Fußball: Trainerwechsel beim LTV

Yusuf Cilingir für Niko Douros

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Leitete über knapp anderthalb Jahre die Geschicke am Honsel, muss nun aber gehen: Niko Douros. Auf ihn folgt LTV-Stürmer Yusuf Cilingir.

Lüdenscheid - Personeller Paukenschlag beim A-Ligisten LTV 61: Der Honsel-Klub hat sich bereits am Sonntagabend von Trainer Niko Douros getrennt. Und auch der Nachfolger steht schon fest.

Es ist der seit Wochen verletzte Stürmer-Neuzugang Yusuf Cilingir. In Absprache mit Geschäftsführer Volker Vogelei-Hossfeld teilte Thomas Gabel, Chef der Seniorenfußball-Abeilung, Douros die Entscheidung mit, die ihm alles andere als leicht fiel: „Ich halte Niko weiter für einen super Trainer, der richtig gute Arbeit macht. Doch die sportliche Bilanz ist schlichtweg enttäuschend. Wir haben ihm nach Rang sechs aus der Vorsaison quasi alle personellen Wünsche erfüllt, sind mit einem Kader in die jetzige Serie gegangen, der eigentlich ganz oben mitspielen müsste, was wir auch als Saisonziel ausgegeben haben. Stattdessen haben wir noch fünf Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Da kann doch irgendetwas nicht richtig gelaufen sein.“ 

Douros selbst zeigte sich von seiner Entlassung so überrascht nicht. „Es ist doch keine Frage, dass auch ich über den bisherigen Saisonverlauf sehr enttäuscht bin. Ich muss mir ankreiden lassen, dass ich es einfach nicht geschafft habe, dass wir defensiv stabiler werden. Dennoch hätte ich noch gerne bis zum Saisonende weitergemacht, denn das Potenzial ist ja da. Dann allerdings wäre auch von meiner Seite aus Schluss gewesen. Ich musste hier Dinge machen, die weit über den Trainerjob hinausgegangen sind, habe mich oftmals doch sehr allein gefühlt. Und ganz ehrlich: Man bekommt ja bestimmte Strömungen im Verein mit. Von daher hatte ich das Gefühl, dass die Trennung schon seit zwei, drei Wochen beschlossene Sache war. Nichtsdestotrotz wünsche ich den Jungs für den weiteren Verlauf noch alles Gute.“ 

Übernimmt auf der LTV-Trainerbank: Yusuf Cilingir (rechts).

Gestern Abend noch verabschiedete er sich am Honsel von der Mannschaft, anschließend dann leitete Nachfolger Yusuf Cilingir seine erste Trainingseinheit. Der war vor der Saison vom Bezirksliga-Absteiger Phoenix Halver eigentlich verpflichtet worden, um die Abteilung „Attacke“ zu verstärken. Zunächst eine Bänder-, dann eine Leistenverletzung sorgten aber dafür, dass der 32-Jährige kaum einmal zum Einsatz kam. Und auch wenn er wieder fit werden sollte, wird er sich zumindest bis zum Ende dieser Saison auf die reine Trainertätigkeit beschränken müssen, wie Gabel unmissverständlich klar stellte: „Einen Spielertrainer gibt es bei uns nicht.“ 

Damit aber kann der Vollblutstürmer gut leben, „und so war es auch keine Frage für mich, dass ich ja sage, als Thomas Gabel am späteren Sonntagabend gefragt hat, ob ich mir das vorstellen kann.“ Nach kleineren Tätigkeiten beim Nachwuchs des TSV Lüdenscheid ist es für Cilingir, der im Vorjahr die C-Lizenz erworben hatte, seine erste Tätigkeit bei den Senioren. Und auf die freut er sich gewaltig, „denn in der Mannschaft steckt weit mehr, als sie bisher gezeigt hat.“ Und der erste Pflichtspiel-Einsatz steht schon direkt bevor: am Samstag im Kreispokal-Viertelfinale gegen Bezirksliga Stadtnachbar Rot-Weiß Lüdenscheid.

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