RSV: Die Hoffnung kehrt zurück, doch Celik geht

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Robin Engel (rechts, hier gegen Lüdenscheids Lars Scheerer) und der RSV dürfen im Abstiegskampf wieder hoffen.

Meinerzhagen - Fußball-Bezirksligist RSV Meinerzhagen schöpft im Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Bezirksliga 5 neue Hoffnung: Das Kreisderby gegen Rot-Weiß Lüdenscheid gewannen die Volmestädter am Sonntag verdient mit 2:1 (0:1) und gaben damit die rote Laterne des Tabellenschlusslichts ab.

Noch überraschender als der erste „Dreier“ nach zuvor drei Niederlagen war indes die Nachricht, die nach dem Schlusspfiff die Runde durchs Stadion an der Oststraße machte: Nach dem so wichtigen Erfolg legte Bayram Celik sein Traineramt bei den Volmestädtern mit sofortiger Wirkung nieder. Grund: Weil er seit kurzer Zeit im Schichtdienst arbeitet, würde der Coach alle 14 Tage beim Training fehlen. „Die Saison ist jetzt in der heißen Phase, die Mannschaft hat nach diesem Sieg wieder echte Chancen drinzubleiben – da muss der Trainer einfach immer da sein“, begründete der 35-Jährige seinen Schritt. Wer seinen Posten übernehmen wird, war bis zum Sonntagabend noch offen.

Schon früh hätte der RSV zwei Treffer erzielen können. In der dritten Minute lief Younes Zaim vom linken Strafraumeck aufs Tor zu, doch sein Abschluss war nur eine schlechte Mischung aus Torschuss und Flachpass. Elf Minuten später stand Ali Özdemir dann völlig frei, verzog aber kläglich. Die Gäste operierten von hinten heraus mit langen Bällen, ohne jedoch in Tornähe zu kommen. Durch einen Freistoß gingen sie dennoch in Führung: Lars Scheerer zirkelte den Ball aus 18 Metern über die Mauer und unhaltbar für Torwart-„Urgestein“ Frank Semrau, der kurzfristig für Serkan Aktas einspringen musste, unter die Latte (22.).

Danach kontrollierten die Rot-Weißen das jederzeit faire Spiel, in dem sich aber Sommer und Odzewalski bei einem Zweikampf verletzten und ausscheiden mussten. Ein Schuss von Jindou (40.) blieb die einzig nennenswerte Toraktion, ehe sich der RSV nach dem Wechsel offensivfreudiger präsentierte. Özdemir hätte in der 47. Minute den Ausgleich erzielen müssen, schlug aber in bester Position über den Ball. Weitere Chancen durch Zaim und Serkan Demir scheiterten an der fehlenden Genauigkeit im Zuspiel, ehe doch der 1:1-Ausgleich fiel. Zaim flankte von links in Kniehöhe hinein, und RWL-Spieler Hendrik Dunkel bugsierte den Ball vor dem zum Einschuss bereit stehenden Pascal Kürschner ins eigene Tor (67.).

Danach entwickelte sich ein offenes Spiel, wobei insbesondere Yasin Güzelcümbüs mit einem Lattenschuss Pech hatte (77.) und danach mit einem 16-Meter-Schuss am glänzend parierenden Semrau scheiterte (84.). Ein Traumtor drei Minuten vor dem Ende brachte den Gastgebern schließlich den Sieg: Ufuk Sahin behauptete den Ball im Mittelfeld, schickte Zaim auf dem rechten Flügel auf die Reise, und dessen maßgenaues, bestens getimetes Zuspiel hämmerte Giovanni Inchingoli „mit Schmackes“ zum 2:1 in die Maschen. – xsr

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