Fußball-Kreisliga A

KSC II: Trainer weg, Zukunft ungewiss

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Erdem Yilmaz hat sich noch vor der ersten Einheit wieder vom Felderhof verabschiedet.

Kierspe – Am Sonntag treffen sich die Spieler des Fußball-A-Ligisten TSV Rönsahl am Haarhauser Weg zur ersten Trainingseinheit der Saisonvorbereitung. Ursprünglich sollte auch wenige Kilometer weiter auf dem Felderhof-Sportplatz der Ball rollen, denn auch der zweite A-Ligist aus dem Kiersper Stadtgebiet hatte sein Auftakttraining auf Sonntag terminiert. Doch die erste Einheit des Kiersper SC II ist auf unbestimmte Zeit verschoben.

Hintergrund: Nach wie vor ist es höchst fraglich, ob die Volmestädter 2019/20 tatsächlich eine Mannschaft im Kreisoberhaus werden stellen können. Nach dem Abgang mehrerer Leistungsträger steht die A-Liga-Tauglichkeit des Teams, das im Mai den Abstieg gerade noch vermieden hatte, ohnehin in Frage. Und inzwischen stellt es sich so dar, dass kaum noch einer der aus dem Kader der Vorsaison verbliebenen Akteure gewillt ist, auch weiterhin in der „Zweiten“ zu spielen. 

Denn: Die sportliche Perspektive fehlt, die Mannschaft wäre Abstiegskandidat Nummer eins. Trotzdem hofft die Vereinsführung des Kiersper SC immer noch darauf, einen Schulterschluss herbeiführen zu können. Der Kader der vor zwei Monaten in die Kreisliga C aufgestiegenen 3. Mannschaft ist ohnehin nicht klein und hat in den vergangenen Wochen noch einigen Zulauf aus den Reihen der letztjährigen Zweitvertretung erhalten – dazu könnte noch der eine oder andere Rückkehrer kommen. 

„Insgesamt stehen uns für die 2. und 3. Mannschaft knapp über 40 Spieler zur Verfügung. In der kommenden Woche werden wir nun mit allen sprechen, wer von diesen in der ‚Zweiten‘ und wer in der ‚Dritten‘ spielen wird“, sagt der 1. Vorsitzende Thomas Butz und geht nach wie vom Fortbestehen des Kreisliga-A-Teams aus. Sollte der KSC II tatsächlich eine Zukunft haben, müssen sich die Vereinsverantwortlichen allerdings auf die Suche nach einem Trainer machen. 

Erdem Yilmaz steht für den Trainerposten nämlich nicht mehr zur Verfügung – das teilte er dem Sportlichen Leiter der Kiersper, Uwe Hartmann, in einem persönlichen Gespräch mit. „Ich habe beim KSC unter anderen Voraussetzungen als denen, die jetzt gegeben sind, zugesagt“, erläutert Yilmaz seine Entscheidung, das Amt wieder zur Verfügung zu stellen, bevor er es überhaupt richtig angetreten hat. Ausgegangen war der 40-Jährige von einem Stamm von 16 Spielern, den er mit fünf Neuzugängen auf 21 aufstocken wollte. 

„Zuletzt übrig waren dann aber neben den fünf Mann, die ich mitgebracht hätte, gerade einmal zwei Spieler...“ Dabei legt Yilmaz, der am Felderhof die Nachfolge von Thomas Brock antreten sollte, Wert darauf, dass es ihm nicht um Schuldzuweisungen oder ähnliches gehe: „Es ist schlichtweg so, dass es in dieser Konstellation für mich persönlich sportlich keinen Sinn macht.“ 

Quintessenz: Alles andere als ein Rückzug des Kiersper SC II vom Spielbetrieb wäre nach derzeitigem Stand eine große Überraschung.

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