Pokalfight der B-Ligisten mit offenem Visier

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In letzter Sekunde kann Mark Schneider gegen den einschussbereiten Hakan Zencir klären.

Plettenberg -  Sportlich stehen die Kreisliga-B-Spitzenreiter Phoenix Halveran nach dem 8:5 (5:3)-Sieg im Halbfinale beim Ligakonkurrenen TSV Oestertal im Finale des Kreispokals. Allerdings bleibt da noch eine Regelfrage.

Von Volker Halbhuber

Hintergrund: Der TSV Oestertal wechselte – so ist es in der Liga zulässig – in der 41. Minute Can Bilgin für Bedzet Zuberoski aus und in der 60. Minute für Remo Poplawski wieder ein. Weder der anwesende Staffelleiter noch die Linienrichter wussten, ob dies auch im Pokalwettbewerb zulässig ist. Auf Nachfrage an den Unparteiischen Oguzhan Gülacan teilte dieser mit, dass dies nicht zulässig sei. Auf die weitere Frage, was nun passiere, antwortete er schroff: „Neuansetzung, andere Spielwertung, doofe Frage, was weiß ich?“ Allerdings beging eindeutig jene Mannschaft den Regelverstoß, die am Ende verlor. Also ist wohl eine Wertung oder Neuansetzung eine Option, mit der das Team bestraft würde, das sich korrekt verhalten hat...

Dabei hatte es die Partie allein sportlich schon in sich, denn schon nach wenigen Minuten waren die Strategien der Mannschaften über den Haufen geworfen: Es ging nur noch nach dem Motto „Visier hochklappen und Vollgas.“

Der Zeiger war noch nicht einmal um das Zifferblatt herum, als Horst nach Vorlage von Demir zum 0:1 traf. Nur drei Minuten später die Antwort der Platzherren. Ayhan durfte aus gut 25 Metern abziehen – 1:1. Der Jubel war kaum verklungen, da traf Solla aus acht Metern zum 1:2.

Entscheidung nach 70 Minuten

Die Antwort des B-Liga-Dritten ließ diesmal etwas länger auf sich warten, aber sie kam. Trotz zwei toller Paraden von Rösgen erzielte Cakmak aus kurzer Distanz das 2:2 (18.). Doch wieder dauerte es nur wenige Sekunden, bis Halver durch Michele Solla erneut in Führung ging. Nach einem Foul von Oestertals Kotyzka an Zencir erhöhte Aktas auf 2:4 (30.). Aber Oestertal blieb davon unbeeindruckt. Constantin Pantel kam über links richtig in Fahrt, ließ Sahin stehen und traf an Rösgen vorbei zum 3:4 (41.). Doch damit noch nicht genug. Nur drei Minuten später traf Horst nach Zuspiel von Demir zum 3:5.

Nach der Pause waren die Oestertaler schneller im Rhythmus. Pantel wurde von Akbal im Strafraum umgestoßen, der Gefoulte schoss selbst – 4:5 (48.). Der TSV schöpfte wieder Hoffnung, bis zur 60. Minute, als zunächst Demir zum 4:6 und wenige Sekunden darauf Solla zum vorentscheidenden 4:7 trafen. Mit dem 4:8 durch Aktas in der 71. Minute war der Drops gelutscht. Den Oestertalern gelang nur noch das 5:8 durch Ratzke (75.).

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