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Das erste Etappenziel ist erreicht

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Von: Lars Schäfer

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Im Reineckestadion war der VfB Altena um Damiano Intravaia in der Hinrunde eine Macht. Alle sieben Heimspiele wurden gewonnen.
Im Reineckestadion war der VfB Altena um Damiano Intravaia in der Hinrunde eine Macht. Alle sieben Heimspiele wurden gewonnen. © Schäfer

Es ist Halbzeit in der Fußball-Kreisliga A. Mit einem hart erarbeiteten 4:2-Erfolg gegen Türkiyemspor Plettenberg machte der VfB Altena, der als Vizemeister der Vorsaison unbedingt Meister werden möchte, am 1. Advent die inoffizielle Herbstmeisterschaft dank der um fünf „Buden“ besseren Tordifferenz gegenüber dem punktgleichen SC Lüdenscheid perfekt. Ob die Burgstädter auch als Spitzenreiter überwintern werden, es wird sich erst noch zeigen im letzten Punktspiel des Jahres. Zum Rückrundenauftakt am 2. Advent kommt es nämlich noch zum Gipfeltreffen zwischen dem SC Lüdenscheid und dem VfB.

Altena - „Im Großen und Ganzen“, sagt VfB-Trainer Christian Weiß, „bin ich mit unserer Hinrunde zufrieden. Wir hatten ein paar Aufs und Abs, müssen einfach noch konstanter werden.“ Für den Geschmack des 33-jährigen Übungsleiters gab es drei, vier Spiele, in denen sich seine Mannschaft zu sehr dem Spiel des Gegners angepasst habe, anstatt konzentriert das eigene Spiel durchzuziehen. In erster Linie denkt Weiß da an das mit 0:1 verlorene Auswärtsspiel beim Kiersper SC II, aber auch an das Remis beim TuS Grünenbaum (2:2) oder an die mühsamen 3:1-Heimsiege gegen Schlusslicht Rot-Weiß Lüdenscheid II oder TuS Plettenberg II.

„Wir müssen im Gesamten noch geduldiger werden“, sagt der Trainer. Was ihm auch nicht gefallen hat war die Art und Weise, wie auf dem Platz kommuniziert wurde, wenn es spielerisch mal nicht so rund lief. „Wir suchen dann schon mal die Schuld beim Schiedsrichter oder beim Mitspieler. Das geht so nicht, weil es uns definitiv schwächer macht“. Mehr hat Christian Weiß dann aber auch nicht zu beanstanden. Der 33-Jährige sieht seine Mannschaft auf dem richtigen Weg, weil sie auch dazugelernt habe im Verlauf der Hinrunde.

Wir sind nach dem Spiel in Neuenrade als Team noch enger zusammengerückt. Das hat mir sehr gut gefallen. Außerdem sind wir insgesamt effizienter geworden, benötigen nicht mehr so viele Chancen, um zum Torerfolg zu kommen.

VfB-Trainer Christian Weiß

Vor allem nach der 2:6-Niederlage beim TuS Neuenrade, der den Altenaern Ende Oktober die zweite und bislang letzte Niederlage zufügte, habe sein Team die richtige Reaktion gezeigt. „Wir sind nach dem Spiel in Neuenrade als Team noch enger zusammengerückt. Das hat mir sehr gut gefallen. Außerdem sind wir insgesamt effizienter geworden, benötigen nicht mehr so viele Chancen, um zum Torerfolg zu kommen“, so der 33-Jährige, der mit Damiano Intravaia (26 Tore) den A-Liga-Knipser schlechthin in seinen Reihen hat.

Die Burgstädter gaben mit einem 9:1-Kantersieg gegen den TSV Lüdenscheid II und einem beeindruckenden 6:1-Erfolg bei der „Ersten“ des TSV Lüdenscheid die passende Antwort auf den desolaten Auftritt im Waldstadion. Und sie eroberten mit diesen Siegen die Tabellenspitze zurück, weil die Neuenrader nach dem Triumph im Gipfeltreffen dreimal in Folge leer ausgingen und nun vier Zähler Rückstand haben auf VfB und SC Lüdenscheid. So schnell kann es gehen.

Christian Weiß geht bis zum Schluss von einem Titel-Dreikampf aus

Den TuS Neuenrade sollte man aufgrund der jüngsten Niederlagen gegen den SC Lüdenscheid (1:4), TSV Rönsahl (2:3) und TSV Werdohl (1:7) aber noch nicht abschreiben im Titelrennen, die härteste Konkurrenz auf dem Weg zum A-Liga-Titel und Bezirksliga-Aufstieg allerdings sieht Christian Weiß eher im SC Lüdenscheid und im um vier Zähler schlechter gestellten Tabellenvierten TSV Werdohl. „Wenn die Werdohler einen Lauf haben, dann sind sie unfassbar gut. Und der SC verfügt über einen großen und sehr gut besetzten Kader“, sagt der VfB-Coach, der bis zum Schluss mit einem Titel-Dreikampf rechnet. Und zwar vollkommen unabhängig davon, wie am Sonntag das Gipfeltreffen am Wehberg enden wird. Der 33-Jährige geht nämlich „nicht davon aus, dass eine Mannschaft in der Rückrunde durchmarschieren“ werde. Es gebe mit dem TuS Neuenrade, dem TSV Lüdenscheid, Türkiyemspor Plettenberg und dem TuS Grünenbaum gleich mehrere gute Mannschaften, die das Potenzial hätten, jeden Gegner zu schlagen oder zumindest zu ärgern.

Mit der Herbstmeisterschaft hat der Vizemeister der Vorsaison sein erstes Etappenziel nun also erreicht, im letzten Spiel des Jahres aber steht mit dem Gipfeltreffen beim SC Lüdenscheid noch ein echter Knüller vor dem Weihnachtsfest an. „Für das Gefühl wäre es natürlich schön, am Sonntag zu punkten und als Spitzenreiter in die Winterpause zu gehen. Es ist ein wichtiges Spiel, ganz klar. Aber es ist nicht das wichtigste Spiel“, so Weiß, der mit Marcel Schönrath vom Landesligisten Kiersper SC nach der Winterpause eine weitere Alternative haben wird. Ob es bei diesem einen Winter-Neuzugang bleiben wird oder noch ein zweiter dazukommen wird, ist offen. Als Abgang steht lediglich Mittelfeldspieler Roman Klukowski fest.

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