Fußball-Westfalenliga

RSV: Spitzenreiter für zwei Nächte

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Nik Kunkel (rechts, hier im Zweikampf Kevin Meckel) ging am Freitagabend am Iserlohner Hemberg auf tiefem Geläuf weite Wege – und wurde belohnt: Der RSV eroberte im MK-Derby die Westfalenliga-Spitze.

Iserlohn – Zumindest für zwei Nächte hat der RSV Meinerzhagen die Tabellenspitze der Fußball-Westfalenliga 2 übernommen. Im MK-Derby beim FC Iserlohn landeten die Volmestädteram Freitagabend einen hart erkämpften 3:1 (2:1)-Sieg.

Auf dem tiefen Naturrasen des Hemberg-Stadions, der den Akteuren kräftemäßig einiges abverlangte, erwischte der RSV einen Traumstart: Bereits in der vierten Spielminute brachte der Ex-Iserlohner Gräßer die Gäste an alter Wirkungsstätte in Führung. Vorausgegangen waren ein Diagonalpass von Kunkel und eine Kopfballablage von Bengsch. In der Folge entwickelte sich ein offenes Duell, in dem der FCI durch Zottl (8.) und Schmerbeck (12.) Chancen zum Ausgleich hatte. 

Die größere Effizienz bewiesen auf der anderen Seite indes die Meinerzhagener: Nach 22 Minuten steckte Gräßer auf Berlinski durch, und der Torjäger markierte aus spitzem Winkel das 0:2. Doch Iserlohn wirkte nicht geschockt, sondern antwortete mit seiner bis dahin größten Gelegenheit – nur gut für den RSV, dass Torwart Langwald Zottls Direktabnahme reaktionsschnell um den Pfosten lenkte (28.). Zehn Minuten später hatte Gräßer dann bei einem Konter gar das 0:3 auf dem Fuß, scheiterte indes an FCI-Keeper Dreesen. 

Stattdessen stellten die Platzherren in der 41. Minute den verdienten Anschluss her, weil sie nach einem Ballverlust der Meinerzhagener schnell umschalteten und Beilfuß Meckels Linksflanke per Kopf verwertete. 

Spätestens nach dem Seitenwechsel entwickelte sich dann ein für die Meinerzhagener eher untypisches Spiel. Am Drücker waren jetzt praktisch nur noch die Waldstädter, die der RSV-Defensive reichlich Arbeit bereiteten. Allerdings versah diese ihren Dienst gut, klare Einschusschancen vermochten sich die Iserlohner nicht zu erspielen. So zischte Enzmanns Schuss am Tor vorbei (61.), war ansonsten immer wieder noch ein RSV-Abwehrbein dazwischen. Dass es dennoch bis zum Ende eng blieb, lag daran, dass sich der Aufstiegsanwärter zu selten aus der Umklammerung des FCI befreien konnte. 

Entscheidung erst in der Nachspielzeit

In der Mittelfeldzentrale machte sich das Fehlen des verletzt ausgefallenen Treude bemerkbar, und in der Schlussviertelstunde trug der RSV dem gegnerischen Druck mit der Einwechslung Buchwalders als drittem Innenverteidiger Rechnung. Die Entscheidung am Hemberg fiel erst in der Nachspielzeit, als sich Bilgicli rechts durchsetzte und Berlinski das 1:3 auflegte. Der Rest waren Jubel auf der Meinerzhagener Bank und der über 50 Mann starken RSV-Fankolonie. 

„Das war ein hartes Stück Arbeit. Uns wird immer nachgesagt, wir seien Schönspieler, aber heute haben wir gezeigt, dass wir auch die andere Seite zeigen können“, bilanzierte RSV-Kapitän Julian Jakobs.

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