Der Kiersper SC und die Hoffnung auf ein Wunder

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Der Kiersper SC (recht im Bild Tom Hoffmann) hat es nicht mehr selbst in der Hand. Im Aufstiegskampf ist der vor Wochenfrist entthronte Tabellenführer auf Schützenhilfe angewiesen.

Kierspe - „Die Hoffnung stirbt zuletzt“, sagt Andreas Wieczorek, Trainer des Kiersper SC, vor dem Saisonfinale in der Fußball-Bezirksliga 5. Heißt: Aufgegeben haben die auf Platz drei abgerutschten Volmestädter (58 Punkte/+28 Tore) das Titelrennen noch nicht, obwohl die Trümpfe inzwischen bei der Konkurrenz aus Ottfingen (60/+37) und Altenhof (58+35) liegen.

Zwar ist der KSC am letzten Spieltag auf fremde Hilfe angewiesen, um wieder auf Relegationsplatz zwei oder gar Rang eins zu klettern. „Aber im Fußball gibt’s schließlich immer wieder große oder kleine Wunder“, verbreitet Wieczorek Optimismus.

Die Basis für ein solches Wunder muss der entthronte Spitzenreiter im Heimspiel gegen Rot-Weiß Lüdenscheid (Sonntag, 15 Uhr, Felderhof-Stadion) freilich erst einmal selbst legen. Denn nur ein Sieg versetzt ihn überhaupt in die Situation, noch einmal vom Aufstieg träumen zu dürfen. „Wenn wir erfolgreich gewesen sind, dann gucken wir auf die anderen Plätze“, verneint Andreas Wieczorek etwaige Standleitungen nach Wenden und stellt mit Blick auf die seit einer knappen Woche völlig veränderte Situation an der Tabellenspitze fest: „Wir können nur noch gewinnen, denn etwas Schlimmeres, als am Ende Dritter zu werden, kann uns nicht mehr passieren. Der Druck liegt jetzt beim SV Ottfingen und beim FC Altenhof!“

Was die Aufgabe der Kiersper zum Kehraus angeht, so könnte diese gleichwohl angenehmer sein. Gegen RW Lüdenscheid tat sich der KSC in den zurückliegenden beiden Spielzeiten zu Hause nämlich mehr als schwer, ließ sowohl beim 4:5 anno 2012/13 als auch beim 1:2 in der Saison 2013/14 wichtige Zähler liegen. Und auch diesmal sind die Rot-Weißen, die sich am Ende einer sehr wechselhaften Saison in guter Verfassung präsentieren, nicht gewillt, beim Kreisrivalen nur die Punkte abzuliefern. „Wie wollen jedes Spiel gewinnen“, macht Trainer Thomas Dregger klar, der morgen auf Scheerer, Vassos und Dunkel verzichten muss.

Dem Kiersper SC wiederum wird neben dem verletzten Timo Eick noch eine zweite Stammkraft fehlen. Till Becker, der in den vergangenen Wochen stets ein Aktivposten war, sah in Freudenberg seine fünfte Gelbe Karte und ist gesperrt.

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