Eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht

Muss sich weiter in Geduld üben: Michael Dregger (RWL).

Kreisgebiet -   Noch ist der Rechtsstreit zwischen dem Vorstand des FLVW-Kreises Lüdenscheid und Rot-Weiß Lüdenscheid nicht zu den Akten gelegt. Zwar hatte in der vergangenen Woche das Präsidium des FLVW seine Rechtseinschätzung noch einmal per E-Mail allen Parteien mitgeteilt. Wer nun aber damit rechnete, dass der Kreisvorstand einlenken und den Rot-Weißen die im Raum stehenden Ordnungsgelder wieder streichen würde, der sah sich getäuscht.

Von Thomas Machatzke

Michael Dregger, Vorstandssprecher der Rot-Weißen, war am Freitag und mithin zwei Tage nach Erhalt der E-Mail aus Kaiserau an die Öffentlichkeit gegangen. Die Kernaussage der E-Mail: Das FLVW-Präsidium sieht es nicht als rechtmäßig an, dass ein Kreis im Falle des Verstreichens von Zahlungsfristen ein Ordnungsgeld von 30 Euro erhebt. Ziemlich unmissverständlich hat das Präsidium dies durch den FLVW-Justiziar Dieter Ostertag in ziemlich juristischer Sprache mitteilen lassen.

Der Rest könnte ein formaler Akt sein. Eine offizielle Mitteilung. Aber der Kreisvorstand äußert sich nicht. Auf Nachfrage sagt Kreiskassierer Uwe Görge, dass er erstens sehr verärgert sei über eine einseitige Berichterstattung und zweitens zum Fall gar nichts sage. Punkt.

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Der Kreisvorsitzende Klaus Scharf befindet sich weiter in einer Reha-Maßnahme. Also Nachfrage bei Georg Heimes. Der Vorsitzende des Fußball- und Schiedsrichter-Ausschusses gilt als Mann des Ausgleichs. Er hat gemeinsam mit Wolfgang Kunde versucht, zwischen RWL und Kreisvorstand zu vermitteln. „Wenn ich die E-Mail lese, hat Herr Dregger recht“, sagt Heimes, der seit Mittwoch nichts von seinen Vorstandskollegen gehört hat. Er findet den Fall ärgerlich, daraus macht er keinen Hehl. „Ich weiß nicht, wo das Problem ist, einen Fehler einzugestehen“, sagt Heimes und wünscht sich, dass der Rechtsstreit bald aus der Welt wäre.

Der Fahrplan steht für Klaus Scharf

So leicht aber wird das nicht werden. Klaus Scharf meldet sich aus der Reha dann doch. „Wir werden im Vorstand in absehbarer Zeit darüber sprechen“, sagt er, „der Termin ist noch offen.“ Vom Tisch ist für ihn der Fall noch lange nicht. „Was die andere Seite gesagt hat, das ist so nicht richtig“, sagt Scharf, der am Sonntag in Kaiserau war. Dort ist das Hans-Tilkowski-Haus eingeweiht worden. Eine gute Gelegenheit, mit Dieter Ostertag zu sprechen, dachte sich Scharf. Aber Ostertag war gar nicht da. „Nun wollen wir erst einen Termin bei Dieter Ostertag und danach eine Sitzung des Vorstandes. Das ist der Fahrplan“, sagt Scharf. Nach einer schnellen Lösung klingt das nicht.

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