Werdohler Onur Bulut freut sich auf Pokal-Duell gegen die Bayern

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Der Werdohler Onur Bulut (rechts) versucht am Mittwoch mit dem VfL Bochum, dem großen Favoriten aus München ein Bein zu stellen und ins Halbfinale des DFB-Pokal einzuziehen

Bochum/Werdohl - „Highlight“ lautet die unvermeidliche Vokabel, wenn Onur Bulut über die Aufgabe spricht, die dem Werdohler Fußball-Profi am Mittwoch im Viertelfinale des DFB-Pokal bevorsteht: Mit dem VfL Bochum trifft Bulut auf eines der größten Kaliber im Weltfußball: Den FC Bayern München.

Als das Los Mitte Dezember feststand, hielt sich die Begeisterung beim jungen Zweitliga-Kicker zunächst einmal in Grenzen. Denn ein möglicher Halbfinal-Einzug, der sowohl für Bulut als auch den VfL ein riesiger Erfolg wäre, erscheint gegen den Rekordmeister und -pokalsieger freilich weit weniger wahrscheinlich als gegen die meisten anderen Teams.

Gleichwohl blickt der Werdohler dem Aufeinandertreffen mit dem Starensemble von der Säbener Straße inzwischen nicht mehr nur mit Skepsis, sondern auch einer gehörigen Portion Vorfreude entgegen. „Es ist schon was Geiles, wenn man gegen die Bayern im Wettkampfmodus spielen darf“, sagte Bulut am Dienstag im Gespräch mit unserer Zeitung.

In einem Test hat der Sauerländer mit der Truppe von Noch-Coach Pep Guardiola Anfang vergangenen Jahres bereits Bekanntschaft gemacht. Damals war sein Gegenspieler der derzeit verletzte Frank Ribéry.

Diesmal dürfte Bulut es auf seiner rechten offensiven Seite vornehmlich mit dem Österreicher David Alaba, vielleicht aber auch mit den Münchener Flügelflitzern Douglas Costa oder Kingsley Coman zu tun bekommen. Ganz genau weiß das niemand, sind Guardiolas Mannschaften schließlich berühmt dafür, System und Positionen notfalls auch binnen Minuten variieren zu können. Eines erscheint indes weniger fraglich: „Ich vermute, dass ich hauptsächlich defensiv gebunden sein werde“, mutmaßt der Lennetaler.

Das dürfte aber nicht nur für ihn, sondern für alle Bochumer gelten, auch wenn Bulut vor einer allzu starren Fixierung auf die eigene Defensive warnt: „Wir dürfen uns auf keinen Fall hinten reinstellen. Bayern hat die Qualität, sich auch auf engstem Raum durch zu kombinieren.“

Nach einer Trainingseinheit heute Mittag zieht sich das VfL-Team ins Hotel zurück, hält eine letzte Besprechung ab, bevor es ins ausverkaufte revierpower-Stadion geht, wo die Mehrzahl der 29 299 Zuschauer auf eine Bochumer Pokal-Sensation hofft. „Es wird auf jeden Fall eine außergewöhnliche Atmosphäre herrschen“, ist Bulut überzeugt.

Der 21-Jährige hatte in den vergangenen Tagen auch Kontakt zu Freunden und Bekannten aus der Heimat. „Viele wünschen mir Glück, drücken mir die Daumen. Seit das Los draußen ist, kommt immer mal ein Spruch“, so Bulut.

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