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34 „Buden“ in sieben Spielen: Die Kreisliga A geizt nicht mit Toren

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Grund zur Freude hatte  der TSV Rönsahl um Keeper Daniel Ackermann: Der Derbysieg in Kierspe war der erste „Dreier“ der Saison.
Grund zur Freude hatte der TSV Rönsahl um Keeper Daniel Ackermann: Der Derbysieg in Kierspe war der erste „Dreier“ der Saison. © Busch, Thomas

Mit Toren hat der 8. Spieltag im Oberhaus des Fußballkreises Lüdenscheid wahrlich nicht gegeizt: 34 Treffer wurden in den sieben Partien gezählt. Siege gab es unter anderem für Primus TuS Herscheid, den TuS Neuenrade und den Türkischen SV Lüdenscheid, die nun das Spitzentrio bilden. Denn der VfB Altena kam am Halveraner Kreisch nicht über ein Remis hinaus und fiel auf Rang vier zurück.

Märkischer Kreis - Das Topspiel zwischen dem TuS Plettenberg II und dem TuS Neuenrade war eine einseitige Angelegenheit. 6:0 siegte der Gast aus der Hönnestadt. Die Begegnung wurde von beiden Teams zunächst sehr verhalten geführt. Keiner wollte den ersten Fehler begehen. 34 Minuten lang gab es keinen einzigen Torschuss zu vermelden. Dann aber begannen die „Platt-Festspiele“, als die Abwehr der Blau-Gelben zweimal nicht richtig aufpasste: Beide Male (34., 44.) nutzte der Torjäger die Schnitzer zur 2:0-Pausenführung für den Gast. Ein erneuter Abwehrfehler führte in der 53. Minute abermals durch Platt zum 0:3. Zu allen drei Treffern hatte Semir Tuz die Vorarbeit geleistet, dann war der Spielmacher der Gäste selbst an der Reihe – 0:4 (61.). Die 64. Minute brachte die einzig erwähnenswerte Offensivaktion der Gastgeber, doch Keeper Levermann war einen Tick vor Vassos am Ball. So ergab sich der Gastgeber in sein Schicksal. Platt (76.) und Tuz (89.) trafen danach noch zum 0:6-Endstand.

VfB Altena muss sich am Kreisch mit Punkt begnügen

Zu einer gerechten Punkteilung kam es am Halveraner Kreisch. Mit einem starken Auftritt trotzte der TuS Grünenbaum dem Aufstiegs-Topfavoriten VfB Altena ein 2:2 ab. Die Partie nahm rasch Fahrt auf. Früh hatte Wand den ersten Treffer auf dem Fuß, doch Gästetorwart Psotta war zur Stelle (12.). Auf der Gegenseite scheiterte Neuke an TuS-Keeper Mäkler (14.). Artistisch erzielte Höngen dann das 1:0 (22.). Doch der VfB antwortete postwendend: Aus der Drehung markierte Intravaia den Ausgleich (23.). Da der TuS aus seinem Chancenplus zu wenig machte, ging es beim Stand von 1:1 in die Pause.

Nach dem Wechsel legten die Gäste forsch los: Neuke traf den Pfosten (54.) und sah zehn Minuten später unberechtigterweise wegen vermeintlicher Schwalbe nach Zweikampf gegen Neuhaus die Gelbe Karte. Über einen Elfmeterpfiff hätte sich der TuS hier nicht beschweren können (64.). Spektakulär wurde es in der Schlussphase: Mit seinem Seitfallzieher traf Kochta in den Winkel (86.). Staubach hätte freistehend sogar auf 3:1 erhöhen konnten, scheiterte aber an Psotta (88.). Stattdessen gehörte Altena der Schlussakkord: Eine feine Einzelleistung schloss Klukowski mit seinem Treffer zum 2:2-Endstand ab (89.).

Kreativität am Nattenberg

Kreativ ist RW Lüdenscheid II bei Lösungen für die personellen Sorgen jedenfalls: So stand im Heimspiel gegen den Türkischen SV Lüdenscheid der nach vierjähriger Spielpause reaktivierte Ansgar Forkel (43) im Tor der RWL-Reserve – und zeigte auf Anhieb auch ohne vorheriges Training eine gute Leistung. Ohnehin schlugen sich die Gastgeber, bei denen der im Urlaub weilende Trainer Zantner vom „Co“ der RWL-Ersten, Ümit Dilmen, vertreten wurde, insgesamt überaus achtbar und hielten die Niederlage mit 1:2 deutlich in Grenzen. Personalsorgen hatte allerdings auch der TSV: Fünf Spieler konnten am Nattenberg nicht dabei sein. Und so machte es RWL II dem TSV im Stadtderby schwer. Nach etwas über einer halben Stunde fand der Favorit dann aber doch in die Erfolgsspur. Mit einem Volley-Sonntagsschuss sorgte Karaboga für das 0:1 (34.) und nur drei Minuten später war Coskun zur Stelle, als Forkel Cetins Schuss abprallen ließ (Forkel: „Das Tor geht ganz klar auf meine Kappe...“), und staubte zum 0:2 ab (37.). Doch auch nach der Pause hielten die Gastgeber gut mit – und trotzten dabei lange auch der durch Lermis unnötige „Ampelkarte“ (52.) entstandenen Unterzahl. Der TSV tat nun viel zu wenig fürs Spiel, war sich des Sieges zu sicher. So wusste Jindou in der Schlussphase sogar noch den Anschlusstreffer zu erzielen (85.), verpasste bei einer weiteren guten Chance ein weiteres Tor für RWL II. So brachte der TSV den Sieg dann schließlich ins Ziel.

