Zejnullahu: „Wir benötigen einen Sahnetag“

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Reda Belkaious (rechts) und die FSV gehen am Sonntag als Außenseiter ins Heimspiel.

Werdohl - Vier Punkte aus acht Spielen, 8:24 Tore und nach der 0:7-Klatsche in Bad Berleburg seit dem vergangenen Wochenende Tabellenletzter: Die FSV Werdohl hat es – wie vor Saisonstart selbst in eigenen Reihen befürchtet – nach dem erneuten personellen Umbruch sehr schwer in der Landesliga. Was die Lennetaler zwingend benötigen sind Erfolgserlebnisse. Den nächsten Anlauf am Riesei nimmt die FSV am Sonntag (15 Uhr, Riesei) gegen den SC Obersprockhövel.

Der Gegner ist weder Auf- noch Absteiger und dennoch ein neues Gesicht in der Landesliga 2. Der SCO nämlich wurde umgruppiert von der Staffel 3 in die „Südwestfalenliga“, in der er vor Saisonbeginn zu den Favoriten gezählt wurde. Und das nicht ohne Grund.

In der Saison 2018/19 ging der SC Obersprockhövel in der Landesliga 3 als Tabellenführer in den letzten Spieltag, an dem er durch eine 1:2-Niederlage beim VfL Kemminghausen noch die Meisterschaft verspielte und den SV Sodingen an sich vorbeiziehen lassen musste. Als Vizemeister ging es für den SCO in die Westfalenliga-Aufstiegsrelegation, die gegen den VfB Fichte Bielefeld dann dramatisch enden sollte. Nach Elfmeterschießen musste sich Obersprockhövel mit 5:6 geschlagen geben und vergab damit auch den zweiten und letzten Matchball für den Westfalenliga-Aufstieg.

„Ich habe mir ein paar Spiele von Obersprockhövel auf Video angeschaut. Sie sind der kleine Ableger der TSG Sprockhövel, haben mit Wasilewski aus meiner Sicht den besten Zentrumspieler der Liga und mit Gremme einen ganz starken Mann auf der linken Seite. Zusammen mit Hagen 11 ist Obersprockhövel im Gesamtpaket die beste Mannschaft der Liga. Haben sie alle Mann an Bord, dann haben sie brutal viel Qualität in ihren Reihen“, zollt FSV-Trainer Fitim Zejnullahu den Gästen, die mit 14 Punkten aus erst sieben Spielen als Rangfünfter anreisen, großen Respekt.

Für den Werdohler Übungsleiter ist völlig klar, dass seine Mannschaft trotz Heimvorteils als klarer Außenseiter in den 90-Minüter gehen wird. „Um gegen diese Mannschaft für Punkte in Frage zu kommen, benötigen wir einen Sahnetag und die perfekte Ordnung. Wir erwarten eine Mannschaft, die richtig guten Fußball spielen will und auch kann“, so Zejnullahu.

Nach dem Debakel von Bad Berleburg ist der FSV-Trainer überaus froh, dass Kapitän Julian Kroll wieder an Bord ist und es keine Ausfälle gibt. Er erwartet von seinen Schützlingen nun eine Reaktion und eine deutliche Fehlerminimierung. „Wir haben das 0:7 in dieser Woche bestmöglich verarbeitet und die Dinge, die wir falsch gemacht haben, ganz klar angesprochen“, sagt Zejnullahu, der sich einmal mehr akribisch auf den Gegner vorbereitet hat und nun auch von seinem Team eine Spielvorbereitung verlangt, die eines Landesligisten würdig ist.

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