Fußball-Oberliga

Mutlu Demir sicher: "Ein Unentschieden wird nicht reichen"

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Am vergangenen Sonntag traf RSV-Stürmer Ron Berlinski doppelt, nun will er seine Position an der Spitze der Torjägerliste verteidigen.

Meinerzhagen – Als Spitzenreiter der Oberliga Westfalen geht der RSV Meinerzhagen in den letzten Spieltag der Hinrunde, als Spitzenreiter möchte er die erste Saisonhälfte auch beenden.

Voraussetzung dafür ist ein Sieg beim TuS Ennepetal. „Ein Unentschieden wird nicht reichen, eine Niederlage sowieso nicht“, ist sich RSV-Trainer Mutlu Demir nämlich sicher, dass Konkurrent SC Wiedenbrück nicht erneut patzen wird. Das dritte Top-Team, Rot-Weiß Ahlen, ist am Sonntag derweil spielfrei: Weil eine Platzkommission den Rasen im Preußenstadion für unbespielbar erklärt hat, fällt die Auswärtspartie der Britscho-Elf in Münster aus. Auf dem benachbarten Kunstrasen wird deshalb nicht gespielt, weil sich dort die Fanlager nicht wie erforderlich trennen lassen.

Im Meisterschaftsspielbetrieb haben die Meinerzhagener und ihr sonntäglicher Gastgeber bislang noch nie die Klingen miteinander gekreuzt. Dennoch kennt man einander bestens – und zwar aus Vorbereitungsspielen. 5:2 für den RSV im Januar 2018 sowie exakt ein Jahr später 2:2 lauteten die Resultate der Duelle auf dem Kunstrasen-Nebenplatz des Bremenstadions, der auch morgen ab 14.30 Uhr Austragungsort sein wird.

„Hängen geblieben ist vor allem Ennepetals brutale Qualität auf der ‚Doppel-Sechs‘ mit Christian Hausmann und Marvin Matten“, sagt Mutlu Demir. Dazu kommen im vorderen Bereich gute Flügelspieler und mit 1,90-Meter-Mann Dennis Drepper ein treffsicherer Stoßstürmer – und fertig ist eine Mannschaft, „die jedem weh tun kann, wenn man sie nicht beschäftigt“. 

Zwar warten die Kicker aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis seit mittlerweile sechs Punktspielen auf einen Sieg, aber dass sie an sieben der ersten acht Spieltage die Tabelle anführten, kommt nicht von ungefähr. „Außerdem ist es egal, ob du gegen den Vierten oder den Elften spielst“, verweist Demir einmal mehr auf die große leistungsmäßige Ausgeglichenheit der Oberliga. 

Zejnullahu fällt aus, Sesay gegen Ex-Club

In diesem Kontext merkt er überdies an: „Das Ergebnis unseres letzten Spiels gegen Rheine ist trügerisch. Wir dürfen keineswegs den Fehler machen und nach diesem 6:1 sagen: ‚Jetzt läuft es von allein!‘“

Doch mit fehlender Ernsthaftigkeit hatte der RSV in der Ära Nuri Sahin eigentlich nie zu kämpfen. Ein zusätzlicher Garant dafür, dass das auch so bleibt, ist sicherlich auch die Personalsituation, die 180 Minuten vor der Winterpause fast perfekt ist und den Konkurrenzkampf weiter anstachelt. Tim Treude und Julian Jakobs haben in der zurückliegenden Trainingswoche wieder voll mitgemischt, und ausfallen wird am Sonntag nur Fisnik Zejnullahu, dessen Kniebeschwerden aber wohl nicht gravierend sind. Der Verdacht auf einen Meniskusschaden hat sich jedenfalls nicht bestätigt; im Idealfall kann der Mittelfeld-Routinier zu Wochenbeginn wieder in den Übungsbetrieb einsteigen. 

Für einen RSV-Spieler ist die Partie übrigens eine besondere: Außenverteidiger Musa Sesay trug in der Saison 2016/17 das Ennepetaler Trikot und freut sich auf die Rückkehr an seine einstige Wirkungsstätte.

Das RSV-Personal 

Das Aufgebot: Focher, Langwald – Bauman, Buchwalder, Elmoueden, Jakobs, Özdemir, Sesay, Wurm, Beilfuß, Bengsch, Demir, Gräßer, Kandziora, Kunkel, Lengelsen, Platt, Sakar, Tomasello, Treude, Berlinski, Spais 

Es fehlt: Zejnullahu (Kniebeschwerden)

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