Überflüssige SCL-Niederlage in der Schönau

Trotz einer 1:0-Halbzeitführung unterlag Fußball-Bezirksligist SC Lüdenscheid bei den VSV Wenden und fiel dadurch wieder auf den letzten Tabellenplatz zurück. Foto: Baankreis

Wenden -  Bitterer Ostermontag für den SCL: Trotz starker erster 45 Minuten und hochverdienter 1:0-Pausenführung setzte es bei den VSV Wenden noch eine 1:2-Niederlage, die zur Folge hat, dass die Bergstädter wieder die rote Laterne der Fußball-Bezirksliga 5 tragen.

Von Marc Kusche

Trotz zahlreicher Ausfälle zeigten die Gäste in der Schönau zunächst ein richtig gutes Auswärtsspiel. Insbesondere in der Defensive musste das Trainergespann Dolezych/Schreyer improvisieren, rückte Brongkoll für den gesperrten Goldbach zwischen die Pfosten sowie Kolodziej und der A-Jugendliche Kayhan in die Viererkette. Nach einer ersten Schrecksekunde (5./ein Kopfball von Walker verfehlte knapp das Ziel) kaufte der SC mit viel Laufbereitschaft und enormer Zweikampfstärke dem Bäumgen-Team den Schneid ab, das spielerisch nichts auf die Reihe bekam und sich auf lange Schläge in die Spitze beschränkte. Zweimal wurde es dadurch noch gefährlich, aber gegen Walker (29.) und D’Aloia (35.) war Brongkoll auf dem Posten.

Mehr und bessere Gelegenheiten für den Gast

Weitaus mehr und auch bessere Gelegenheiten hatte indes der SC. Schwenck (8.) und Stenmans (14.) setzten erste Duftnoten, ehe Wenden nach einem Lüdenscheider Freistöß den Ball nicht klären konnte und Kolodziej den Schuss von Göttle zum vielumjubelten 0:1 ins Tor lenkte (26.). Spätestens ab Minute 35 verloren regelrecht hilflose und hypernervöse Wendener – auch bedingt durch zwei verletzungsbedingte Wechsel – komplett den Faden, was der Gast hätte nutzen müssen. Doch nacheinander vergaben Stenmans (41.) und gleich dreimal Lüthy (42., 44. und 45.+1) sehr gute Möglichkeiten zum Ausbau der Führung.

Auch die erste Chance nach dem Wechsel hatten die Bergstädter, doch Schwenck verzog aus halbrechter Position (48.). Wie aus heiterem Himmel dann der Ausgleich: Der eingewechselte Keller durfte in aller Ruhe flanken, Wurm sagte per Kopf „Danke“ – 1:1 (56.).

Wurms Kopfballtor gibt den VSV Schwung

Ein Treffer, der das Spiel grundlegend änderte, denn in der Folge gewannen die Hausherren vornehmlich im Mittelfeld die wichtigen Zweikämpfe, holten viele Standards heraus, die aber wirkungslos verpufften. Aber auch der SC brachte in der Vorwärtsbewegung kaum noch Konstruktives zu Stande und – viel schlimmer – lief dann auf des Gegners Platz in einen Konter: Wieder war Keller der Vorbereiter, diesmal traf D’Aloia per Kopf – 2:1 (75.). Eine Antwort gab es nicht mehr, lediglich noch eine unschöne des SC-Anhangs, der das Team zuvor 90 Minuten lang stimmgewaltig unterstützt hatte: Die Feuerwerkskörper und Bengalos nach dem Schlusspfiff aber mussten nicht sein...

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