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Zurück ins „Lieblingsgeschäft“

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Von: Thomas Busch

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Ein Bild mit Symbolcharakter: Im Meinerzhagener Dauerregen gingen Ramien Safi und der SV Rödinghausen am Mittwoch vor dem RSV um Girolamo Tomasello (rechts) und Hakan Demir in die Knie.
Ein Bild mit Symbolcharakter: Im Meinerzhagener Dauerregen gingen Ramien Safi und der SV Rödinghausen am Mittwoch vor dem RSV um Girolamo Tomasello (rechts) und Hakan Demir in die Knie. © Busch, Thomas

Die Euphorie des Pokal-Coups gegen den Regionalligisten SV Rödinghausen ist zwar noch nicht verflogen, doch Zeit, beseelt an den Mittwochabend zurückzudenken, bleibt dem RSV Meinerzhagen nicht. Denn am Sonntag (15.30 Uhr) geht’s in der Westfalenliga weiter, „unserem eigentlichen Lieblingsgeschäft“, wie Trainer Mutlu Demir es nennt.

Meinerzhagen - Das „Lieblingsgeschäft“ hält als achte Aufgabe dieser Saison einen Lieblingsgegner bereit: Seit Herbst 2019 hatte es der RSV vier Mal mit dem SC Westfalia Herne zu tun und gewann vier Mal. Drei dieser Siege feierte er auswärts am Schloss Strünkede – der nächste soll nun am Sonntag folgen. „Ein schönes Stadion, in dem wir uns wohlfühlen“, freut sich Demir jedenfalls auf den Auswärtstrip.

Gegenüber der Startformation vom Mittwoch wird es zwangsläufig mindestens drei Umstellungen geben. Denn Alessandro und Girolamo Tomasello sind im Urlaub, und aus demselben Grund steht auch Christopher Brock aus der 2. Mannschaft, der sich gegen Rödinghausen blendend eingefügt hatte, nicht zur Verfügung. Dafür hoffen die RSV-Verantwortlichen auf die Einsatzfähigkeit der kränkelnden Richard Dissing und Steven Sordi. Auch ohne die Tomasello-Brüder, für sieben der bisher 13 Meinerzhagener Tore verantwortlich, ist klar: Im Ruhrgebiet soll ein Sieg her, um die gute Tabellenposition weiter zu untermauern.

Was den Gegner angeht, so befindet sich dieser wieder einmal im Krisenmodus. Auch nach dem Abstieg aus der Oberliga, der anders als der des RSV ein sang- und klangloser war, läuft es bei dem Traditionsklub nicht rund. Für den im Sommer gekommenen Trainer Patrick Knieps war am Sonntag nach dem 0:4 in Neheim bereits wieder Schluss, denn seit dem 3:0-Auftakterfolg über den BSV Schüren ist die Westfalia sieglos und steht nun auch in der Westfalenliga auf einem Abstiegsplatz. Weil sie nach Meinung ihres Präsidenten Ingo Brüggemann dort aber nicht hingehört („Der Abstieg ist ausgeschlossen. Wir sind nicht mehr das Armenhaus der Liga wie in der Oberliga!“), soll nun erst einmal unter der Regie des Sportlichen Leiters Michele Di Bari die Trendwende gelingen. Immerhin: Mit dem 6:1-Sieg im Kreispokalspiel gegen den A-Ligisten VfB Börnig verschaffte man sich am Dienstag ein kleines Erfolgserlebnis.

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