Wegen Differenzen über die sportliche Ausrichtung

Paukenschlag am Riesei: FSV Werdohl trennt sich von Trainer Manuel Sander

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Seit Dienstagabend nicht mehr Trainer beim Landesligisten FSV Werdohl: Manuel Sander.

Werdohl - Das Fußballjahr 2018, es beginnt am Riesei mit einem unüberhörbaren Paukenschlag. Obwohl es sportlich bei Landesliga-Vizemeister FSV Werdohl auch in dieser Saison läuft und die Lennetaler mit nur einem Punkt Rückstand auf Primus RSV Meinerzhagen überwintern, hat sich der Klub am Dienstagabend mit sofortiger Wirkung von Trainer Manuel Sander getrennt.

„Mit Blick auf die sportliche Ausrichtung für die neue Saison sind wir mit Manuel Sander in den vergangenen Tagen auf keinen gemeinsamen Nenner mehr gekommen. Deshalb haben wir uns am Dienstagabend entschlossen, uns von ‚Manni‘ zu trennen“, betonte FSV-Sportchef Alexander Schmale und dankte dem 33-Jährigen Übungsleiter für die geleistete und letztlich auch überaus erfolgreiche Arbeit.

FSV-Urgestein Sander, der lange selbst für die Werdohler gekickt hatte, hatte am Riesei im September 2015 die Nachfolge von Alen Terzic angetreten, die Mannschaft nach einem Fehlstart zum Ende der Serie 2015/16 noch auf Platz zwölf und in der zurückliegenden Serie trotz kleinen Kaders zur Vizemeisterschaft geführt. Auch in der laufenden Serie mischen die Werdohler in der Landesliga-Spitzengruppe mit.

Umso überraschender mutet jetzt die sofortige Trennung von Sander an, über die die Mannschaft am Dienstagabend bereits informiert wurde. Am Riesei herrschte in den zurückliegenden Tagen augenscheinlich akuter Gesprächsbedarf zwischen Trainer und Entscheidungsträgern. Sander nämlich hatte zu Jahresbeginn sowohl Vereinsführung als auch der Mannschaft mitgeteilt, dass ihm mit Blick auf die Saison 2018/19 „Planungssicherheit“ fehle und es mit seiner Person „in dieser Konstellation nicht weiter geht im Sommer“. Sander: „Ich habe aber auch ganz klar mitgeteilt, dass es kein Nein für immer ist, sondern für den aktuellen Stand der Dinge.“ Der 33-Jährige betonte zudem, dass er die laufende Serie mit der FSV beendet, sein Wort gehalten hätte.

Dazu aber kommt es nicht mehr, weil die Ansichten zwischen Führung und Trainer mit Blick auf die sportliche Ausrichtung und die Planungen letztlich wohl zu weit voneinander entfernt gelegen haben, die Differenzen einfach zu groß waren und nicht mehr aus dem Weg geräumt werden konnten. „Es ist einfach nur schade, weil wir uns hier etwas aufgebaut haben. Trainerteam und Mannschaft haben im Gegensatz zu anderen Leuten im Verein ihre Aufgaben erledigt. Mit der sofortigen Trennung kann ich leben, das Problem ist mit dieser Entscheidung aber sicher nicht gelöst“, sagte Sander.

Wer bei der FSV nach der Trennung von Manuel Sander den Posten des Cheftrainers übernehmen und das Team in die zweite Saisonhälfte führen wird, das bleibt zunächst noch offen. Alexander Schmale kündigte am Mittwoch an, dass Co-Trainer Eddie Fatnassi die bevorstehenden Trainingseinheiten leiten wird und nun freilich Gespräche anlaufen, wer das Team in die Rückrunde führen könnte. Externe Lösungen seien ebenso möglich wie interne. Mit „Co“ Fatnassi wollen die Werdohler die Zusammenarbeit auch über die laufende Saison fortsetzen, ließ Schmale verlauten.

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