Ein zweites 5:0 ist Utopie

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Westfalenliga-2-Meister RSV Meinerzhagen will seine Saison mit dem Double krönen.

Plettenberg - Vor gut zwei Jahren, am 21. Mai 2017, trafen der TuS Plettenberg und der RSV Meinerzhagen letztmalig in einem Pflichtspiel aufeinander. Gegen den zu jenem Zeitpunkt bereits feststehenden Meister der Bezirksliga gewann das Team von Trainer Kosta Michailidis durch Treffer von Papadopoulos, Schlotmann (2), Stiber und Steve Lang mit 5:0.

Auf Rang 12 schoss der TuS damals wie auch aktuell knapp über dem Strich die Saison ab – der Leistungsstand ist also gleich geblieben. Was nicht für den RSV Meinerzhagen gilt, der nach zwei weiteren Aufstiegen in der kommenden Spielzeit in der Oberliga Westfalen an den Start gehen wird. Ein erneutes 5:0 erscheint somit im Finale des Krombacher Kreispokals am Freitag (19.30 Uhr, Lennestadion) undenkbar.

Der Weg ins Endspiel war für den TuS ein deutlicher leichterer als für den RSV. Die Plettenberger hatten es zunächst mit zwei C-Ligisten zu tun, ließen einem 10:0 beim SSV Lüdenscheid ein 7:1 bei TuRa Eggenscheid folgen. Nach dem 3:0 im Viertelfinale beim B-Ligisten TuS Herscheid gab es im Halbfinal-Derby erneut ein 10:0 bei A-Ligist Türkiyemspor Plettenberg. Deutlich höhere Hürden hatten die Meinerzhagener nach einem Freilos in Runde eins zu bewältigen: Das 4:0 bei Landesligist FSV Werdohl im Achtelfinale hatte bereits den Charakter eines vorgezogenen Endspiels.

Im Viertelfinale stand der Topfavorit beim Bezirksligisten Kiersper SC schon vor dem Aus, lag bis Minute 87 mit 2:1 zurück, ehe Hakan Demir mit zwei Treffern die Partie noch zum 2:3 drehte. Ähnlich lief es im Halbfinale bei RW Lüdenscheid: Am Nattenberg führte der Bezirksligist bei Halbzeit mit 2:0, doch im zweiten Abschnitt verhinderten Goalgetter Ron Berlinski, Ewald Platt und der Plettenberger im RSV-Trikot, Andreas Spais, mit den Toren zum 2:3 die Überraschung. Im Endspiel gastieren die Volmestädtern nun also beim dritten Bezirksligisten aus dem Fußballkreis Lüdenscheid, der auch in der kommenden Saison in dieser Klasse starten darf. Schwerer hätte der Weg zur angestrebten Titelverteidigung im Pokal für den RSV nicht ausgelost werden können. 2018 wurde die Trophäe durch ein 6:1 bei RW Lüdenscheid geholt.

TuS-Trainer Kosta Michailidis erinnert sich natürlich gern an das letzte Aufeinandertreffen mit dem RSV („Das war ihre höchste Niederlage in den letzten Jahren. Meinerzhagen muss sich warm anziehen, denn genau da machen wir am Freitag weiter“), relativiert diese vermeintliche Kampfansage aber sogleich: „Wir müssen die Kirche im Dorf lassen. Der RSV spielt mittlerweile auf einem sensationellen Niveau. Davor müssen wir den Hut ziehen.“ Und deshalb sei seine Mannschaft am Freitag krasser Außenseiter. „Wir wollen versuchen, so lange wie möglich die Null zu halten und den hoffentlich zahlreichen Zuschauern das bestmögliche Gesicht des TuS Plettenberg präsentieren. Und vielleicht können wir dem RSV ja ein Bein stellen.“ 

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