Fußball im Kreis

Saisonverlängerung denkbar

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Ausgesperrt vom Spielbetrieb – wie hier auf der Halveraner Karlshöhe – sind die heimischen Kicker auf Kreisebene nun schon seit dem 19. November, Probleme bekommen die Terminplaner des Fußball-Kreises aber nicht, Vorsitzender Klaus Scharf und KFA-Vorsitzender Georg Heimes erwägen – je nach Wunsch der Vereine – sogar eine Saisonverlängerung.

Lüdenscheid - Lang, lang ist es her: Am 19. November haben die heimischen Fußballer auf Kreisebene ihre letzten Meisterschaftsspiele absolviert.

Im Kreisliga-Oberhaus und in der B-Liga beispielsweise, die jeweils mit 15 Mannschaften bestückt sind, war es Spieltag Nummer 13, aktuell haben alle Teams damit erst zwölf bzw. 13 ihrer insgesamt 28 Partien absolviert. Seitdem sind mehr als drei Monate vergangen, in denen sowohl die letzten beiden Hinrundenspieltage am 3. und 10. Dezember als auch die ersten beiden Rückrundenspieltage am 18. und 25. Februar ausgefallen sind.

Im Klartext: Vom kommenden Sonntag an – wenn denn überhaupt gespielt werden kann, worauf momentan nur wenig hindeutet –, stehen für die Fußballer bis zum finalen Spieltag am 3. Juni noch 13 reguläre Spieltage, dazu vier Nachholspieltage auf der Agenda. 17 Spieltage, an denen die einzelnen Mannschaften noch 15 bzw. 16 Partien absolvieren müssen – ein strammes Programm für einen Zeitraum von drei Monaten. 

Angesetzt ist indes noch nicht ein einziger Nachholspieltag. Denn die Staffelleiter Torsten Franke (A-Liga) als auch Mustafa Tekir (B-Liga) wollen sich dieser Thematik erst dann eingehend widmen, wenn abzusehen ist, dass wieder gespielt werden kann. Zumindest auf dem Papier ist der Kreis jedoch gerüstet, denn im Rahmenterminplan sind noch insgesamt zehn Termine für Nachholspiele vorgesehen. 

Neben dem Osterwochenende (1./2. April), am Tag der Arbeit (1. Mai) und Christi Himmelfahrt (10. Mai) sind dies durchweg Wochenspieltage am 14., 21. und 28. März, 11., 18. und 25. April sowie 16. Mai. Doch ist diese Terminhatz, alle Nachholspiele vor dem angesetzten letzten Spieltag durchzuziehen, überhaupt nötig? Im Gegensatz zu den überkreislichen Senioren und Nachwuchskickern auf Kreisebene, für die noch Entscheidungsspiele bzw. Aufstiegsrunden folgen, gibt es für Kreisligakicker nämlich keinen zeitlichen Druck. 

Denn die Auf- und Abstiegsregelung ist für diese Spielzeit derart gestaltet, dass es keine Entscheidungsspiele um Auf- oder Abstieg gegeben wird. Sieht man einmal davon ab, dass mehrere Teams im Auf- und Abstiegskampf punktgleich sein sollten und auch der direkte Vergleich identisch wäre, was indes eher unwahrscheinlich scheint. Und so stellten gestern auf Anfrage sowohl der Kreisvorsitzende Klaus Scharf als auch der Vorsitzende des Kreisfußball-Ausschusses, Georg Heimes, eine Saisonverlängerung in Aussicht. 

„Wir haben doch keinen zeitlichen Druck. Warum sollte nicht noch im Juni Fußball gespielt werden, wenn das Wetter in der Regel gut ist? Für Großvereine wie Rot-Weiß Lüdenscheid mit zig Nachwuchsteams ist es schon jetzt eine gewaltige Herausforderung – Stichwort Sportplatzbelegung –, für alle Teams Nachholspiele anzusetzen. Von daher spricht aus meiner Sicht nichts dagegen, dass Nachholspiele über den 3. Juni hinaus für die Senioren auf Kreisebene ausgetragen werden können“, befürwortet Heimes eine Verlängerung. 

Ähnlich sieht es Scharf. „Ein solches Chaos aufgrund des Wetters habe ich noch nicht erlebt und ich befürchte, dass ein Ende noch nicht abzusehen ist. Von daher hätte auch ich nichts gegen eine Saisonverlängerung einzuwenden. Wir werden uns im Rahmen unserer nächsten Vorstandssitzung am 7. März intensiv mit dieser Thematik auseinandersetzen und dann auf die Vereine zugehen. Denn wir wollen nicht über deren Kopf entscheiden, sondern sie mit ins Boot holen“, kann sich der Kreisvorsitzende durchaus vorstellen, dann bei einem außerordentlichen Staffeltag über eine Saisonverlängerung abstimmen zu lassen.

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