Werlein geht in der B-Jugend-Bundesliga auf Torejagd

+
B-Jugend-Talent Danielle Werlein hat den Sprung von der Kreis- in die Bundesliga gepackt. Der Angreifer ist pfeilschnell und verfügt über eine feine Technik.

Werdohl - Der Blick in den Rückspiegel, er ist für Danielle Werlein zum Ende des Jahres ein überaus lohnenswerter. Das Nachwuchstalent aus Pungelscheid feierte mit den B-Junioren der FSV Werdohl in der vergangenen Saison den Gewinn der Kreismeisterschaft und den Aufstieg in die Bezirksliga. Es war der perfekte Abschied vom Riesei für den pfeilschnellen und technisch versierten Angreifer, der seit Sommer für den Hombrucher SV auf Torejagd geht – in der B-Junioren-Bundesliga West.

Der Wechsel nach Hombruch war die richtige Entscheidung“, sagt der 16-jährige Werdohler, der bei den Dortmundern auf Anhieb den Sprung in die Stammelf geschafft hat. Drei Tore und vier Assists stehen für Danielle Werlein nach der ersten Halbserie zu Buche. Es waren drei wichtige Tore für sein Team. Beim Hombrucher 2:0-Erfolg gegen den VfL Bochum stellte er mit seinem ersten Treffer in der Bundesliga die Weichen auf Sieg, beim 4:0-Heimsieg gegen Alemannia Aachen schnürte Werlein einen Doppelpack.

Die Alemannia aus Aachen zählt für den Hombrucher SV neben MSV Duisburg, SG Unterrath, Preußen Münster oder Viktoria Köln zu den direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenverbleib. Die letzten drei der insgesamt 14 Bundesliga-Mannschaften steigen ab, mit 13 Punkten aus 15 Partien überwintert Hombruch als Tabellenzehnter über dem Strich. „Für uns zählt allein der Klassenerhalt“, weiß Danielle Werlein um die zum Teil bärenstarke Konkurrenz.

Schon jetzt fiebert der Werdohler dem ersten Punktspiel im neuen Jahr entgegen. Am 25. Februar gastieren die Hombrucher bei Tabellenführer Borussia Dortmund um das 13-jährige „Wunderkind“ Youssoufa Moukoko (27 Tore). „Wir wollen natürlich versuchen, den BVB im Derby zu ärgern“, sagt der BVB-Fan Danielle Werlein. Im Hinspiel verkauften sich die Hombrucher schon äußerst teuer gegen die Schwarz-Gelben, unterlagen dem Liga-Primus letztlich nur knapp mit 1:3. Doppeltorschütze für die Borussia im ersten Vergleich war freilich Youssoufa Moukoko.

Bis zu vier Mal pro Woche trainieren die Bundesliga-Nachwuchskicker des Hombrucher SV unter der Regie von Chefcoach Matthias Jabsen. Hinzu kommen die Partien an den Wochenenden. Ein hoher zeitlicher Aufwand also, den Danielle Werlein stemmen muss. „Es macht mir unheimlich großen Spaß und ich versuche, weiter Gas zu geben und an mir zu arbeiten“, sagt der 16-jährige Gymnasiast, der nach dem Sprung von der Kreis- in die Bundesliga im B-Junioren-Bereich natürlich davon träumt, Profi-Fußballer zu werden. Danielle Werlein weiß aber auch, dass der Weg ins Profigeschäft ein langer und steiniger sein wird. Den Ehrgeiz, das Feuer, den Willen, diesen Weg auch zu gehen, den hat er allemal. Und er weiß, dass seine Eltern, seine Familie und Freunde voll und ganz hinter ihm stehen. „Fußball ist mir sehr wichtig“, sagt der aufgeschlossene junge Mann, „trotzdem hat die Schule Priorität.“ Am Burggymnasium Altena will er in absehbarer Zeit sein Abitur bauen.

Den Fahrdienst zu den Einheiten in Dortmund-Hombruch stemmen primär sein Vater und Opa. „Das machen wir gerne. Danielle hat großes Talent. Und das, was er bisher geschafft hat, das hat er sich selbst erarbeitet“, sagt Vater Karsten, der zu seiner aktiven Zeit selbst ein Klassestürmer gewesen ist.

Der inzwischen 42-Jährige kickte im Nachwuchsbereich unter anderem für Borussia Dortmund und damit selbst in den höchsten Ligen, ging in seinem ersten Seniorenjahr für den damaligen Regionalligisten VfR Sölde auf Torejagd und gehörte im Alter von 21 Jahren sogar für rund drei Monate zum Kader des damaligen türkischen Erstligisten Antalyaspor. Darüber hinaus stürmte Karsten Werlein unter anderem für RW Lüdenscheid, die SF Oestrich-Iserlohn und die TSG Sprockhövel in der Oberliga. Keine Frage, dass er für Danielle auch fußballerisch ein Vorbild ist.

Den Kontakt zu seinen ehemaligen Mannschaftskollegen bei der FSV hat Stützpunktspieler Danielle Werlein nach seinem Wechsel nicht abreißen lassen. Im Gegenteil: Sofern es die Zeit zulässt, schaut er sich die Spiele der von Cesare De Leo und seinem Vater Karsten trainierten Werdohler B-Junioren an, drückt die Daumen. Umgekehrt ist es genauso. Einige Werdohler haben Danielle schon zu den Bundesliga-Spielen des Hombrucher SV begleitet, und auch der eine oder andere Funktionär vom Riesei verfolgt den Werdegang des Talents aus Pungelscheid mit großem Interesse.

Dass Danielle Werlein fußballerisch augenscheinlich auf dem allerbesten Weg ist, unterstreicht eine Einladung, die kürzlich ins Haus flatterte. Eine Einladung für das nächste Spiel der U17-Westfalenauswahl.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare