Fußball-Landesliga

Kollektive Erleichterung bei der FSV Werdohl

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Trainer Fitim Zejnullahu (links) und der Werdohler Siegtorschütze: Kapitän Julian Kroll.

Hüsten - Nur wenige Hundert Meter von der Hüstener Kirmes entfernt ratterte die FSV Werdohl am Samstag nach einer emotionalen Achterbahnfahrt zu ihrem ersten Saisonsieg in der Fußball-Landesliga. Beim dis dato noch verlustpunkfreien SV Hüsten 09 erkämpften die Lennetaler nach 1:2-Rückstand noch einen 3:2-Erfolg und verdarben vor rund 170 Zuschauern den 09ern die Laune auf den abendlichen Gang über den Rummel.

Weil neben den Angreifern Bektas, Karagiorgidis und Sedlaczek bei der FSV kurzfristig noch Gryn ausfiel, griff FSV-Coach Zejnullahu in die Trickkiste und beorderte Youngster Kadir Sezgin und Innenverteidiger Christopher Fanieng überraschend in den Angriff. Und das neue Sturm-Duo machte seine Sache richtig gut. Nach sieben Minuten servierte Sezgin tafelfertig für Fanieng, der allerdings aus kurzer Distanz an SV-Schlussmann Matthay scheiterte. Keine 120 Sekunden später schlugen die im 4-4-2-System gut sortierten Werdohler dann zu, als Akdeniz nach einem Diagonalball Orhans den Hüstener Verteidiger Rossi auf den falschen Fuß stellte und die Kugel sehenswert vom Strafraumeck zum 0:1 in den Winkel schlenzte.

Nach diesem guten Start der Gäste aber ergriffen die Hüstener, bei denen kurzfristig Torjäger Steffen Kern und Christopher Gierse angeschlagen abwinken mussten, die Initiative. Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Borschel-Elf war Robin Balder, der clever Regie führte, mit klugen Pässen in die Spitze seine Mitspieler in Szene setzte und selbst Torgefahr ausstrahlte. Und wie: Nach einer Freistoßflanke köpfte der Hüstener „Zehner“ den Ball zum 1:1 ins lange Eck (24.).

Die 09er blieben am Drücker, kamen durch Stoltefaut zu einer dicken Möglichkeit (30.) und stellten dann per Strafstoß auf 2:1. Nach hölzernem Foul von Klazoglou an Eickelmann an der Strafraumgrenze verwandelte Balder sicher (34.). Und die Hüstener trafen vor der Pause noch ein drittes Mal, diesmal allerdings ins eigene Netz. Nach Hereingabe von Sezgin beförderte Vincenzo Rossi das Spielgerät vor dem heranrauschenden Akdeniz unfreiwillig ins eigene Tor zum 2:2-Pausenstand (42.).

Balder verpasste kurz nach dem Seitenwechsel die erneute SVH-Führung (47.), ehe die Werdohler mutiger und mutiger wurden. Nach Akdeniz-Ecke wuchtete Kapitän Julian Kroll die Kugel kompromisslos zum 2:3 in die Maschen (52.). Dieser Treffer beflügelte die FSV, während Hüsten nun komplett den Faden verlor und gegen leidenschaftlich fightende Gäste kein Mittel mehr fand. Mit einer Ausnahme: In Minute 58 besaß Gebhardt die Riesenchance zum 3:3, köpfte aber aus Kurzdistanz über den Kasten.

Auf der Gegenseite kamen die Werdohler zu mehreren sehr guten Konterchancen, die sie allerdings nicht konsequent zu Ende spielten. Obwohl die FSV die Vorentscheidung fahrlässig liegen ließ, durfte sie nach 94 Minuten ihren ersten Saisonsieg bejubeln.

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