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Deutlich besser als erwartet

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Von: Lars Schäfer

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Der neue Cheftrainer Fabrice Kelé (r.) sieht den TuS Neuenrade personell gut aufgestellt.
Der neue Cheftrainer Fabrice Kelé (r.) sieht den TuS Neuenrade personell gut aufgestellt. © Schäfer, Lars

Nach dem Bezirksliga-Abstieg und zahlreichen Abgängen war lange Zeit ungewiss, mit welchem kickenden Personal der TuS Neuenrade den sportlichen Neuanfang in der Fußball-Kreisliga A angehen wird. Doch in der Sommerpause bastelten die Verantwortlichen um Sportchef Dennis Bonevski emsig an einem möglichst schlagkräftigen Kader und überraschten beim Trainingsauftakt mit einer Reihe von Neuzugängen.

Neuenrade - „Am Anfang sah es nicht gut aus. Aber jetzt kann ich sagen, dass ich mit dem Kader wirklich sehr zufrieden bin“, betont Fabrice Kelé. Der 31-Jährige ist bei den Hönnestädtern nach dem Abschied von seinem langjährigen Kumpel Abi Ouhbi vom kickenden „Co“ zum Cheftrainer „befördert“ worden. Für den Lüdenscheider ist es die erste Saison als Cheftrainer – „und ich habe richtig Bock auf diese Aufgabe“, sagt Kelé, dessen neuformiertes Team gleich im ersten Vorbereitungsspiel zu überzeugen wusste. Bei der klassengleichen SG Balve/Garbeck aus dem Arnsberger Kreisoberhaus behauptete sich der TuS mit 6:3, zur Pause führten die Neuenrader bereits mit 4:0. „Da war ich selbst überrascht von der ersten Halbzeit“, sagt Kelé, dessen Team vor allem in der Vorwärtsbewegung das Gaspedal voll durchdrückte.

Auf dem Platz standen unter anderem die Neuzugänge Semir Tuz, Younes Zaim und Dennis Strongface, aber eben auch der Oberliga-erfahrene Ewald Platt, dessen Wechsel zum Landesliga-Aufsteiger Kiersper SC platzte und der nun doch in Neuenrade bleibt. „Wir haben eine sehr gute Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern. Die Stimmung ist top. Das passt“, sagt Fabrice Kelé, der auch von den weiteren „Neuen“ wie Abdoulaye Barry, Klearchos Dimitriou, Ibrahim Ali, Elias Levermann, Özgür Acar, Leova Avdojan oder Martin Birkheim vollauf überzeugt ist.

Die Leistung seiner Mannschaft am vergangenen Sonntag beim 2:0-Testspielsieg gegen A-Liga-Absteiger SV Hellas Lüdenscheid war zwar nicht ganz so gut wie eine Woche zuvor in Balve, doch die Vorbereitung ist ja noch jung, bis zum Saisonstart Mitte August bleibt noch Zeit. Zeit, die Fabrice Kelé nutzen möchte mit seinem Team. Um die „Abteilung Attacke“ muss sich der Cheftrainer angesichts der erfahrenen Strategen um Ewald Platt oder Semir Tuz wohl weniger Gedanken machen, an der Defensive, die vergangene Saison oft wackelig war, aber muss gefeilt werden. Und wird es auch. „Wir basteln gerade an der Viererkette“, berichtet Kelé, der in den Übungseinheiten die verschiedenen Mannschaftsteile ab und an getrennt trainieren lässt.

Für den kommenden Samstag und Sonntag ist beim TuS eine Art Intensiv-Wochenende geplant mit Läufen, Training und Testspielen. Am Samstag (16 Uhr) gastiert der SC Plettenberg im Waldstadion, am Sonntag (15 Uhr) gibt mit dem LTV 61 ein weiterer A-Liga-Absteiger seine Visitenkarte ab.

Und was ist das Ziel der Neuenrader in der neuen Saison? „Wir schauen nur von Sonntag zu Sonntag. Und der Blick auf Sonntag beginnt bei uns am Dienstag im Training“, so Fabrice Kelé, der den VfB Altena, TuS Grünenbaum und den TSV Werdohl zum heißen Favoritenkreis zählt, aber auch Aufsteiger TuS Herscheid hoch einschätzt: „Die haben einen richtig guten Kader.“

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