Fußball-Landesliga

Rattelsberger-Sperre ärgert die FSV

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Lange Zeit war Erkut Orhan (rechts) am Riesei nur Ersatzspieler. Seit Wochen aber gehört der Allrounder zum Stammpersonal der FSV und überzeugt mit guten Leistungen auf dem Flügel oder wie beim 5:2-Sieg gegen Dröschede auf der „Sechs“.

Werdohl - Die Meisterschaft in der Fußball-Landesliga machen Primus RSV Meinerzhagen und Verfolger FC Lennestadt unter sich aus, dahinter streiten sich vier Mannschaften um eine Top-5-Platzierung. Zu diesem Quartett gehört auch die FSV Werdohl, die nach der 2:5-Auswärtspleite in Erlinghausen mit einem Sieg gegen den FC Altenhof am Sonntag (15 Uhr, Riesei) einen möglichst erfolgreichen Saisonendspurt einläuten und schnellstmöglich die 50-Punkte-Marke knacken möchte.

Die Riesei-Kicker, sie könnten auf der Zielgeraden vor allem noch zum Zünglein an der Waage im packenden Abstiegskampf werden. In ihren letzten sechs Punktspielen treffen die Schützlinge von Nils Böttcher und Marco Polo mit Altenhof, Hennen, Hüsten und Menden nämlich noch auf vier abstiegsbedrohte Mannschaften, die nichts, aber auch gar nichts zu verschenken und jeden Punkt bitter nötig haben. 

Die Lennetaler dürfen sich also auf jede Menge Widerstand einstellen gegen diese bedrohten Teams. Ruhiger Saisonausklang? Pustekuchen! Schon am Sonntag rechnet Marco Polo mit einem Gegner, „der kämpferisch voll dagegenhalten“ und nicht einen Zweikampf abschenken wird. 

„Die stehen nach dem Spiel gegen Hüsten mit dem Rücken zur Wand, werden gallig sein“, betont der FSV-Trainer und spielt fraglos auf das spektakuläre Nachholspiel des FCA am Donnerstagabend im Kellerduell gegen den seit Wochen taumelnden SV Hüsten 09 an. 5:2 führte Altenhof in diesem Sechs-Punkte-Spiel bis zur 70. Minute – 20 Minuten, vier Gegentreffer und zwei Rote Karten gegen die Defensiveckpfeiler Henrik Stahl und Markus Schneider später aber schlichen die Kicker aus Wenden tatsächlich noch als Verlierer vom Feld. 6:5 hieß es am Ende für den SV Hüsten, der seine Niederlagenserie auf furiose Art stoppte und am FCA vorbeizog auf einen Nichtabstiegsplatz.

Diesen Nackenschlag muss der FC Altenhof nun also bis Sonntag ebenso verdauen wie den Ausfall der gesperrten Abwehrspieler. Da dürfte es nur ein schwacher Trost sein, dass die FSV ebenfalls auf Leistungsträger verzichten muss. Angreifer Lukas Kessler hat sich eine Handverletzung zugezogen und fällt ebenso aus wie Antreiber Philip Fischer (Zerrung) und Dennis Rattelsberger. Letzterer wurde in dieser Woche zum Ärger der FSV-Verantwortlichen vom Verband bis auf weiteres auf Eis gelegt. 

Damit hat das turbulente Nachholspiel der FSV gegen den SV Hohenlimburg (3:3) definitiv ein Nachspiel vor dem Verbandssportgericht, das von Staffelleiter Ernst Moss wegen eines angeblichen „Rassismusdeliktes“ eingeschaltet worden war. Den Vorwurf von Hohenlimburger Seite hatte FSV-Sportchef Alex Schmale, der als Torhüter ganz nah dran war am Geschehen, noch im Nachgang der Partie gegen die „Zehner“ vehement zurückgewiesen – und tat das auch am Freitag auf Nachfrage unserer Zeitung.

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