Fußball

FLVW mit klaren Regelungen: Spielordnung ist jetzt „coronafest“

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Was passiert, wenn Corona die heimischen Fußballer – unser Bild zeigt eine Szene vom ersten Bezirksliga-Spiel des TuS Ennepe – erneut stoppt, regelt die unmittelbar vor dem Saisonstart aktualisierte Spielordnung des WDFV.

Kreisgebiet – Der Westdeutsche Fußballverband (WDFV) hat unmittelbar vor dem Saisonstart seine Spielordnung modifiziert. Die seit dem vergangenen Freitag gültige Fassung ist gewissermaßen „coronafest“ und regelt, was geschieht, wenn die Saison 2020/21 aufgrund der Virus-Pandemie nicht zu Ende geführt werden kann.

Bislang war ein solcher Passus nicht in der Spielordnung verankert gewesen, sodass für die Spielzeit 2019/20 nach deren Abbruch erst ein Wertungsszenario hatte erarbeitet werden müssen. Was vereinzelt bereits aus den Kreisen verlautet war, ist seit dem 4. September nun auch amtlich: Gewertet wird eine coronabedingt nicht vollständig ausgetragene Saison in einer Liga oder Staffel nur, wenn bis zum 30. Juni 2021 mindestens die Hälfte aller Spiele absolviert worden ist. Liegt der Anteil der gespielten Partien unter 50 Prozent, ist das Spieljahr quasi null und nichtig, d. h. es gibt keinen Meister, keine Auf- und keine Absteiger. 

Ist hingegen mehr als das halbe Pensum eines Spieljahrs absolviert, kommt die Quotientenregelung zum Einsatz. Anhand des Tabellenstands, der sich daraus ergibt, werden Meister, Auf- und Absteiger ermittelt. Dabei werden die erzielten Punkte durch die Anzahl der absolvierten Spiele geteilt. Bei identischem Punktquotienten entscheidet der Torquotient, der sich aus der Division der Tordifferenz durch die ausgetragenen Partien ergibt. Besteht auch hier noch Gleichheit zwischen zwei oder mehreren Mannschaften, wird die Anzahl der geschossenen Tore durch die gewerteten Spiele dividiert. 

Diese Änderung der Spielordnung gilt für den gesamten Bereich des Westdeutschen Fußballverbandes. Dieser räumt seinen drei Landesverbänden (Westfalen, Mittelrhein, Niederrhein) zwar ein, abweichende Regelungen für den Fall eines vorzeitigen Saisonendes aufgrund der Corona-Pandemie zu beschließen. Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) hat letzteres aber nicht getan, sodass für die heimischen Vereine im Fall der Fälle die skizzierte Regelung zum Tragen kommen wird. 

Analog zu der für die Seniorenmannschaften geltende Spielordnung wurde auch die Jugendspielordnung des WDFV angepasst. Für den weiblichen und männlichen Nachwuchsbereich gilt bei einem Corona-Abbruch dasselbe wie für Frauen und Männer. Zusätzlich zu den in der vergangenen Woche veröffentlichten Corona-Regeln bietet der FLVW seinen Vereinen einen besonderen Service in Form einer Corona-Hotline. Diese ist montags bis freitags zwischen 9 und 12 sowie zwischen 15 und 17 Uhr besetzt und unter 0 23 07-37 11 02 erreichbar.

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