Fußball

„Soti“ Vassis: Glücklich, wenn er helfen kann

Spende Übergabe Sotirios Vassis
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Einer, der glücklich ist, wenn er helfen kann: die Übergabe der Spende durch Sotirios Vassis (rechts) an Strahlemännchen.

Plettenberg – Als „Soti“ davon hörte, dass der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) plant, den Spielbetrieb in den hiesigen Ligen voraussichtlich Anfang Mai wieder aufzunehmen, begannen seine Augen zu strahlen. Denn dann kann er endlich wieder seinem Hobby nachgehen, der Sportfotografie.

Sotirios Vassis ist sein vollständiger Name, aber alle rufen ihn nur „Soti“. Geboren wurde der Sohn griechischer Gastarbeiter vor 48 Jahren in Plettenberg. Aufgewachsen ist er bei seinen Großeltern in Griechenland, ehe er im Alter von 15 Jahre wieder nach Plettenberg kam. Zwei Jahre später begann er sein erstes Geld bei der Firma Hiby zu verdienen. Mittlerweile hält er dem Unternehmen seit 31 Jahren die Treue.

Schon frühzeitig interessierte er sich für die Fotografie. Landschaftsbilder, Porträts – das ganze Programm. Mit Sport hatte er anfangs wenig am Hut. Mit dem Fußball konfrontiert wurde er erstmals, als Bekannte ihn drängten, beim ehemaligen Klub Hellas Plettenberg für eine kurze Zeit als Vorsitzender zu fungieren.

Freundschaft mit vielen Spielern

So richtig dabei ist Soti Vassis aber erst, seit sein Bruder Ioannis als Trainer der C-Junioren zum SC Plettenberg wechselte. Dort hieß es: „Soti, kannst du mal ein paar Fotos von diesem oder jenem, von der ganzen Mannschaft, von den Trainern oder auch mal Spielszenen machen?“ Von da an nahm die ganze Sache mehr und mehr Fahrt auf. „Im weiteren Verlauf gab es dann keinen Sonntag, an dem ich nicht mit meinem Fotoapparat auf dem Sportplatz war“, erzählt der sympathische Hobbyfotograf.

Bedingt dadurch entwickelte sich schnell eine Freundschaft zwischen ihm und vielen Spielern. „Das geht so weit, dass sonntags in der Kabine schon gefragt wird, ob Soti auch heute wieder da ist“, ergänzt SC-Trainer Daniel Skapski grinsend. Aber nicht nur bei der 1., auch bei der 2. und 3. Mannschaft ist Soti sonntags ein gern gesehener Gast.

Sein Bekanntheitsgrad geht mittlerweile bereits über die Stadtgrenze Plettenbergs hinaus, denn auch beim RSV Meinerzhagen ist er schon bekannt wie „ein bunter Hund“. „Durch Andreas Spais bin ich dorthin gekommen und schon fast Stammgast. Ich durfte letztes Jahr gar im Mannschaftsbus mit zum Westfalenpokalspiel gegen den SC Wiedenbrück fahren. Ich kenne die Jungs allesamt, und mit Ron Berlinski verbindet mich schon eine Freundschaft“, erzählt Soti voller Stolz.

Poker-Turniere für den guten Zweck

Doch neben der Fotografie hat er noch ein weiteres Hobby: das Pokern. Hierzu war er schon mehrere Male in den vergangenen Jahren bei Hobbyturnieren in Lennestadt. Das Interessante dabei war, dass die Erlöse aus diesen Turnieren unter anderem an die Organisation „Strahlemännchen – Hilfe für krebskranke Kinder“ gespendet wurden. Auch da war fortan sein Engagement geweckt.

Und schon schließt sich der Kreis wieder. Als im vergangenen Jahr die 1. Mannschaft des SC Plettenberg ihm als Dank für viele Fotos ein schönes Geschenk machen wollte, lehnte Soti jedoch mit den Worten ab: „Ich habe doch alles, ich brauche nichts. Aber wenn ihr unbedingt wollt, spendet doch an Strahlemännchen. Da ist das Geld sinnvoll angelegt.“

Gesagt, getan – und so ergab es sich, dass vor dem Heimspiel des SC Plettenberg gegen den TSV Lüdenscheid im September letzten Jahres die Organisatoren von Strahlemännchen mit ihrem Bus „Traummobil“ auf der Elsewiese zu Gast waren und eine Spende von stattlichen 1100 Euro in Empfang nehmen durften. Und auch da strahlten Sotirios Vassis’ Augen.

Mittlerweile hat er auch bei PAS Plettenberg, beim TSV Oestertal und bei TS Plettenberg Überzeugungsarbeit für die Hilfsorganisation geleistet und bittet auch dort für kranke Kinder um Spenden. Er ist eben ein feiner Kerl, selbstlos, ganz bescheiden und ein bisschen verrückt – aber im positiven Sinne.

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