Fußball-Kreisliga A

SCL-Jubel und ganz viel Phoenix-Frust

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Nach dem Schlusspfiff gab es Redebedarf: Phoenix-Coach Abi Ouhbi mit Referee Bayrak.

Lüdenscheid - Überschwänglicher Jubel beim SC Lüdenscheid: Durch ein Tor von Dominik Schwenck in der fünften Minute der Nachspielzeit rang der A-Liga-Primus Verfolger Phoenix Halver 3:2 (0:1) nieder, dürfte damit bei nunmehr elf Punkten Vorsprung für eine Vorentscheidung im Titelkampf gesorgt haben.

Derweil regierte bei den Gästen der pure Frust – und das zu Recht. Zum einen mussten sich Werwein & Co an die eigene Nase fassen, weil sie eine 2:0-Führung verspielt hatten, zum anderen hatte ihnen Schiedsrichter Bayrak übel mitgespielt. Denn sowohl bei Dominik Schwencks Schubsen von hinten gegen Intravaia (14.) als auch bei einem Handspiel von Fuks (90.+4) hätte es zwingend Strafstoß geben müssen, doch die Pfeife blieb zweimal stumm. Zu allem Überfluss blieben die Halveraner nach der zweiten Fehlentscheidung zum Großteil protestierend stehend – und Dominik Schwenck schloss den finalen Konter zum schmeichelhaften 3:2-Endstand ab. 

Ein Spitzenspiel war es in Durchgang eins am Wehberg nur auf dem Papier. Der SC wirkte seltsam gehemmt, kam nicht in die Zweikämpfe und lief dementsprechend eine gute halbe Stunde nur hinterher. Phoenix kontrollierte das Geschehen, ging verdient, aber auf glückliche Weise in Front: Strongface vernaschte im Strafraum gleich drei Gegenspieler, traf den Pfosten, von wo der Ball an Brongkolls Rücken und dann ins Tor prallte – 0:1 (12.). Wenig später tauchte Daniel Schwenck quasi aus dem Nichts vor Feist auf, umkurvte ihn, visierte aber nur den Pfosten an (15.). Erst nach 35 Minuten kamen die Gastgeber schließlich besser ins Match, vergaben durch Krieger (42.) und Daniel Schwenck (43.) den möglichen Ausgleich. 

2:2-Ausgleich fällt per Strafstoß

Wesentlich intensiver und zweikampfbetonter ging es nach der Pause zur Sache, ständige Unterbrechungen waren die Folge. Und für den SC wurde es immer enger, als Ertelt einen „Hochkaräter“ vergab (63.), der gerade ausgewechselte Daniel Schwenck die „Ampelkarte“ sah (65.) und Zaim nach zu kurzer Krieger-Kopfballabwehr mit sattem Schuss zum 0:2 traf (68.). 

Ertelts 1:2-Anschluss per Kopf, als Feist eine Ecke von Lüthy unterlief (72.), brachte aber die zweite Luft, und als dann Werwein ungeschickt Ertelt zu Fall brachte, nutzte Dominik Schwenck den fälligen Strafstoß gar zum 2:2 (76.). Beide Teams wollten danach den Sieg, was dem SC schließlich noch gelang.

SCL: Brongkoll – Krieger, Dolezych, König, Daniel Schwenck (64. Schreyer), Lüthy, Ertelt (89. Fuks), Wolf, Jeworutzki, Dominik Schwenck, Eick (90.+4 Maleshay)
Phoenix: Feist – Werwein, Yilmaz, M. Solla, Strongface, Intravaia, Klein, Yorulmaz (77. Carbotta), Kele, Yildiz, Zaim
Schiedsrichter: Bayrak (Iserlohn)
Tore: 0:1 (12./ET) Brongkoll, 0:2 (68.) Zaim, 1:2 (72.) Ertelt, 2:2 (76./FE) Dominik Schwenck, 3:2 (90.+5) Dominik Schwenck
Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rote Karte für den ausgewechselten Daniel Schwenck (SCL/65.) wegen Meckerns

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