SSV Küntrop überrascht, SV Affeln hat noch Luft nach oben

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Das Derby in Küntrop gewann der SV Affeln um Manuel Barrena (links) und Tino Tammaro mit 2:1, in der Tabelle aber liegt der SSV vor dem Lokalrivalen von der Stummel.

Kreisgebiet -  Der TuS Voßwinkel ist mit 35 Punkten Herbstmeister der Fußball-Kreisliga A Arnsberg. Im Jahr des 100. Vereinsgeburtstags hat sich der TuS den Bezirksliga-Aufstieg auf die Fahnen geschrieben und gehörte bereits vor Saisonstart zu den Favoriten. Insofern überrascht die „Halbzeitmeisterschaft“ nicht unbedingt. Überraschend ist vielmehr, wer der erste Verfolger des Spitzenreiters ist. Mit dem Ziel „sicherer Mittelfeldplatz“ gestartet, steht der SSV Küntrop mit 31 Punkten viel besser da, als es die Konkurrenz und vor allem Trainer Mario Droste selbst erwartet hätte.

Zehn Siege, ein Unentschieden, vier Niederlagen – so lautet die Bilanz der Rot-Weißen nach der Hälfte der Saison. „Wir reiben uns selbst die Augen“, sagt SSV-Trainer Mario Droste, dessen Team gerade zu Saisonbeginn personelle Rückschläge zu verkraften hatte. Allen voran der Kreuzbandriss von Führungsspieler Florent Zejnullahu war eine Hiobsbotschaft, die der SSV aber auf bemerkenswerte Art und Weise ebenso wegsteckte wie die Ausfälle von Tierney, Holthaus oder Voß.

16 Punkte holten die Küntroper aus sieben Partien auf eigener Plastikwiese, mit 15 Zählern auf gegnerischem Geläuf sind sie hinter dem SV Bachum/Bergheim Zweite der Auswärtstabelle. Als einziges Team der Liga punkteten Rattelsberger und Co. bislang in Voßwinkel. Mitte Oktober triumphierte der SSV im Waldstadion mit 2:1. Ohnehin sahen die Küntroper in den Duellen gegen die Konkurrenz von „oben“ deutlich besser als als in den Partien gegen die Kellerkinder. Zwar wurden die Pflichtsiege gegen die SG Allendorf/Amecke (5:2) und FC BW Gierskämpen (3:2) eingefahren, überzeugend war der SSV in diesen Spielen aber nicht. Gegen spielstarke Teams wie TuS Oeventrop (1:0), SG Balve/Garbeck (4:2) oder eben jenem TuS Voßwinkel aber war der SSV voll da – und belohnte sich jeweils mit der vollen Ausbeute.

Wenn es aus Küntroper Sicht einen Wermutstropfen in dieser hervorragenden Hinrunde gab, dann war es ganz sicher die Derbyniederlage gegen den Lokalrivalen SV Affeln. Mit 2:1 behaupteten sich die Stummel-Kicker Ende Oktober an der Dinneike.

Aus Affelner Sicht war der Derbysieg wiederum einer der wenigen Höhepunkte in der Hinrunde. Zwar steht für die Mannschaft von Erhard Krengel noch das Nachholspiel bei der DJK GW Arnsberg aus, dennoch hatten sich die Verantwortlichen von der Stummel nach dem bärenstarken dritten Platz in der Vorsaison sicherlich etwas mehr erhofft als 23 Zähler nach 14 Partien. Als Ziel wurde vor Saisonstart das Untermauern von Rang drei ausgegeben, so mancher Konkurrent und auch Staffelleiter Michael Ternes hatten das Team von Erhard Krengel sogar zu den Meisterschaftkandidaten gezählt.

Der Rückstand nach ganz oben beträgt derzeit zwölf Punkte, sollte der SVA das Nachholspiel in Arnsberg gewinnen, wären es neun Punkte Rückstand auf Voßwinkel und „nur“ vier Zähler auf Rang drei. Da ist also noch Vieles möglich für die Stummel-Kicker, die sich aber insbesondere in den Auswärtsspielen werden steigern müssen. Sieben Punkte aus sieben Auswärtsspielen sind lediglich Mittelmaß. Die Stummel hingen ist weiterhin eine Festung, wenngleich der SV Bachum/Bergheim am 21. Oktober eine herausragende Affelner Serie beendete. Nach zuvor 22 (!) ungeschlagenen Heimspielen in Serie ging der SVA beim 0:3 gegen die Blau-Gelben leer aus.

Dennoch: 16 Punkte aus bislang sieben Heimspielen sind eine gute Ausbeute. Affelner „Dauerbrenner“ in der Hinrunde war übrigens Felix Levermann, der alle 14 Spiele bestritt. Erfolgreichste Torschützen der Krengel-Elf sind bisher Emanuele Catalano und Jan Hildebrandt mit jeweils sechs „Buden“.

Bei der SG Balve/Garbeck heißen die erfolgreichsten Torschützen nach Hinrundenabschluss Frederik Levermann und Alexander Ollesch, die jeweils neunmal einnetzten für den Tabellenachten, der mit 24 Punkten eine sehr anständige erste Saisonhalbzeit spielte und insbesondere in den letzten Partien die verletzungsbedingten Ausfälle wichtiger Akteure gut wegsteckte. Trainer-Rückkehrer Jan Gajewski und „Co“ Mirko Cofalla jedenfalls dürften mit dem Status quo zufrieden sein und befinden sich auf einem guten Weg, den achten Tabellenplatz aus der Vorsaison zu bestätigen.

„Wir wollen eine saubere Saison spielen, ohne in Gefahr zu geraten“, hatte Jan Gajewski vor Saisonstart gesagt. Zur „Halbzeit“ ist festzuhalten, das er dieses Ziel mit seinem Team erfüllen wird. Von den Abstiegsrängen ist die SG jedenfalls soweit entfernt wie Hannover 96 vom Gewinn der Deutschen Meisterschaft. Das Vorhaben, die SG Balve/Garbeck „langfristig in der Liga etablieren“ zu wollen, ist – Stand heute – auf einem sehr, sehr guten Weg.

Bleibt ein letzter Blick auf die Statistiken des Kreisoberhauses: Die Heimtabelle führt Spitzenreiter TuS Voßwinkel mit 21 Punkten aus acht Partien an, Schlusslicht in dieser Wertung ist mit vier Zählern die SG Allendorf/Amecke. Beste Auswärtsteams der Hinrunde waren der SV Bachum/Bergheim und der SSV Küntrop mit jeweils 15 Punkten aus acht Partien. Noch ohne jeden Auswärtspunkt ist derweil Schlusslicht FC BW Gierskämpen. Toptorjäger der A-Liga nach der Hälfte der Spielzeit ist Marek Pfeil vom Tabellendritten SV Bachum/Bergheim mit 21 Treffern, gefolgt vom Küntroper Angreifer Kevin De Wall und vom Oeventroper Laurin Howe (jeweils 16).

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