wiemelhausen) hinnehmen mussten. 

Oder vielleicht doch? „Eine südländische Mentalität gepaart mit deutscher Disziplin – das macht sie aus“, sagt RSV-Coach Mutlu Demir, „das ist eine Mannschaft, die mitspielen will, anders als viele andere. Das macht die Aufgabe interessant. Im Hinspiel haben wir das nicht so gut gelöst.“ Das Hinspiel Mitte Oktober, es brachte die erste Niederlage der Saison für den RSV in der Westfalenliga. 2:4 verloren die Meinerzhagener im Ruhrpott. Seinerzeit waren der RSV und YEG noch Rivalen im Titelkampf. Das hat sich gegeben. 

Hakan Demir muss ersetzt werden

Und nun? Die Mentalität des Gegners, die Grundausrichtung und auch der Stachel der Hinspielniederlage – all das spricht für den Spitzenreiter, denn zum einen wird das RSV-Team den Gast auf keinen Fall unterschätzen, zum anderen wartet wohl kein Gegner, der hinten Beton anrühren wird, also kein neuerliches Geduldsspiel. Wenn Mutlu Demir davon spricht, dass „die etwas vorhaben werden, wenn sie nach Meinerzhagen kommen“, dann denkt Demir nicht zuerst an eine völlige Abkehr vom YEG-Grunddrang, selbst nach vorne zu spielen und Tore zu schießen. Ganz im Gegenteil. 

„YEG hat viele gute Individualisten, aber die haben wir auch. Bangemachen gilt nicht“, sagt Marco Sadowski und fordert wie sein Trainerkollege Demir die drei Punkte – auch wenn Hakan Demir (Gelbsperre) fehlt, Treude und Zejnullahu angeschlagen sind. Das Gros des Kaders ist bereit für die nächsten kniffligen Aufgaben. „Die Meisterschaft, sie wird im Mai entschieden“, sagt Mutlu Demir, „aber im April müssen wir sehen, dass wir auf Schlagdistanz bleiben, dass wir keine Punkte liegen lassen.“ Vor dem Spiel am Sonntag ist da auch Sinsen eine gute Warnung und Mahnung: Der Hauptrivale kam Ende Februar gegen die Kicker aus Hassel nicht über ein 0:0-Unentschieden hinaus. 

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