Germania Salchendorf sahnt gleich zwei Fairnesspreise ab

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Uwe Frommann (r.) überreicht dem SVO-Vorsitzenden Peter Hufnagel die Meisterurkunde. Der Olper Kreisvorsitzende Schlüter (l.) hatte für den SVO einen Ball als Präsent dabei.

WENDEN -  Gerade einmal eine Stunde benötigte Staffelleiter Uwe Frommann (Siegen) am Montagabend, um den Staffeltag der Fußball-Bezirksliga im Wendener Sporthotel Wacker abzuwickeln. Gastgeber war Meister SV Ottfingen, der sich in seinem letzten Akt in Richtung Landesliga verabschiedete.

Als Neulinge begrüßte der Staffelboss neben dem SC Lüdenscheid auch die SG Hilchenbach, den TSV Weißtal und den SC Drolshagen. Die Meisterehrung war neben wenigen spieltechnischen Angelegenheiten für die Spielzeit 13/14 einer der Höhepunkte des obligatorischen Klubtreffens kurz vor dem Start der neuen Spielzeit, an dem sich alle 17 Liga-Vereine beteiligten.

Auch die weiteren „Preisverleihungen“ des Abends für die Saison 12/13 sah die heimischen Vereine des Fußballkreises Lüdenscheid im Abseits: Weder FSV Werdohl II noch RSV Meinerzhagen, Kiersper SC, Hellas oder RW Lüdenscheid kamen für einen der beiden Fairnesspreise in Frage, die in Anwesenheit der drei Vorsitzenden der in der Liga vertretenen Kreise, Klaus Scharf (Lüdenscheid), Marco Michel (Siegen) und Joachim Schlüter (Olpe), verliehen wurden.

Der staffelinterne Preis (von Klubs und Kreisen spendiert), der gelb-rote und rote Karten berücksichtigte, von diesmal 360 Euro (in der kommenden Spielzeit 510 Euro) ging zu gleichen Teilen an Vizemeister Salchendorf und die VSV Wenden. In der Fairnessverbands-Rangliste, die auch gelbe Kartons berücksichtigt, sicherten sich ebenfalls die Salchendorfer auf Rang 14 („erstmals seit vier Spielzeiten nicht einstellig“ – O-Ton Frommann) den einzigen Preis in Höhe von 250 Euro.

Spitzenstellung bei den Spielausfällen

Überhaupt war Fairness das große Thema Frommanns, der zwar etwas nachdenklich den Anstieg an gelb-roten (70:41) und roten Karten (45:25) im Vergleich zur Vorsaison und von BSK-Verfahren (sieben im Vergleich zu zwei Fällen in den vorangegangenen Spielzeiten), rügte, aber auch Verständnis zeigte. „Die Entscheidungen auf dem Platz sind oft auch subjektiv, ich habe einige Spiele gesehen, bei denen man in der Strafbilanz ein echt unfaires Duell vermutet, aber ich habe sie als ganz normal empfunden.“

Zweites großes Thema des Abends war die Masse an witterungsbedingten Spielabsagen. Die Staffel 5 nahm landesweit mit 85 Ausfällen, darunter neun kompletten Spieltagen, und nur sieben ausgetragenen Partien zwischen dem 18. November und 1. April, eine Spitzenstellung ein, die sogar den Bezahl-Sender Sky einen längeren Beitrag Wert war. „Vom 7. April bis 9. Juni mussten wir noch 17 komplette Spieltage absolvieren. Ein Programm, das wohl kein Profi mitgemacht hätte, da haben die Amateure gezeigt, dass sie echte Fußballer sind“, lobte Frommann die Vereine, die er in der Hoffnung auf einen milderen Winter und weniger Terminprobleme in die Spielzeit 13/14 entließ.

Jörg Hellwig

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