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Der Vizemeister bläst zur Attacke

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Von: Lars Schäfer

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VfB-Sportchef Sandro Collura und „Co“ Nick Westerwell (hinten von links) begrüßten beim Aufgalopp mit Blendar Avdullahu, Ozan Öztürk und Levin Friese (vorne von links) urlaubsbedingt „nur“ drei der sieben Neuzugänge.
VfB-Sportchef Sandro Collura und „Co“ Nick Westerwell (hinten von links) begrüßten beim Aufgalopp mit Blendar Avdullahu, Ozan Öztürk und Levin Friese (vorne von links) urlaubsbedingt „nur“ drei der sieben Neuzugänge. © Schäfer, Lars

Mit der Zweitvertretung des RSV Meinerzhagen lieferte sich der VfB Altena im Kreisoberhaus in der zurückliegenden Saison bis zum Schluss einen spannenden Titel-Zweikampf, am Ende bejubelten die Volmestädter den Bezirksliga-Aufstieg. Den Burgstädtern blieb der undankbare und nicht offizielle Titel des Vizemeisters. Das soll sich in der Saison 22/23 ändern. 

Altena - „Das Ziel ist ganz klar der Aufstieg. Es wäre Quatsch, wenn ich etwas anderes erzählen würde. Die Mannschaft sieht es genauso. Nach Platz zwei wollen wir jetzt Meister werden“, blies VfB-Trainer Christian Weiß beim Trainingsauftakt am Dienstagabend zur Attacke.

Eingeläutet wurde die „Mission Meisterschaft“ streng genommen schon am Sonntag, als der VfB einen Kaltstart hinlegte und einen freundschaftlichen Vergleich beim klassengleichen SV Oesbern aus der A-Liga Iserlohn mit 4:1 gewann. „Das war ein sehr gutes Testspiel von uns“, meint Christian Weiß, der beim Gastspiel auf dem Mendener Bieberberg schon den einen oder anderen Neuzugang einsetzte. „Neue“ gibt es in diesem Sommer am Pragpaul deren sieben. Den VfB-Dress tragen ab sofort Stürmer Ozan Öztürk (AFC Lüdenscheid), Defensivallrounder Matthias Knufmann (VfB Westhofen), Außenbahnspieler Florian Neuke (SC Lüdenscheid), Defensivspezialist Blendar Avdullahu (RW Lüdenscheid) sowie die Mittelfeldspieler Janne Kuret (SpVgg Nachrodt), Levin Friese (TuS Neuenrade) und Serdar Izgi (TSV Lüdenscheid). Demgegenüber stehen die Abgänge von Kevin Bertram (vorher de Wall, SSV Küntrop), Sedrick Adams (SSV Lüdenscheid), Alexis Morellas (RW Lüdenscheid), Kosta Karagiorgidis (Hellas/Makedonikos Hagen) und Daniel Crummenerl (Laufbahnende).

Es könnte wieder eine spannende Saison werden. Das wäre mir auch lieber, als wenn vorne eine Mannschaft alleine wegläuft.

VfB-Trainer Christian Weiß

„Qualitativ sind wir – verglichen mit der letzten Saison – aus meiner Sicht mindestens gleichwertig besetzt. Und in der Breite haben wir dazugewonnen“, sagt der 32-jährige Coach aus Lüdenscheid, „wichtig wird sein, dass wir eine bessere Balance finden zwischen Abwehr und Angriff.“ Bis zum Saisonstart bleiben rund vier Wochen, um die Neuzugänge zu integrieren und sich einzuspielen. Weiß: „Die nächsten zwei Wochen werden für die Jungs sehr intensiv. Es stehen viele Spiele an. Mir ist es auch lieber, viel zu spielen als beim Training permanent Kondition zu bolzen.“ Am Freitag steigen die Burgstädter beim Ben-Sport-Cup in Ihmert in das Turniergeschehen ein, am Samstag steht der Test beim Landesligisten TuS Langenholthausen auf dem Plan, am Sonntag geht es wieder nach Ihmert. Außerdem nehmen die Altenaer an der Hüingser Sportwoche teil, bei der sie im Achtelfinale auf den Bezirksligisten TuS Sundern treffen. Vorher geht es noch zum Landesliga-Aufsteiger Kiersper SC (24. Juli).

Zum Favoritenkreis in der Kreisliga A zählt der VfB-Trainer den Vorsaison-Dritten TSV Werdohl, den SC Lüdenscheid sowie den TuS Grünenbaum um Neu-Coach Lars Scheerer. „Es könnte wieder eine spannende Saison werden. Das wäre mir auch lieber, als wenn vorne eine Mannschaft alleine wegläuft“, so Christian Weiß, der dann noch einen letzten Blick in den Rückspiegel warf. „In der letzten Saison haben wir es am Ende auch nicht verdient Meister zu werden, weil wir von sechs Spitzenspielen nur eins gewonnen haben.“ Das soll 2022/23 anders werden...

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