„Schon ein tolles Gefühl, gegen Bayern zu spielen“

Onur Bulut. Foto: Firo

Bochum/Werdohl - Onur Bulut war die Freude auch noch mit einigen Tagen Verspätung anzumerken. „Es ist schon ein tolles Gefühl, gegen Bayern München zu spielen“, meinte der aus Werdohl stammende Zweitligaspieler des VfL Bochum.

Von Axel Krüger

31 Minuten lang war der 20-Jährige nach seiner Einwechslung gefordert, hatte auf der rechten Abwehrseite der Revierstädter Weltstar Franck Ribéry gegen sich.

Zum Zeitpunkt von Buluts Einwechslung führte der Bundesliga-Tabellenführer und deutsche Rekord-Meister 2:1, legte dann in den letzten 24 Minuten drei weitere Treffer zum 5:1 nach.

„Wir haben eigentlich schon ganz gut gespielt“, meinte Onur Bulut und spielte damit nicht nur auf den 1:0-Führungstreffer an, den Danny Latza nach fünf Minuten für den VfL markierte. A

ber, diese Erkenntnis traf der junge Sauerländer aus eigener Erfahrung: „Gegen die Bayern muss man nur einen kleinen Fehler machen, und schon ist der Ball im Netz.“

„Majestätsbeleidigung“ bei erster Aktion

Allerdings hatte Buluts erster Ballkontakt etwas von Majetätsbeleidigung: „Wenn ich mich richtig erinnere, war meine erste Aktion ein ‘Beini’ gegen Ribéry.“ Ansonsten war der Franzose aber nicht der einzige Star, gegen den der 20-Jährige in den Zweikampf ging.

Schließlich, so Bulut, agierte der FC Bayern im letzten Testspiel vor dem Rückrundenstart in der Eliteklasse mit sehr hohem Tempo und vielen Positionswechseln – Trainer Pep Guardiola hatte in der Start-Elf unter anderem vier deutsche Fußball-Weltmeister aufgeboten, mit Mario Götze wurde ein fünfter noch eingewechselt.

Und auch sonst schickten die Münchner Spieler mit der Erfahrung aus zig Länderspielen auf den Rasen im Rewirpower-Stadion, zum Beispiel den spanischen Welt- und Europameister Xabi Alonso oder Hollands Flügelflitzer Arjen Robben, der zweimal traf. Onur Bulut erkannte an: „Trotz der ständigen Positionswechsel wusste jeder immer, wo er hinzulaufen hatte.“

Kampf um einen Stammplatz

Vor dem eigenen Start in die zweite Saisonhälfte sieht sich Bulut im Rennen um den Stammplatz auf der rechten Außenverteidiger-Position gegenüber Stefano Celozzi im Hintertreffen: „Im Moment hat mein Mitspieler die Nase vorn, also muss ich es dem Trainer so schwer wie möglich machen, bei seiner Meinung zu bleiben.“

Der Sauerländer kam in bisher 19 Spielen auf vier Einsätze, davon zweimal in der Startelf. Zurzeit, so Onur Bulut, sei das Team noch dabei, die Philosophie des kurz vor Weihnachten verpflichteten Trainers Gertjan Verbeek zu verinnerlichen – um in den noch 15 ausstehenden Partien von Platz elf aus weiter nach vorn zu stoßen.

Kurios: Mit einer Bilanz von vier Siegen, elf Unentschieden und vier Niederlagen stehen die Blau-Weißen, was die Niederlagen angeht, so gut da wie der Tabellenzweite Karlsruher SC – und was die Siege angeht, so schlecht wie der Vorletzte FC St. Pauli.

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