1. come-on.de
  2. Sport
  3. Lokalsport

Fußball-Schiedsrichter sind heiß auf die Rückkehr an die Pfeife

Erstellt:

Von: Thomas Machatzke

Kommentare

Fußball-Schiedsrichter auf dem Platz
Kacper Koziorz schaut in Richtung Landesliga: Der Referee aus Lüdenscheid ist vom Kreis für die Sichtung zu dieser Spielklasse gemeldet worden. © Thomas Machatzke

Der erste Schwung Testspiele ist absolviert, die ersten 90-Minüter, die auch für die Schiedsrichter die lang ersehnte Rückkehr zur Normalität bedeutet. Und die Referees im Kreis Lüdenscheid genießen es.

Lüdenscheid – Die Zahl der Testspiele bei den Fußballern ist noch überschaubar, aber nicht nur deshalb hat Christian Liedtke dieser Tage keine Mühe, diese Spiele mit Referees zu besetzen.

„Die Schiedsrichter finden’s einfach geil, dass es wieder losgeht, dass sie endlich wieder pfeifen können“, sagt der Vorsitzende des Kreisschiedsrichter-Ausschusses und am höchsten pfeifende Referee im Kreis Lüdenscheid. „Das erste Spiel im Kreis, das war Kreisliga D gegen Kreisliga B“, sagt der Werdohler, „aber Daniel Rösges hat direkt gesagt: ‘Klar, gib her, das mach’ ich gerne…’ Die Schiedsrichter sind heiß aufs Pfeifen.“

Liedtke selbst schaut sich an diesem Sonntag am Wehberg den Test des SC Lüdenscheid gegen den SC LWL 05 II, ein Team aus dem Kreis Olpe an. Bewaffnet mit Block und Schirm, aber ohne Pfeife. Den Schirm kann Liedtke gut brauchen, denn im zweiten Durchgang schüttet es so, blitzt und donnert dazu, dass die Partie abgebrochen wird.

Fußball-Schiedsrichter sind heiß auf die Rückkehr an die Pfeife

Im Block notiert sich Liedtke, wie gut sein Beisitzer im KSA, Kacper Koziorz, schon in Frühform ist. Der Lüdenscheider nämlich darf am Wehberg an diesem Nachmittag pfeifen, zumindest 70 Minuten lang. „Kacper will noch einmal in Richtung Landesliga angreifen“, sagt Liedtke, „wir haben ihn und Patrick Schwabe als Anwärter für die Landesliga und Dennis Eicker als Anwärter für die Westfalenliga gemeldet.“

Auch für die Schiedsrichter ist die Abbruchsaison 20/21 ein verlorenes Jahr gewesen. Seit Ende Oktober keine Spiele, die große Langeweile – und eben auch wenig Veränderungen bei den Klassenzugehörigkeiten. „Es hat vereinzelt Aufstiege gegeben, wenn irgendwo ein Schiedsrichter aufgehört hat“, sagt Liedtke, „aber von uns hier im Kreis Lüdenscheid war keiner dabei bei diesen Aufstiegen.“

Schiedsrichter schaut zu
Zaungast mit Block am Lüdenscheider Wehberg: Christian Liedtke, Vorsitzender des KSA. © Thomas Machatzke

Vielleicht in der neuen Saison. Patrick Schwabe, der für den TuS Herscheid pfeift, ist parallel auf dem Sportplatz Oestertal im Einsatz, Türkiyemspor Plettenberg gegen Sportfreunde Dünschede. 90 Minuten Praxis für den Spaß am Pfeifen und die Hoffnung auf eine mittelfristige Zukunft in der Landesliga.

Kaum Aderlass: Nur zwei Jung-Schiedsrichter haben aufgehört

Christian Liedtke selbst steigt erst am nächsten Wochenende ins Geschehen ein, wenn der Kiersper SC den SV Attendorn empfängt. Nach der zweiten Impfung in der vergangenen Woche hatte er an diesem Wochenende lieber nur die Beobachter-Rolle gewählt. Praxis gab’s indes für ihn schon beim Futsal – vor zwei Wochen in Schwerte. Es geht wieder los, auf allen Ebenen.

Und die Referees im Kreis Lüdenscheid sind dafür bereit. Corona-Verluste? „Nein“, sagt Liedtke, „zwei junge Schiedsrichter haben aufgehört, aber das hatte andere Gründe. Ansonsten sind alle dabei geblieben, freuen sich nun, dass es wieder losgeht.“ Vorerst noch ohne den Meisterschaftsdruck, aber das ist gut so: Auch die Rückkehr an die Pfeife geht nicht einfach von heute auf morgen.

Auch interessant

Kommentare