Sadowski kennt die RWL-Baustellen

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Trotz Tabellenführung eine der Baustellen für RWL-Trainer Marco Sadowski: Selbst gegen die vier Rot-Weißen Sattler, Katsaros, Dunkel und El Alami (fast verdeckt) kommt LWL-Innenverteidiger Calvin Klein zum gefährlichen Kopfballabschluss.

Lüdenscheid - Rot-Weiß Lüdenscheids Trainer Marco Sadowski zögerte nach dem 3:1-Erfolg bei Neuling Listernohl-Windhausen-Lichtringhausen (LWL) kurz, bevor er ein Urteil abgab: „Ja, das war gut“, meinte er dann.

Die verzögerte Antwort war vor allem dem Umstand geschuldet, dass RWL unterm Strich bei vielen gegnerischen Chancen eine gehörige Portion Glück gehabt hatte und diese Möglichkeiten dem Coach etwas im Magen lagen. Doch auf der anderen Seite der Waage verkannte der Lüdenscheider Trainer auch nicht: „LWL hat eine richtig gute Mannschaft, hier werden noch manche Konkurrenten Punkte liegen lassen“, urteilte Sadowski und meinte beileibe nicht allein den für die Gäste tückischen Zweitspielort der LWLer in Weltringhausen mit seinem ungeliebten Kunststoff-Quarzsand-Untergrund.

Das Lob für die jungen Hausherren – ältester Spieler in der Startformation 24 Jahre – indes war kein Trost für Aufsteiger-Trainer Jörg Rokitte: „Dass alle bescheinigen, wir hätten gut gespielt, nützt gar nichts. Wir haben keine Punkte, hatten es bei unserern Großchancen, die man einfach machen muss, aber in der Hand, den Platz nicht als Verlierer zu verlassen“, analysierte der Ex-Werdohler und -Plettenberger Trainer und hatte – ohne Namen zu nennen – sicher die vier Großchancen von Sebastian Arens vor Augen, die der teilweise kläglich verbaselt hatte.

Katsaros für Wochen kein Thema bei RWL

Dass die Hausherren mit ihrem schnellen Umschaltspiel und den Pässen in die Nahtstellen der Lüdenscheider Defensive selbst in der deutlich verbesserten zweiten Halbzeit der Rot-Weißen immer wieder gefährlich wurden, dürfte RWL-Trainer Marco Sadowski ebenso wie einige Probleme im Überkopfspiel noch Baustellen für die kommenden Wochen angezeigt haben. Zumal RWL seit Sonntag ein zusätzliches Abwehrproblem hat: Kapitän Christos Katsaros dürfte wegen eines Muskelfaserrisses im oberen Wadenbereich für Wochen kein Thema sein.

Die umgebaute Formation bekam aber mit dem neuformierten zentralen defensiven Mittelfeld besseren Zugriff aufs Spiel und legte im Verbund mit dem eingewechselten Wirbelwind Yasin Güzelcümbüs und dann tollem Offensivspiel den Grundstock für den ersten Auswärtssieg, mit dem RWL die Tabellenführung verteidigte. Eine Position, die für Rot-Weiß zwar weitgehend Neuland ist, die es aber gern noch etwas länger genießen möchte. Auch nach der Partie gegen den Kreisrivalen KSC . .

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