Das Derby-Fieber grassiert

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Im August gewannen Dennis Rattelsberger und der SSV den Bürgermeisterpokal in Affeln.

Affeln - Es gibt Fußballspiele und es gibt Derbys. Prestigeträchtige Nachbarschaftsduelle, in denen es um viel mehr als drei Punkte geht. Am Samstag wird das ewig junge Revierderby zwischen dem FC Schalke 04 und Borussia Dortmund wieder die Massen elektrisieren. Königsblau gegen Schwarz-Gelb – da ist immer Dampf auf dem Kessel.

Es gibt sie natürlich auch im Kleinen, diese Derbys. Amateurspiele jenseits des großen Bundesliga-Millionengeschäfts. Am Tag nach dem Revierschlager „auf Schalke“ steigt auf der Stummel in Affeln so ein 90-Minüter, der für alle Beteiligten immens wichtig ist. Es ist das Nachbarschaftsduell zwischen dem SV Affeln und dem Dauerrivalen SSV Küntrop, deren Sportplätze nicht einmal fünf Kilometer trennen.

Auch tabellarisch ist das Lokalderby im Arnsberger Kreisoberhaus am Sonntag ein Duell der Nachbarn. Die Gastgeber sind mit 17 Punkten Tabellensiebter, zwei Pünktchen und zwei Plätze dahinter folgen die Rot-Weißen aus Küntrop. Beide Mannschaften eint, dass sie angesichts des zur Verfügung stehenden Personals nach dem ersten Saisondrittel etwas hinter den Erwartungen zurückliegen – auch hinter den eigenen.

„Wir haben vor der Saison einen einstelligen Tabellenplatz als Ziel ausgegeben, von daher bewegen wir uns noch im Soll. Aber natürlich bin ich über unseren aktuellen Tabellenplatz enttäuscht, denn in den Spielen, in denen wir nur einen oder keinen Punkt geholt haben, war zum Teil deutlich mehr drin“, betont SSV-Trainer Giuseppe Ventimiglia, für den es als Cheftrainer der Küntroper „Ersten“ das erste Punktspiel-Derby gegen die Affelner ist. Dass beim SVA Pietro Guerrieri als kickender Coach aufläuft, diese Personale macht das Derby für „Venti“ noch ein Stück besonderer. „Ich kenne Pietro aus gemeinsamen Zeiten beim TuS Plettenberg schon sehr, sehr lange“, sagt Ventimiglia, der hörbar heiß auf das Duell am Sonntag ist und nach drei sieglosen Partien in Folge mit seinem Team im Derby in die Erfolgsspur zurückkehren möchte.

In der Saisonvorbereitung standen sich die beiden Lokalrivalen bereits zweimal gegenüber. Beim Jubiläums-cup des TuS Langenholthausen stand ein 1:1-Remis zu Buche, beim Neuenrader Bürgermeisterpokal gewannen die Küntroper in der „Höhle des Löwen“ dann nicht nur den 45-Minüter gegen den ausrichtenden SV Affeln mit 1:0, sondern verteidigten auf der Stummel auch den „Pott“.

In den vergangenen Punktspielen aber weisen die Affelner die bessere Bilanz vor. In der vergangenen Saison gewann der SVA beide Derbys (2:1 und 3:0), in der Spielzeit 17/18 folgte einer Punkteteilung im Hinspiel (3:3) ein Affelner 4:1-Heimsieg im Rückspiel. Der letzte Meisterschaftssieg der Küntroper gegen Affeln datiert vom 19. Februar 2017. „Es wird Zeit, dass wir auch mal wieder ein Derby gewinnen“, betont daher Ventimiglia.

Der Anhänger des SV Werder Bremen, der also eher auf die Nordderbys in der Bundesliga schaut, rechnet am Samstag mit einem Dortmunder Erfolg „auf Schalke“ und tippt für Sonntag auf ein „2:1 für uns“. Beim SV Affeln sind die Verantwortlichen zwar mit Einsatzbereitschaft und den spielerischen Elementen, aber keinesfalls mit der Chancenverwertung zufrieden. Und die kostete dem Team zuletzt einige Punkte.

„Das Derby ist ein wichtiges Spiel für uns – und ein Stück weit ist es auch richtungweisend. Ziel muss sein, dieses Spiel zu gewinnen“, sagt der SVA-Vorsitzende Benjamin Nakajew, der ein „packendes und hoffentlich auch faires Derby“ sehen möchte. „Küntrop hat enorm viel Qualität. Ich erwarte ein knappes Resultat. Die Leute können sich auf ein interessantes Derby freuen“, so Nakajew, der auf ein 2:1 für Affeln tippt.

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