„Ebbe-Vulkan“ brodelt kurz

Lange Zeit schwer – auch sehr zum Unmut seinen Trainers, „Ebbe-Vulkan“ Hennes Vogelsang – tat sich Spitzenreiter TuS Herscheid, dessen 5:2-Heimsieg gegen den TSV Lüdenscheid II sicher ein bis zwei Tore zu hoch ausfiel. Die Gäste vom Wefelshohl zeigten eine starke Leistung, ließen den Ball schnell laufen und machten dem Primus mit einfachsten Mitteln das Leben schwer. Gülbeyaz’ 1:0 (27.) beantwortete die TSV-Zweitvertretung prompt, indem Glörfeld egalisierte (30.). Und auch nach der erneuten TuS-Führung durch Colin Switala (45.) war die Partie noch lange nicht entschieden. Ab Mitte der zweiten Halbzeit ließ dann aber doch die Kondition bei den Gästen nach. Phil Switala nutzte einen Konter zum 3:1 (73.). Gleichwohl gelang Avci aus 20 Metern der Anschlusstreffer (73.), und bei Eyrils Freistoß entging der TuS dem erneuten Ausgleich nur knapp (79.). Stattdessen brachte Yaman mit einem schönen Schlenzer ins lange Ecke den Sieg für die Herscheider in trockene Tücher (83.). Abermals nach einem Konter setzte Phil Switala in der Nachspielzeit den Schlusspunkt – 5:2 (90.+2).

TSV Rönsahl feiert im Stadtderby den ersten Sieg

Aufsteiger Kiersper SC II, vor zwei Wochen noch strahlender Sieger über den VfB Altena, musste nach der Auswärtspleite beim SC Lüdenscheid einen weiteren Dämpfer hinnehmen: Mit 2:4 verlor er am heimischen Felderhof das Stadtderby gegen den TSV Rönsahl, der dank dieses ersten Saisonsiegs den letzten Tabellenplatz wieder verlassen hat. Im Duell jugendlicher Elan gegen geballte Routine waren die Rönsahler bestrebt, ihre läuferischen Nachteile mit abgezocktem Stellungsspiel auszugleichen. Das gelang etwa eine Stunde lang recht gut, zumal der TSV Marvin Janssens’ Führungstreffer (8.) nur vier Minuten später mit dem 1:1-Ausgleich durch Phillip Plachta nach Lüthy-Ecke in den Rückraum beantwortete und danach bei Marczinkowskis Lattenschuss (24.) sogar an der Führung schnupperte. Die Feldvorteile lagen freilich bei den Platzherren, die den Ortsrivalen nach dem Seitenwechsel dann zunehmend in die Defensive drängten und beharrlich auf das 2:1 hinarbeiteten. Nach 73 Minuten war’s schließlich passiert: Die TSV-Abwehr verlor Marvin Janssens für einen Moment aus den Augen, und Kierspes Torjäger nutzte Pappas’ Vorarbeit zur erneuten Führung.

Der Anfang vom Ende für die sichtlich pumpenden Rönsahler? Denkste: Eine Co-Produktion von Lüthy und Plachta mit finalem Torerfolg des Letztgenannten bescherte dem Kellerkind in der 74. Minute das 2:2. Die KSC-Reserve brachte das ganz offenkundig aus dem Tritt, und Rönsahl nutzte die Gunst der Stunde: Marczinkowskis Flugkopfball knapp über der Grasnarbe nach d’Ermiliis-Freistoß (85.) und ein von Keeper Ackermann eingeleiteter Konter über Lüthy und Plachta, den Fastenrath vollendete (88.), bedeuteten den nicht erwarteten 4:2-Derbysieg für die Grün-Weißen von der Westfalengrenze.

SC Lüdenscheid wird Favoritenrolle gerecht

Mit Spielstärke und viel Ballbesitz wurde der SC Lüdenscheid seiner Favoritenrolle im Spiel beim TSV Oestertal gerecht und gewann mit 4:0. Etwa eine Stunde lang allerdings verteidigten die Gastgeber gut und diszipliniert – und hätten sogar früh in Führung gehen können. SCL-Keeper Schröder vereitelte jedoch Matoshis Chance (5.). Stattdessen traf der Gast: Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld landete Henses Kopfball am Pfosten, woraufhin Mario Pepe zum 0:1 abstaubte (23.). Sowohl Lesik (28.) als auch König (46.) bot sich die Möglichkeit zum Ausgleich, doch Schröder war jeweils zur Stelle. Als Hense einen indivuellen Defensivfehler bestrafte (60.), war der SCL endgültig auf Kurs. Marco Pepe stellte wenig später auf 0:3 (68.), und in der Schlussphase besorgte Schwenck (88.) den Endstand.

TSV Werdohl siegt verdient beim TSD

Ein verdienter 4:0-Erfolg gelang auch dem TSV Werdohl beim TuS Stöcken-Dahlerbrück. In der ersten Halbzeit hielten sich die Gastgeber durch ihre kämpferische Stärke noch gut im Spiel, zu zwingenden Chancen kamen sie aber nicht. Nach der Pause ging es dann nur noch in Richtung TSD-Gehäuse. Nach einem Defensivfehler des TuS lief der zur Halbzeit eingewechselte Werdohler Erdogan allein aufs Tor zu und markierte das 0:1 (57.). Eine Viertelstunde später hatten Sönmez (61.) und der ebenfalls zur Pause gekommene Aydemir (72.) bereits auf 0:3 gestellt. Den Schlusspunkt setzte Kirci, der eine Loggia-Vorarbeit verwertete (83.) – somit war TSD-Keeper Martyniok, der trotzdem manch gute Parade zeigte, zum vierten Mal überwunden.

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