Knapper Endspiel-Erfolg des TSV Lüdenscheid

Eine Torchance? Wohl kaum. Doch weil TSV Herscheids Torwart Alexander Schrader völlig verschätzte, fand diese Flanke von Özgür Muti den Weg zum 1:0 ins Tor. Foto: Krüger

Lüdenscheid - Der TSV Lüdenscheid hat die Nachfolge von Titelverteidiger SC Lüdenscheid angetreten. Die Özler-Elf, am Finaltag letzter verbliebener Fußball-A-Ligist, feierte im Finale des Honsel-Cups einen knappen Erfolg gegen den TSV Herscheid. Platz drei sicherte sich der Post SV Lüdenscheid gegen die Zweitvertretung des LTV 61.

Von Axel Krüger und Marc Kusche

Finale: TSV Lüdenscheid – TSV Herscheid 2:1 (1:0): Zwei Torwartfehler brachten den TSV Lüdenscheid im Finale gegen den TSV Herscheid auf die Siegerstraße. Wie schon einmal in einem Vorbereitungsspiel behielten die Kreisstädter gegen den Namensvetter aus der Ebbegemeinde mit 2:1-Toren die Oberhand.

Was die beiden Finalisten in den letzten Gruppenspielen mit vielen Toren angedeutet hatten, das hielt das Endspiel des Honsel-Cups am Sonntagnachmittag nicht. Viel spielte sich im Mittelfeld ab, Chancen waren lange Zeit Mangelware. So verzog Herscheids Feta bei einem Fernschuss (8.), Lüdenscheids Cilingir zielte genau auf Mann (11.). Nach 24 Minuten zog Özgür Muti von der linken Seitenlinie eine Flanke flach nach innen, Herscheids Keeper Schrader verschätzte sich total – es stand 1:0.

TSV Herscheid dringt selten in Strafraum ein

Zu häufig schloss der C-Liga-Meister aus der Distanz ab, erst kurz vor der Pause wurde es bei Gabryschs Chance nach einem langen Yildirim-Pass (38., Außennetz) und Yamans Schuss aus sechs Metern (43., gut pariert von Holz) gefährlich. Nach der Pause ging es mit Gelegenheiten für Yaman (47.) und Özler (49.) flott los, doch dann wurde das Tempo verschleppt. In Minute 69 kam ein abgefälschter Muti-Freistoß aufs Tor, Schrader klatschte ab, Ucan war zur Stelle und erhöhte auf 2:0. Sefer Yapar verkürzte nochmal sechs Minuten vor Schluss, danach gab es noch je zwei Chancen hüben wie drüben – und schließlich abgekämpfte, aber jubelnde rot-weiß gekleidete Lüdenscheider.

Spiel um Platz 3: LTV 61 II – Post SV Lüdenscheid 2:7 (0:2): Auch wenn der gastgebende C-Ligist punktuell auf Spieler aus dem A-Liga-Kader zurückgriff, stand er letztlich gegen den B-Ligisten Post SV Lüdenscheid auf verlorenem Posten. Von Beginn an hatte die Post mehr vom Spiel und kam auch zu den besseren Chancen. Einen 16-m-Schuss von Moschopoulos konnte LTV-Torhüter Gabryl noch an die Latte lenken (10.), gegen Samaras (25.) und P. Platanos (39.) aber war er machtlos.

Favorit offenbart in der Defensive einige Lücken

Weitere Möglichkeiten vergab der Favorit bis zur Pause teils fahrlässig, offenbarte auch hinten Lücken. Doch sowohl Tyll Schmermbeck (17., 18. und 45.) als auch Rosenberg (41.) fanden in Michailidis ihren Meister. Mit dem 3:0 machte Soydas nach dem Wechsel frühzeitig alles klar (59.), fortan stürmten beide Teams zeitweise unkontrolliert, weil ohne Absicherung nach vorne. Die Folge waren noch sechs weitere Treffer, wobei „Joker“ Helbig für die beiden Ehrentore der LTV-Reserve – darunter auch den Schlusspunkt zum 2:7 – verantwortlich zeichnete.

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