Fußball-Westfalenliga

RSV meldet sich eindrucksvoll zurück

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Nichts auf die Mütze gab es in Sinsen für Trainer Mutlu Demir und den RSV Meinerzhagen.

Marl – Im Top-Spiel der Fußball-Westfalenliga hat sich der RSV Meinerzhagen mit einer ganz starken Leistung zurückgemeldet: Mit 3:0 (2:0) gewannen die Volmestädter am Donnerstagabend beim TuS 05 Sinsen und schöpfen trotz des mit nun acht Punkten immer noch beträchtlichen Rückstands auf den Spitzenreiter wieder leise Hoffnung im Titelkampf.

Vor der stattlichen Kulisse von rund 600 Zuschauern in Sinsen war der RSV von der ersten Minute an hellwach. Gallig und aggressiv präsentierten sich die Gäste, schnupperten schon nach acht Minuten bei Bengschs Linksflanke auf Kandziora am 0:1. Drei Minuten später war’s dann passiert: Nach einem Rückpass der Sinsener auf Torwart Jürgens lief der starke Berlinski den Keeper an, was diesen derart verunsicherte, dass er den Torjäger anschoss – von Berlinskis Bein prallte der Ball zur Führung ins Netz. 

Und die Meinerzhagener setzten nach und hatten Pech, als Kandzioras Pass in die Mitte keinen Abnehmer fand (21.). Erst nach etwa 25 Minuten kam Tabellenführer TuS 05 Sinsen endlich einigermaßen gefährlich in Tornähe. Engels Flanke senkte sich gefährlich gen Torwinkel, doch RSV-Schlussmann Langwald war in dieser Szene ebenso auf dem Posten wie bei Goeckes Kopfball im Anschluss an die nachfolgende Ecke (27.). Das Spiel wurde offener, aber die Gäste blieben Chef im Ring. Das spiegelte sich kurz vor der Pause darin wider, dass Gräßer zum 0:2 abstaubte. Vorausgegangen war ein Pass von Kandziora in die Mitte, den die Sinsener nicht aus der Gefahrenzone bekamen (44.). 

Wurm macht den Deckel drauf

Wer nach Wiederbeginn mit einem vehementen Ansturm des Tabellenführers gerechnet hatte, sah sich getäuscht. Der TuS machte zwar Druck, die aufmerksame RSV-Defensive geriet jedoch nicht ins Wanken. Auch nach 56 Minuten, als sich Jakobs wegen vermeintlicher Gegenspielerbeleidigung die Rote Karte einhandelte, nicht. Selbst mit zehn Mann hatten die Meinerzhagener die besseren Chancen, und nach zwei, drei nicht bis zum Ende ausgespielten Konterchancen folgte in der 71. Minute schließlich die Entscheidung. Treude steckte durch auf Berlinski, gegen den Jürgens nur noch die Notbremse ziehen konnte – Wurm verwandelte den folgenden Foulelfmeter zum 0:3. 

Der Rest war ein Schaulaufen des RSV, das noch zwei Mal dadurch unterbrochen wurde, dass Sinsener Anhänger Bengalo-Fackeln zündeten. Angesichts der zu erwartenden Strafe dürfte dem TuS 05 von der stattlichen Zuschauereinnahme nicht allzu viel übrig bleiben... 

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