Fußball-Westfalenliga

Beim RSV wird wieder gerechnet

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Der RSV will auch im Gelsenkirchener Westen jubeln.

Meinerzhagen – Seit dem triumphalen 3:0-Sieg beim Tabellenführer am Donnerstagabend rechnen die Anhänger des RSV Meinerzhagen wieder. Die Arithmetik kreist um die schlichte Frage, wo der TuS 05 Sinsen in den letzten zehn Spielen noch Punkte einbüßen könnte, damit es für den RSV doch noch zum Sprung auf Platz eins der Fußball-Westfalenliga reicht. Immerhin: Nach dem vorzeitigen Rückzug des insolventen TSV Marl-Hüls beträgt der Meinerzhagener Rückstand auf den Spitzenreiter nur noch sechs Zähler.

Von diesen Rechenspielchen hält Mutlu Demir allerdings nur wenig: „Wir schauen von Spiel zu Spiel – wir müssen unsere Hausaufgaben machen und sollten uns nicht allzu sehr mit der Tabelle beschäftigen“, lautet das Credo des Meinerzhagener Trainers, der nach eigenem Bekunden derzeit sowieso eher auf die Konkurrenten im Rennen um den zweiten Platz als auf den Liga-Primus schielt. 

Klar ist allen Beteiligten ohnehin: Grundlage aller Rang eins betreffenden Überlegungen ist nach dem verpatztem Start in die Rückrunde eine Siegesserie. Oder anders formuliert: Nimmt der RSV jetzt nicht den Schwung und die Euphorie vom Donnerstagabend mit, ist alles Makulatur. Knapp 20 Kilometer von dort, wo die Meinerzhagener vorgestern dem Westfalenliga-Spitzenreiter zum zweiten Mal in dieser Saison in die Schranken wiesen, wird am Sonntagnachmittag nun der Endspurt eingeläutet. 

Zu Gast ist der RSV ab 15.15 Uhr im Gelsenkirchener Westen beim SV Horst-Emscher 08, der sich schon im Hinspiel als äußerst zäher Gegner erwiesen hat. Seinerzeit trotzte der gegen den Abstieg kämpfende Tabellen-14. den Volmestädtern ein 1:1 ab und bewies nun auch am Mittwochabend beim 2:2 in Wanne-Eickel wieder, dass ihm Vergleiche mit Top-Teams durchaus zu liegen scheinen. Der RSV sollte also hinreichend gewarnt sein, wobei als sicher anzunehmen ist, dass er sowohl morgen als auch in den danach noch verbleibenden Spielen auf Experimente verzichten wird. 

Die Umstellung auf eine Drei-Mann-Abwehr erwies sich vor Wochenfrist gegen Concordia Wiemelhausen als veritabler Schuss in den Ofen, sodass die Meinerzhagener in Sinsen wieder zum gewohnten und bewährten 4-1-4-1 zurückkehrten. Pudelwohl fühlte sich dabei in vorderster Front Ron Berlinski. Der Winter-Neuzugang aus Bochum ging keinem Zweikampf und keinem Körperkontakt aus dem Weg, die Provokationen von den Zuschauerrängen schienen ihn nur noch zusätzlich zu beflügeln. 

„Ron ist in dieser Liga ein absoluter Top-Stürmer“, sagt Mutlu Demir über den Angreifer, der in Sinsen für das 1:0 sorgte und den Elfmeter, der zum dritten Treffer führte, herausholte. „Er passt auch menschlich bei uns ‘rein“, freut sich der Trainer. Mit Blick auf Sonntag würde es nicht überraschen, wenn für den RSV mit Ausnahme von Julian Jakobs (Rot-Sperre) die in Sinsen erfolgreiche Elf ins Rennen geht. Ansonsten sind bis auf Rekonvaleszent Johannes Focher alle Mann an Bord.

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